Foto: Seniorenbeirat Lüneburg. Ein vollbesetzter Saal bei der Info-Veranstaltung des Seniorenbeirats am 19. November 2025 zeigte: Das Thema Wohnen bewegt Menschen in Lüneburg.

Landkreis Lüneburg lädt ein: Regionale Arbeitskreise zu Alter und Pflege am 21. und 28. Januar 2026

„Länger zuhause leben – selbstbestimmt und aktiv bis ins hohe Alter“ – das soll Leitziel sein im Landkreis Lüneburg. Im Januar 2026 starten nun vier regionale Arbeitkreise – in Lüneburg, Bardowick, Neetze und Embsen. Alle, die im Bereich Alter und Pflege tätig sind, sind eingeladen zu Austausch, Vernetzung und Kooperation.


Mitteilung von: Landkreis Lüneburg – Am: 14.01.2026
Online: https://www.landkreis-lueneburg.de – Foto: Seniorenbeirat Lüneburg (Archiv).


Regionale Konferenz Alter und Pflege (ReKAP): Landkreis Lüneburg lädt ein zu regionalen Arbeitskreisen

Foto: Seniorenbeirat Lüneburg (Archiv). Ein vollbesetzter Saal bei der Info-Veranstaltung des Seniorenbeirats am 19. November 2025 zeigte: Das Thema Wohnen im Alter bewegt Menschen in Lüneburg.

Von den rund 80.000 Einwohnenden in der Hansestadt ist bereits jede vierte Person über 65, Tendenz steigend. 80 Prozent aller Pflegebedürftigen werden in den nächsten 20 Jahren in ihrer häuslichen Umgebung versorgt werden müssen. Sicherzustellen, dass das auch klappt und sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, ist eine der größten Herausforderungen für Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland. 

„Herkulesaufgabe“ Pflege gelingt nur in Kooperation

Das sei eine „Herkulesaufgabe“, so die stellvertretende Landrätin und Vorsitzende der Regionalen Konferenz Alter und Pflege (ReKAP), Dr. Inge Voltmann-Hummes. Das könne nur gelingen, wenn alle Verantwortlichen in diesem Bereich gemeinwohl-orientiert zusammenhelfen. Der Landkreis hat daher vier Arbeitskreise vor Ort organisiert, zu denen Pflegepersonal, Fachleute, Ehrenamtliche und pflegende Angehörige herzlich eingeladen sind.

Treffen in Lüneburg, Bardowick, Neetze und Embsen

Ziel ist es, alle Zuständigen aus den Bereichen Pflege, medizinisch-therapeutische Versorgung und ehrenamtliche Arbeit mit älteren Menschen an einen Tisch zu holen und gemeinsam Strategien und Konzepte für die gemeindliche Versorgung zu entwickeln. Vier regionale Treffen sind vorbereitet, es wird jeweils um Anmeldung gebeten:

  • Mittwoch, 21.01.2026, 16 Uhr, Arbeitskreis Hansestadt, Sitzungssaal der Kreisverwaltung, Auf dem Michaeliskloster 4, 21335 Lüneburg
  • Mittwoch, 21.01.2026, 16 Uhr, Arbeitskreis Nord, Bewiker Huus, Große Str. 16, 21357 Bardowick
  • Mittwoch, 28.01.2026, 16 Uhr, Arbeitskreis Ost, Sporthalle Neetze, Von-Estorff-Str. 42, 21398 Neetze
  • Mittwoch, 28.01.2026, 16 Uhr, Arbeitskreis Süd, Mensa der IGS Embsen, Bahnhofstr. 62, 21409 Embsen
  • Anmeldung: Frau Elena Navas Ropero – Telefon 04131 26 1022, E-Mail elena.navasropero@landkreis-lueneburg.de.

Leitziel: Länger zuhause leben – selbstbestimmt und aktiv bis ins hohe Alter

„Der Landkreis Lüneburg hat sich dieser Aufgabe bereits mit Nachdruck angenommen“, erklärt Voltmann-Hummes. Unter Einbezug von Pflegediensten und -einrichtungen, Seniorenberatungen, Arzt- und Therapiepraxen, dem Senioren- und Pflegestützpunkt, pflegenden Angehörigen, mit Nachbarschaftshilfen, Sportvereinen, kirchlichen Seniorentreffs, Pflegekassen und Wohlfahrtsverbänden sei ein Leitziel erarbeitet worden: Länger zuhause leben – selbstbestimmt und aktiv bis ins hohe Alter.

Anstehende Aufgaben

Damit Menschen auch im Alter in ihrer Wohnung bleiben können, ist es notwendig, die Wohnumgebung altersgerecht weiterzuentwickeln. Beratungs-, Informations-, Kultur- und Bewegungsangebote in den Gemeinden müssen auf- und ausgebaut werden. Folgende Aufgaben stehen an:

  • Die Stadtteile und Sozialräume werden altersgerecht weiterentwickelt. Begegnungsräume mit Beratungs-, Informations-, Kultur- und Bewegungsangeboten werden auf- und ausgebaut.
  • Die medizinische und physiotherapeutische Versorgung von älteren Menschen im ländlichen Raum muss sichergestellt werden. Dafür müssen neue Formen der Zusammenarbeit gefunden werden.
  • Der Ausbau der Mobilitätsangebote ist notwendig. Auch die Digitalisierung ist zu unterstützen.
  • Damit Menschen auch bei steigendem Pflegebedarf in ihrer Wohnung bleiben können, muss altersgerechtes Wohnen gefördert werden. Die Gemeinden weisen dafür explizit Flächen in den B-Plänen aus.
  • Prävention und Gesundheitsförderung ist Schwerpunkt gemeinschaftlicher Seniorenarbeit in den Gemeinden und Quartieren.
  • Pflegebedürftigkeit darf nicht zum Verlust von sozialen Kontakten führen, sie wird bei allen Planungen der kommunalen Seniorenpolitik mitgedacht. Generationenverbindende Angebote fördern Möglichkeiten von intergenerativen Begegnungen.
  • Die Teilhabe von älteren Menschen erreicht alle, auch in ihrer Diversität.
  • Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement unterstützen ein aktives und selbstbestimmtes Leben von älteren Menschen.

Wer an diesen Zielen mitarbeiten, Wünsche an die Zukunft der Pflege im Landkreis Lüneburg formulieren oder die Strategien und Konzepte der Kreisverwaltung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, zu den öffentlichen Terminen der Arbeitskreise zu kommen.

Hintergrund: Regionale Konferenz für Alter und Pflege (ReKAP) 

Die nach dem Niedersächsischen Pflegegesetz vorgeschriebene Pflegekonferenz soll die Vernetzung aller Akteure in der Pflege fördern und dazu dienen, Handlungsfelder zu erörtern in denen auf lokaler Ebene Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung ergriffen werden können. Die Landkreise übernehmen hierbei eine moderierende und vernetzende Funktion.

Mehr bei Lüne-Blog

  • Regionale Konferenz für Alter und Pflege: Öffentlicher Termin am 22. September 2025 – 09.09.2025
    Ein deutlicher Anstieg der Pflegebedürftigen, Mangel an Pflegekräften und Überlastungen in der häuslichen Pflege: Für die Regionale Konferenz für Alter und Pflege gibt es jede Menge zu tun. Interessierte, Verantwortliche und Beteiligte sind eingeladen zum nächsten Treffen am Montag, 22. September 2025, nach Reppenstedt. Ziel ist Austausch und Vernetzung, die Weiterentwicklung der örtlichen Angebote und die Mitwirkung bei der kommunalen Pflegeplanung.
  • Seniorenbeirat Lüneburg: Wohnen und Pflege als Zukunftsaufgaben – 28.09.2025
    Von den rund 80.000 Einwohnenden in der Hansestadt ist bereits jede vierte Person über 65, Tendenz steigend. Damit wird das Thema Pflege immer wichtiger. Mit der Frage „Quo vadis, Pflege in Hansestadt und Landkreis?“ ruft der Seniorenbeirat Stadtgesellschaft und Lokalpolitik auf zum Austausch darüber – und zu konkreten Vorbereitungen. Bei der Info-Messe am Welt-Seniorentag am 1. Oktober 2025 im Museum Lüneburg sind Interessierte eingeladen, dazu ins Gespräch zu kommen.

Lünepedia: Seniorenbeirat

Der Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Hansestadt Lüneburg (SBR) ist ein alle fünf Jahre per Wahl neu besetztes Gremium zur Interessenvertretung der Senior*innen der Hansestadt Lüneburg. Er besteht seit 1978, ist ehrenamtlich, selbstständig und überparteilich. Der Seniorenbeirat setzt sich für die Belange älterer Menschen in der Stadtgesellschaft ein, berät bei Fragen, Wünschen oder Beschwerden. Er vertritt die Anliegen der Älteren in Planungen der Lüneburger Verwaltung und ist unter anderem in mehreren Gremien vertreten. 

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Seniorenbeirat

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