Foto: Pexels, Pixabay. Traurig schauender Junge.

Zwischenzeugnisse am 30. Januar 2026: „Erste-Hilfe-Tipps“ der Erziehungsberatung

Am Freitag, 30. Januar 2026, gibt es in den Schulen in Niedersachsen Zwischenzeugnisse, am Montag und Dienstag danach sind „Winterferien“. Für manche sind die Zeugnisse Grund zur Freude, für andere eher Kummer. Gelassen bleiben, rät Marco Flöß, Leiter der Erziehungsberatung in Winsen, und hat „Erste-Hilfe-Tipps“ für die Eltern parat. Auf Wunsch können sich Kinder, Jugendliche und Eltern auch für eine kostenlose Beratung anmelden.


Mitteilung von: Landkreis Harburg – Am: 21.01.2026
Online: https://www.landkreis-harburg.de/– Foto: Symbolfoto, Pixabay.


„Ein Zeugnis ist kein Urteil über den Menschen“

Zeugnistag: Die einen freuen sich auf Belohnungen für gute Noten, andere haben Angst, Bauchschmerzen und trauen sich kaum, ihren Eltern das Zeugnis zu zeigen. Zum Zeugnistag herrscht in der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Harburg Hochbetrieb und es melden sich vermehrt Eltern an. Zeugnisse sollte man aber nicht überbewerten, so Marco Flöß, Leiter der Erziehungsberatungsstelle in Winsen. 

„Die Sorgen der Eltern sind sehr naheliegend und nachvollziehbar“, weiß Flöß, doch er rät zu Gelassenheit. „Das Zeugnis ist eine Bilanz für den Moment, kein Urteil über den Menschen. Noten zeigen Leistung in einem Zeitraum. Sie sagen nichts über den Wert eines Menschen oder seine zukünftige Entwicklung“, betont der Diplom-Psychologe.

Schulschwierigkeiten können verschiedene Gründen haben

Manche Kinder schämen sich bei schlechten Noten und denken: „Es liegt (nur) an mir, dass ich schlecht bin in der Schule.“ oder „Ich bin wohl zu dumm, deswegen bin ich schlecht in Mathe.“ Dabei gebe es viele Gründe, warum Kinder in der Schule Schwierigkeiten haben. „Die Noten sind oft ein Symptom für andere Probleme.“

Der Wechsel einer Lehrkraft, Mobbing, Krankheit oder andere Sorgen und Konflikte könnten zum Beispiel zu Leistungsabfällen oder schlechten Noten führen. Das werde oft vergessen. Und Eltern sollten ihre Kinder generell nicht überfordern, sondern auch die individuelle Entwicklungssituation ihrer Kinder und die Lernbedingungen in der Schule im Blick haben.

Eltern: Auch Stärken wahrnehmen und loben – „Erste-Hilfe-Tipps“

Was sollten Eltern nun machen, wenn die Kinder ein schlechtes Zeugnis nach Hause bringen? „Ich rate vor allem, sich Zeit zu nehmen, Interesse zu zeigen und Ruhe zu vermitteln“, sagt Marco Flöß. „Dazu gehört auch, das Zeugnis zu würdigen und nicht nur Schwächen anzusprechen, sondern auch Stärken zu loben.“ Dann sei ein Gespräch über die Noten und die Schule möglich.
Zum bevorstehenden Zeugnistag hat der Diplom-Psychologe „Erste-Hilfe-Tipps“.

Das Gesamtbild in den Blick nehmen:

  • Darauf schauen, was konkret besser und schlechter geworden ist, nicht nur auf einzelne Noten achten.
  • Arbeits- und Lernverhalten mitlesen: Bemerkungen zu Mitarbeit, Konzentration, Hausaufgaben, Verhalten, Fehlzeiten geben wichtige Hinweise und erweitern die Perspektive.

Die Gründe finden:

  • Faktoren einbeziehen, die Auswirkungen auf Noten und Zeugnis haben – wie Schlaf, Bildschirmzeit, Konflikte, Schulwechsel, Lehrkraftwechsel, Stress, Mobbing, Krankheit.
  • Kinder einbeziehen, mit ihnen zusammen das Zeugnis durchsprechen, um ihre Sicht auf das Zeugnis zu verstehen: Was ist dir leicht und was schwer gefallen? Was hat dir geholfen? Was würdest du nächstes Halbjahr anders machen?

Nach vorn schauen:

  • Auf die Gefühle des Kindes eingehen und Verständnis für Gefühle wie Enttäuschung, Scham oder Ärger zeigen.
  • In einem weiteren Schritt kann man gemeinsam konkrete Ziele und Verbesserungsvorschläge formulieren und die dann auf kleine, realistische und erreichbare Zwischenziele aufteilen. Für mehr Verbindlichkeit kann es hilfreich sein, die Vereinbarungen schriftlich festzuhalten.

Erziehungsberatungsstellen der Landkreise bietet kostenlos Hilfe an 

Wenn gewünscht, bieten die Erziehungsberatungsstellen Hilfe an: Sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte unterstützen hier Eltern und Kinder dabei, Schulschwierigkeiten zu sortieren, die Ursachen zu verstehen und Lösungen und Verbesserungen in Angriff zu nehmen. Kinder, Jugendliche und Eltern können sich für Gespräche anmelden. Die Mitglieder des Teams sind erfahrene Fachkräfte, die Beratung ist vertraulich und kostenfrei.

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