Heinrich-Heine-Haus am Ochsenmarkt in Lüneburg. Foto: Lüne-Blog.

Literaturbüro Lüneburg: Die Lesungen im September 2026

Begegnung und Austausch über Literatur und Fragen der Zeit: Jeden Monat lädt das Literaturbüro spannende Autor*innen ein zu Lesungen in die Salzstadt. Im September 2026 kann man bei vier Veranstaltungen auf fünf Autor*innen treffen – und aktueller als diesen Monat geht es wohl kaum. 


Mitteilung von: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Online: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/ 
Foto: Lüne-Blog. Literaturbüro Lüneburg, Heinrich-Heine-Haus, Ochsenmarkt 1a, Lüneburg


Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im September 2026

Das Literaturbüro Lüneburg ist zentraler Ort für Literaturförderung und -vermittlung in Lüneburg und der Region. Über 30 Abendveranstaltungen im Jahr mit Autor*innen aus Deutschland und der Welt laden ein zu interessanten Begegnungen und Austausch über Literatur und aktuelle gesellschaftspolitische Themen.

Michael Köhlmeier: „Mein privates Glück“

Freitag, 4. September 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus

Alles beginnt mit einem vierjährigen Buben aus Coburg, der nicht weiß, dass er Eltern hat – bis er eines Tages mit der Eisenbahn in Lindau ankommt. Ein fremder Mann holt ihn ab und begleitet ihn in ein Haus ans Bett einer gelähmten Frau. Er ist sein Vater, sie ist seine Mutter. Wie wird man der Mensch, der man ist? Michael Köhlmeier erzählt von den Traumata der Weltkriege, die bis in die Gegenwart nachwirken, und vom Alltag in einer erzählsüchtigen Verwandtschaft. 

Dmitrij Kapitelman: „Russische Spezialitäten“

Freitag, 11. September 2026, 20:00 Uhr – KLIPPO, Leuphana Zentralgebäude, Universitätsallee 1, Lüneburg

Eine Familie aus Kyjiw verkauft russische Spezialitäten in Leipzig. Wodka, Pelmeni, SIM-Karten, Matrosenshirts – und ein irgendwie osteuropäisches Zusammengehörigkeitsgefühl. Wobei, Letzteres ist seit dem russischen Überfall auf die Ukraine nicht mehr zu haben. Die Mutter steht an der Seite Putins. Und ihr Sohn, der keine Sprache mehr liebt als die russische und keinen Menschen mehr als seine Mutter, aber auch keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt. Bittersüß und zutiefst politisch schreibt Dmitrij Kapitelman über Familie und die (Un-)Möglichkeit der Verständigung in Zeiten alter und neuer Kriege. 

Heine-Tandem: Christian Dittloff und Stephan Thome

Mittwoch, 23. September 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus

Der aktuelle Heinrich-Heine-Stipendiat Christian Dittloff liest aus seinem gerade erschienenen Roman „Das Leichteste der Welt“: Karla ist klug, unberechenbar, Ivo immer einen Schritt voraus – und schwanger. Was zwischen Klara und Ivo beginnt, ist Liebe und Überforderung zugleich. Mit fünfzehn gerät Ivo in ein Leben, für das er auf einmal erwachsen sein soll. 

Stephan Thomes Werk „Besser als nie“ spielt im oberhessischen Bergenstadt. Hier soll wieder Grenzgang gefeiert werden – doch Linda Preiss ist empört: Man will sie als Reiterin nicht dabei haben, weil sie eine Frau ist! Bürgermeister Jürgen Bamberger gerät in Erklärungsnot, als der Hessische Rundfunk Fragen zu dem sogenannten „Mohren“ stellt – und die Diskussionen werden immer hitziger.

Ulrike Herrmann: „Geld als Waffe“

Montag, 28. September 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus

Wie entstehen Kriege? Und wie Frieden? Ulrike Herrmann untersucht in diesem Buch große internationale Konflikte. Ihre Analyse: Die Gründe sind nicht nur historisch, psychologisch oder politisch – oft sind ökonomische Faktoren ausschlaggebend. Am Beispiel Russland und China zeigt sie, wie die wirtschaftliche Entwicklung der Länder permanente Kriege auch in Zukunft wahrscheinlich macht. 

Mehr Information und Karten

Das Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus

Mit der Eröffnung des restaurierten Heinrich-Heine-Hauses am Ochsenmarkt in Lüneburg am 15. Januar 1993 nahm auch das Literaturbüro Lüneburg hier seine Tätigkeit auf. Heinrich Heines Besuche bei seinen Eltern, die von 1822 bis 1826 im zweiten Obergeschoss des Hauses wohnten, führten zur Namensgebung und dazu, hier einen Ort für Literatur und Literaturvermittlung zu schaffen.

Der Besuch der Ausstellung lohnt allein schon, um das Hausinnere zu besichtigen. Hier die Eingangshalle.

Der Besuch lohnt auch aus architektonischen Gründen. Eingangshalle im Heinrich-Heine-Haus. Foto: Lüne-Blog

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