
IG BAU: „Sommer-Schutz-Modus“ bei Jobs im Freien – Sonnenschutz und regelmäßig trinken
Die Hitze macht gerade eine Pause – ein guter Zeitpunkt für Firmen im Landkreis Lüneburg, einen Plan zum Sonnen-Arbeitsschutz zu machen. „Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 plus und Wasserflasche sind ein Muss. Der Chef hat sogar die Pflicht, für alle, die draußen arbeiten, eine Wasser- und Sonnencreme-Flatrate anzubieten“, weist Achim Bartels, Vorsitzender der IG BAU Hamburg, hin. Denn die nächste Hitzewelle kommt bestimmt.
Mitteilung von: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Hamburg – Am: 03.07.2025
Online: https://hamburg.igbau.de/ – Foto: IG BAU, Nils Hillebrand
IG BAU: Bei Sommer-Jobs unter freiem Himmel für Wasser- und Sonnencreme-Flatrate sorgen
Foto: IG BAU, Nils Hillebrand. „Sonnenschutz ist sexy.“ Arbeiter mit Creme-Smiley am Oberarm
Vorsicht bei den Sommerhitze-Jobs unter freiem Himmel: Wer im Sommer draußen arbeitet, soll unbedingt in den „Sommer-Schutz-Modus“ schalten. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Hamburg appelliert an Firmen im Landkreis Lüneburg, einen Plan zum Sonnen-Arbeitsschutz zu machen.
Vor allem dann, wenn es um die Arbeit im Freien geht: „Bauarbeiter auf dem Gerüst, Dachdecker auf den Sparren, Garten- und Landschaftsbauer beim Pflastern, Erntehelfer auf dem Feld … – die Liste der Open-Air-Jobber im Kreis Lüneburg ist lang. Sie brauchen intensiven Schutz vor praller Sonne“, fordert Achim Bartels von der IG BAU Hamburg.
Faustregel: Alle 15 Minuten ein Glas Wasser – Alle 2 Stunden eincremen
Die Gewerkschaft nennt die wichtigsten Punkte für ein Sonnenschutz-Programm im Job: Genug trinken und viel eincremen mit hohem Lichtschutzfaktor. „Es gilt die Faustregel: Alle 15 bis 20 Minuten eine Trinkpause mit einem vollen Wasserglas. Ideal sind neben Wasser auch kalte Tees“, sagt Bartels. Außerdem: „Eincremen, eincremen, eincremen. – Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn UV-Schutz ist das A und O – und ein wirksames Mittel gegen Hautkrebs“, rät der Vorsitzende der IG BAU Hamburg.
Betrieb ist verpflichtet, Wasser- und Sonnencreme-Flatrate anzubieten
Achim Bartels fordert alle Betriebe im Kreis Lüneburg auf, vor allem bei Arbeiten unter freiem Himmel in den Sonnenschutz zu investieren: „Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 plus und Wasserflasche sind ein Muss. Der Chef hat sogar die Pflicht, für alle, die draußen arbeiten, eine Wasser- und Sonnencreme-Flatrate anzubieten“, so der Gewerkschafter.
Wichtig: Körper bedecken – UV-blockierende Kleidung
Auch UV-blockierende Kleidung ist wichtig, so die IG BAU Hamburg. „Oben ohne ist in diesem Fall alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Der Bauarbeiterhelm muss luftdurchlässig sein und einen Nackenschutz haben. Auch hier sind die Arbeitgeber gefordert, für ein passendes Sommer-Outfit zu sorgen“, so Achim Bartels. Wer häufig draußen und dabei in praller Sonne arbeite, für den gehöre auch eine Sonnenbrille zur „UV-Arbeitsschutzkleidung“.
Vorsicht in der Mittagszeit – für Beschattung sorgen
Besondere Vorsicht sei zur Mittagszeit geboten: Zwischen 12 und 14 Uhr sollte der Großteil der Arbeiten in den Schatten verlegt werden. Außerdem seien regelmäßige Pausen im Schatten notwendig. „Hier gilt: Viele kurze Ruhephasen sind besser als wenige lange Pausen. Schon ein einfaches Sonnensegel kann für den nötigen schattigen Platz sorgen“, so Achim Bartels.
- Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Hamburg: https://hamburg.igbau.de/
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