Gedenktag 27. Januar: Neue Schüler-Guides für Rundgang „Lüneburg im Nationalsozialismus“
Sie haben sich erfolgreich als Guides zum Thema „Lüneburg im Nationalsozialismus“ qualifiziert. Am Gedenktag 27. Januar 2026 erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre Zertifikate und dürfen nun offiziell Rundgänge durchführen. Seit sieben Jahren arbeiten Geschichtswerkstatt Lüneburg und Wilhelm-Raabe-Schule in dieser Form zusammen.
Mitteilung von: Gesundheitsholding Lüneburg GmbH – Am: 27.01.2026
Online: https://www.gesundheitsholding-lueneburg.de/ – Foto: „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg.
Gedenktag am 27. Januar: Neue Schüler*innen-Guides starten durch
Foto: „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Schüler*innen ihr Zertifikat. Links Schulleiter Thomas Wetzel und Maren Hansen von der Geschichtswerkstatt. Rechts zwischen den Schüler:innen die Ausbilderinnen Melanie Cherubim und Anne Nitzpon, ganz rechts Dr. Carola Rudnick.
Rückblende auf das Jahr 1932: Der MTV-Platz ist nur halb gefüllt, viele Stuhlreihen sind leer. Vor der Mauer steht eine Menschentraube. Es sind Lüneburger, die neugierig, aber nicht bereit sind, den Eintritt zu bezahlen, um am 20. Juli 1932 Adolf Hitler auf der Tribüne sprechen zu sehen. Da ist die NSDAP noch nicht an der Macht. Dass angeblich 20.000 Lüneburger da gewesen sein sollen, das sind „Fake News“, wie man heute sagen würde.
Schüler:innen als Guides für Stadtführungen zertifiziert
Die Schüler*innen des Gymnasiums Wilhelm-Raabe-Schule, die heute zu Guides „getauft“ wurden, bekommen das entlarvende Foto von Dr. Carola Rudnick, Leiterin der „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg überreicht. Es hängt in ihrer neuen Dauerausstellung LEBENSWERT und darf als Teil der Stadtführung nicht fehlen. Nun ist die Materialmappe komplett. Mit diesen Fotos begleiten die Schülerinnen und Schüler fortan für die Geschichtswerkstatt Lüneburg Gruppen und Interessierte zum Thema „Lüneburg im Nationalsozialismus“ durch die Innenstadt.
Seit sieben Jahren Kooperation mit der Raabe-Schule
Seit sieben Jahren gibt es dieses erfolgreiche Angebot und die feste Kooperation. Schulleiter Thomas Wetzel ist stolz auf das Durchhaltevermögen, denn es sind schwere Themen, noch dazu mit beängstigender Aktualität, mit denen sich die Schüler*innen über Monate im Rahmen einer AG freiwillig beschäftigen. „Sie sind zu echten Experten für NS-Geschichte geworden“, betont Dr. Carola Rudnick, die gemeinsam mit den Lehrkräften Anne Nitzpon und Melanie Cherubim die inhaltliche und methodische Ausbildung durchführt.
Mehr Information und Buchung über die Geschichtswerkstatt Lüneburg
Beim Rundgang „Lüneburg im Nationalsozialismus“ führen die Schülerinnen und Schüler an Orte in der Innenstadt, die beispielhaft für verbrecherisches System und Handeln der Nazis sind: Die Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, die Ausschaltung von Widerstand und Opposition, die systematische Tötung von „lebensunwertem Leben“ und das mörderische System der Zwangsarbeit. Aber auch: Die Befreiung vom Faschismus, die Kriegsverbrecherprozesse und die Erinnerungskultur.
Ein öffentlicher Rundgang durch die Innenstadt findet einmal im Monat jeweils an einem Sonntag um 11 Uhr statt und dauert etwa 1,5 Stunden. Zusätzliche Führungen zu weiteren Themen können ebenfalls gebucht werden. Erwachsene zahlen 5 Euro, Jugendliche 3 Euro.
- Geschichtswerkstatt Lüneburg: Stadtrundgänge zu verschiedenen Themen
Vier Rundgänge werden angeboten: Lüneburg im Nationalsozialismus, Jüdisches Leben in Lüneburg. Bänkerundgang (Anti-Rassismus-Bänke) und die Fahrrad-Rundfahrt „Sechs Tage im April“. - Bildungs- und Forschungsgesellschaft »Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg: https://www.gedenkstaette-lueneburg.de
- Tipp! Lüneburger Wochen gegen Rassismus: 100% Menschenwürde – 9.-29. März 2026
Im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus finden vom 9. bis 29. März 2026 wieder viele Veranstaltungen statt: Stadtrundgänge, Theater, Ausstellungen, Workshops und mehr.
Mehr bei Lüne-Blog
- Neue Schüler*innen-Guides informieren über Lüneburg im Nationalsozialismus – 28.01.2025
Sie dürfen stolz auf sich sein – die neuen Schüler*innen-Guides der Wilhelm-Raabe-Schule. Ab sofort führen sie selbständig Interessierte durch die Innenstadt Lüneburgs und das PKL-Gelände und klären auf, was hier zur Zeit des Nationalsozialismus geschah.

Foto: „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg. Die Schüler*innen wurden zweimal geprüft und mussten Probeführungen ablegen.
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Lünepedia: Nationalsozialismus in Lüneburg
Die Herrschaft der Nationalsozialisten von 1933 bis 1945 hatte schwerwiegende Folgen für Lüneburg. Viele jüdische Bürger*innen, körperlich oder geistig eingeschränkte Menschen, politische Gegner und andere Personengruppen, die auf Grund der nationalsozialistischen Ideologie verfolgt wurden, unterlagen den Verbrechen. Als Hauptstadt des Gau Ost-Hannovers war Lüneburg von regionaler Relevanz. Durch den Bergen-Belsen-Prozess und den Selbstmord Heinrich Himmlers gewann Lüneburg auch an überregionaler Bedeutung.
Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Nationalsozialismus_in_Lüneburg
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