ver.di: Aufruf zu Warnstreik an der Leuphana-Universität am 28. Januar 2026
Im Rahmen der Länder-Tarifrunde ruft die Gewerkschaft ver.di am 28. Januar 2026 auf zu Warnstreiks an ausgewählten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen und Bremen – so auch in Lüneburg. Die Demonstration beginnt hier um 10 Uhr Am Sande und endet um 12 Uhr auf dem Leuphana-Campus.
Mitteilung von: ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen – Am: 26.01.2026
Online: https://nds-bremen.verdi.de/presse/ – Foto: Matthias Klump, ver.di. Plakat mit der Aufschrift „Heute Streik“.
ver.di: Aufruf zu Warnstreik in Lüneburg am 28. Januar 2026
Mittwoch, 28. Januar 2026, 10:00 Uhr – Am Sande, Lüneburg – Abschlusskundgebung: 12 Uhr – Campus der Leuphana Universität
In der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder erhöhen Beschäftigte der Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen den Druck auf die Arbeitgeberseite. Am Mittwoch, 28. Januar 2026, findet ein bundesweiter Branchenstreiktag statt. Auch in Lüneburg ruft die Gewerkschaft ver.di zu einem Warnstreik an der Leuphana Universität auf. Zudem finden Warnstreiks in Bremen und ganz Niedersachsen statt, so in Göttingen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Osnabrück.
In Lüneburg ruft ver.di am Streiktag auf zur Demonstration um 10:00 Uhr Am Sande. Um ca. 10:45 findet eine Zwischenkundgebung am Lambertiplatz statt, gegen 12:00 Uhr endet die Demonstration dann auf dem Campus der Leuphana Universität.
Arbeitgeber „müssen sich bei den Tarifverhandlungen endlich bewegen“
„Beschäftigte aus dutzenden Hochschulen und Studierendenwerken setzen an diesem Tag ein starkes Zeichen in Richtung Arbeitgeber: Diese müssen sich bei den Tarifverhandlungen endlich bewegen“, sagt Ulrike Schilling, stellvertretende Fachbereichsleiterin für Gesundheit, Soziales, Bildung und Wissenschaft des ver.di Landesfachbereichs Niedersachen-Bremen. „Gerade in Zeiten großer technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine starke Wissenschaft – dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL): Auch in der zweiten Runde kein verbindliches Angebot
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verbindliches Angebot vorgelegt. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem will ver.di erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt.
Studentische Hilfskraft: Lohn liegt 8 Cent über dem Mindestlohn
„Der beste Arbeitgeber für Studierende sollte eigentlich die Universität sein. Dem ist aber leider nicht so. Als studentische Hilfskraft zu arbeiten, muss man sich leisten können. Unser Verdienst ist nur 8 Cent über dem Mindestlohn, die Vertragslaufzeit ist oft unter einem Jahr, die Kettenbefristungen schaffen Unsicherheit“, sagt Emil Jüchter, studentisch Beschäftigter an der Leuphana Universität. Ein Job an der Uni sei oft Türöffner für eine Karriere in Wissenschaft und Forschung. Die schlechten Arbeitsbedingungen sortierten jedoch aus, wer es sich leisten könne, diesen Weg zu gehen.
Mindeststandards werden nicht eingehalten
In der letzten Tarifrunde konnte ver.di immerhin eine sogenannte schuldrechtliche Vereinbarung erreichen, die Mindeststandards bei Bezahlung, Vertragslaufzeiten und Stundenumfängen vorsieht. Diese werden jedoch nicht überall eingehalten und können nicht individuell juristisch durchgesetzt werden.
- Gewerkschaft ver.di: Warnstreik am 28. Januar 2026 zur Länder-Tarifrunde
Im Rahmen der Länder-Tarifrunde ruft ver.di am 28. Januar 2026 zu Warnstreiks an ausgewählten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen und Bremen auf.
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- ver.di und GEW: Streik in Lüneburg am 21. Januar 2026 – Bildungsstreiktag am 29. Januar – 20.01.2026
Sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro – das fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in den Tarifverhandlungen TV-L für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder. Nun erhöht die Gewerkschaft den Druck. In Lüneburg wird am 21. Januar 2026 gestreikt, ein bundesweiter Bildungsstreiktag findet am 29. Januar 2026 unter anderem in Hamburg statt.

Grafik: GEW Niedersachsen. Aufruf zum Bildungsstreik der GEW und ver.di am 29. Januar 2026 in Hamburg.
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