Hansestadt-News: Plattform am Kreidebergsee, Pläne für Kaltenmoor und Am Weißen Turm und Neues auf Spielplätzen
Über Vorhaben in den Sanierungsgebiete Kaltenmoor und Am Weißen Turm informierte die Hansestadt kürzlich im Begleitausschuss. Außerdem: Gleich im neuen Jahr wird die Plattform für den Kreidebergsee gebaut. Und auf den mehr als 120 öffentlichen Spiel- und Bolzplätze gibt es immer etwas zu tun – hier ein aktueller Überblick.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 26./27.11.2025
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Grafik: Hansestadt Lüneburg / LILASp, A. Calitz.
I. Sanierungsgebiete Kaltenmoor und Am Weißen Turm: Stadt stellt Projekte im Begleitausschuss vor
Grafik: Hansestadt Lüneburg / LILASp, A. Calitz. Visualisierung der geplanten Plattform am Kreidebergsee.
In der Sitzung des Begleitausschusses „Sozialer Zusammenhalt“ am 25. November 2025 stellte die Hansestadt Lüneburg die kommenden Vorhaben für die Sanierungsgebiete Kaltenmoor und Am Weißen Turm vor. Außerdem gab es einen Überblick über die Quartiersarbeit im Jahr 2025. Das Bundesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Kommunen dabei, integrierte und lebenswerte Quartiere zu entwickeln. Mit den vorgestellten Projekten setzt die Hansestadt Lüneburg diese Zielsetzung weiter konsequent um.
Kaltenmoor: Maßnahmen für mehr Sicherheit, Aufenthaltsqualität und Begegnung
Für das Sanierungsgebiet Kaltenmoor wurde die Planung bis zum Abschluss der Sanierung vorgestellt. Dabei geht es um folgende Vorhaben:
- Verbesserung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität im Bereich der Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Straße und der Kurt-Huber-Straße. Vorgesehen sind hier unter anderem eine Einbahnstraßenregelung, neue Aufpflasterungen zur wirksamen Geschwindigkeitsreduktion, zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten, breitere Gehwege und Begrünungsmaßnahmen. Damit sollen die Schulwege sicherer gestaltet und den Verkehrsraum übersichtlicher geordnet werden. Die konkrete Ausgestaltung wird in einer Bürgerbeteiligung im kommenden Jahr vorgestellt.
- Das städtische Gebäude der ehemaligen AWO-Kita (Graf-Moltke-Straße 12) steht leer. Eine umfassende Analyse soll klären, welche Bedarfe im Quartier bestehen und welche Optionen – Sanierung, Umbau, Zwischennutzung oder Neubau – wirtschaftlich und funktional sinnvoll sind.
- Weitere Maßnahmen sind die Sanierung der Wohnwege in der Wilhelm-Leuschner-Straße, eine neue Platzgestaltung rund um den JuLe-Treff sowie die Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsorte für die kommenden Jahre vorgesehen. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushalts- und Fördermittel.
Am Weißen Turm: Multifunktionsfeld startet 2026
Im Sanierungsgebiet Am Weißen Turm ist ein neues Multifunktionsfeld für Jugendliche geplant. Die Planungen wurden eng durch junge Bewohner:innen begleitet. Nach dem Aus für das ursprünglich gewünschte Ballspielfeld wurde eine Lösung erarbeitet, die im Quartier breite Zustimmung findet. Das neue Multifunktionsfeld soll ein wichtiger Treffpunkt für Bewegung, Spiel und Begegnung werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2026 starten.
Stadtteil-Management in Kaltenmoor und Am Weißen Turm mit breitem Angebot
Neben den baulichen Projekten wurde im Ausschuss auch die Quartiersarbeit aus dem Jahr 2025 präsentiert. Die Projekte des Jahres zeigen ein breites Spektrum an Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen – von kulturellen Aktivitäten über generationsübergreifende Begegnungen bis hin zu Bildungs- und Beteiligungsformaten in beiden Quartieren.
„Vor allem durch den Einsatz vieler engagierter Bürger:innen und dem Einsatz des Quartiersmanagements können viele Projekte in den beiden Quartieren umgesetzt und das Miteinander gefördert werden“, betont Vivien Hoffmann, Teamleiterin Stadtsanierung bei der Hansestadt. „Dafür möchten wir uns bei allen Beteiligten ausdrücklich bedanken.“
- Hansestadt Lüneburg: Sanierungsgebiete in der Hansestadt Lüneburg – Infrastruktur ausbauen, Wohnqualität verbessern
II. Neue Aussichtsplattform am Kreidebergsee: Baustart Anfang 2026
Der Kreidebergsee, einer der beliebtesten Naherholungsorte der Stadt, wird weiter aufgewertet: Anfang 2026 startet am Ostufer der Bau einer neuen Aussichtsplattform, die einen besonderen Blick über den See eröffnet. Der Bereich Grünplanung hat die aktuellen Pläne jetzt im Umweltausschuss vorgestellt. Demnach sollen die Arbeiten im ersten Quartal 2026 umgesetzt werden – vor Beginn der Brutzeit.
Nachhaltige Bauweise für Naturerlebnis und Teilhabe
Die Plattform wird rund 65 Quadratmeter groß sein und über zwei jeweils 1,50 Meter breite Stege barrierearm erreichbar sein. Damit wird auch Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität ein komfortabler Zugang zum Ufer ermöglicht. Um den sensiblen Uferbereich zu schützen, entsteht die Plattform als schwimmende Konstruktion, die lediglich am Ufer verankert wird. „So reduzieren wir Eingriffe in Ufervegetation und Baumbestand auf ein Minimum“, so Keuter.
Die neue Plattform soll die Aufenthaltsqualität steigern, die Besucherlenkung am See verbessern und damit die empfindlichen Uferzonen an anderen Stellen entlasten. Ergänzend informieren künftig Tafeln über die ökologische Bedeutung des Kreidebergsees und schaffen damit vor Ort auch ein kleines Angebot zur Umweltbildung.
Bund und Land fördern mit 90 Prozent
Das Vorhaben ist – wie auch die geplante Erneuerung des Liebesgrund-Spielplatzes – Teil des Förderprogramms Grünband Innenstadt. Die Kosten für Bau und Planung belaufen sich auf rund 170.000 Euro, wovon 90 Prozent durch Fördermittel von Bund und Land gedeckt werden. Der städtische Eigenanteil liegt damit bei rund 17.000 Euro. Die neue Aussichtsplattform ist Teil einer umfangreichen Aufwertung des Kreidebergsees. Bereits umgesetzt wurden die Erneuerung und Erweiterung des Spielplatzes im Südwesten, die Wiederherstellung der alten Streuobstwiese im Westen, der freigestellte Aussichtspunkt im Norden sowie ein neuer Aufenthaltsbereich mit Bänken im Osten.
- Hansestadt Lüneburg: Sanierungsgebiet Grünband Innenstadt
- Lüne-Blog: Grünband Innenstadt zu Fuß am 2. Juli 2022: Viel Luft nach oben bei den Wegeverbindungen – 19.07.2022
Bei der Begehung des „Grünbands Innenstadt“ durch FUSS e.V. Lüneburg am 2. Juli 2022 ging es einerseits um die Grünanlagen, andererseits um die Wegeverbindungen. Wie gut ist man hier zu Fuß unterwegs? Ergebnis der Rückmeldungen: Es gibt noch viel Luft nach oben. Hoffnung macht, dass der beschlossene Rahmenplan genau die kritisierten Punkte aufgreift.

Der Fußweg zum Kreideberg ist gepflastert und geht dann in einen Sandweg über. Wer mit Rollator oder Rollstuhl von der Innenstadt aus zum Kreideberggelände möchte, hat schlechte Karten. Hoffentlich wird auch der Zugang hier verbessert, damit man von der Innenstadt aus die geplante Plattform erreichen kann. Foto: FUSS e.V. Lüneburg.
III. Neue Spielplätze und Spielgeräte in Lüneburg: Rückblick und Ausblick auf 2026
Mehr als 120 öffentliche Spielplätze, Spielpunkte und Bolzplätze bieten im Stadtgebiet Raum zum Spielen und Bewegen. Jedes Jahr erneuert die Hansestadt einzelne Anlagen vollständig oder modernisiert Geräte.
- Kurz vor dem Abschluss stehen derzeit die Arbeiten am Spielplatz Salzbrückerstraße in der Altstadt. Die neue Wassermatschanlage ist bereits aufgebaut, eingeweiht werden kann sie aber erst im Frühjahr – dann sind Rasen und Bepflanzung angewachsen und das Wasser kann nach der Frostperiode wieder eingeschaltet werden.
- Hanseviertel: Vom TÜV abgenommen wurden außerdem die umfangreichen Nacharbeiten am Spielplatz Tartuer Straße im Hanseviertel. Auch die Restarbeiten am Beton sind nahezu fertig, aufgrund des Frostes mussten die Arbeiten unterbrochen werden – die Freigabe des Spielplatzes erfolgt in den nächsten Tagen. Darüber hinaus entstanden im Hanseviertel zwei vollständig neue Anlagen, darunter ein Spielplatz speziell für Jugendliche.
- Beim Spielplatz Im Timpen an der Wallstraße steht die TÜV-Abnahme dagegen noch aus. Die Anlage wurde – unter anderem mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Spielen und Verweilen in der Stadt“ – komplett erneuert.
- Neue Klettertürme erhielten 2025 zudem die Spielplätze Ovelgönner Weg und Großer Garten in Oedeme.
- Noch in diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten am Kinderspielplatz Am Eichenhain in Häcklingen. Die Umsetzung hatte sich verzögert, weil die erste Ausschreibung ohne Ergebnis geblieben war.
- Noch 2025 soll zudem der Aufbau eines neuen Spielturms mit Schwebebahn, Kletterbrücke und Rutsche auf dem Spielplatz an der Leipziger Straße im Stadtteil Kreideberg starten.
Für 2026 geplant: Erneuerung der Spielplätze Auf der Rübekuhle in der Altstadt und im Liebesgrund.
Für 2026 plant die Hansestadt die vollständige Erneuerung der Spielplätze Auf der Rübekuhle in der Altstadt sowie im Liebesgrund. Der Liebesgrund-Spielplatz wird nicht aus dem allgemeinen Spielplatzetat, sondern über das Förderprogramm Grünband Innenstadt finanziert. Zusätzlich stehen dem Bereich Grünplanung im kommenden Jahr höhere Mittel für den Austausch einzelner Geräte und auch für die Spielplatzsanierung zur Verfügung. „Wir werden diese Mittel nutzen, um insbesondere Bolz- und Basketballplätze in den Blick zu nehmen aber natürlich auch, um bei den Ersatzgeräten aufzuholen“, erläutert Bereichsleiterin Constanze Keuter.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Die neue Wassermatschanlage auf dem Spielplatz Salzbrückerstraße in der Altstadt wird im kommenden Frühjahr eingeweiht.
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