Rot-Grün in Niedersachsen: Infrastruktur stärken für mehr Rad- und Wandertourismus
Radfahren und Wandern sind als Freizeitaktivitäten in Niedersachsen hoch beliebt. Ein gemeinsamer Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen in Niedersachsen will beides sicherer und einfacher machen. So soll nachhaltiger Tourismus gefördert und neue Zielgruppen sollen erreicht werden.
Mitteilung von: Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag – Am: 02.02.2026
Online: https://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/landtag/ – Foto: S. Hermann, F. Richter, Pixabay
Rot-Grün will Rad- und Wandertourismus stärken
Schulz-Hendel und Mennen: Sichere Rad- und Wanderwege als Voraussetzung für erfolgreichen Aktivtourismus
Foto: Pixabay. Eine Gruppe von Radfahrenden unterwegs am Waldrand. Beispielfoto.
Über ein Drittel der Menschen in Niedersachsen nutzen das Rad für Tagesausflüge und Radreisen. Gleichzeitig geben aber 65 Prozent der Befragten an, sich im Straßenverkehr unsicher zu fühlen. „Zu wenig Rücksicht im Straßenverkehr, zu viele Fahrzeuge auf den Straßen und fehlende Radwege halten Menschen davon ab, das Rad zu nutzen“, so der grüne Landtagsabgeordnete Pascal Mennen aus Lüneburg. Auch bei den Wanderwegen besteht Handlungsbedarf. In einem gemeinsamen Antrag (20.01.2026) fordern die rot-grünen Regierungsfraktionen in Niedersachsen daher den touristischen Ausbau von Rad- und Wanderwegen.
Lücken im Radwegenetz schließen
„Radfahren und Wandern stärken nicht nur die Gesundheit, sie bringen auch wirtschaftlichen Aufschwung in ländliche Gegenden“, betont der Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Detlev Schulz-Hendel. „Wir können viel bewegen, wenn wir dazu beitragen, dass wir das Sicherheitsgefühl aller im Straßenverkehr erhöhen“, so Hendel. „Deswegen brauchen wir jetzt schnelle Lösungen, um Lücken im Radwegenetz zu schließen und die Sicherheit zu erhöhen.“
Schutzstreifen außerhalb von Ortschaften als Übergangslösung
Ein zentraler Punkt sei es, sogenannte Schutzstreifen für Radfahrende anzulegen. Sie sollen künftig auch außerhalb von Ortschaften möglich sein – als Übergangslösung, bis baulich abgetrennte Radwege entstehen können. „Schutzstreifen machen Menschen auf dem Fahrrad sichtbar und signalisieren: Hier haben sie Platz und Rechte“, sagt der Grünen-Politiker Mennen. Sie seien ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit und Akzeptanz.
Wanderwege beschildern und pflegen
Rot-Grün nimmt sich auch des Wandertourismus in Niedersachsen an. Noch seien viele Wege nur lückenhaft kartiert und schlecht gepflegt. „Wer wandern will, braucht klare Wege und gute Beschilderung“, stellt Mennen fest. „Wir wollen digitale Karten fördern, Knotenpunktsysteme ausbauen und die Verknüpfung mit Bus und Bahn verbessern, damit Urlauber*innen und Einheimische gleichermaßen profitieren.“ Mit gut beschilderten und digital auffindbaren Wegen sei es möglich, neue Zielgruppen zu erreichen und von Rad- und Wandertourismus zu profitieren.
Modernes, sicheres Netz für Rad- und Wandertourismus als Ziel
Erklärtes Ziel von Rot-Grün ist es laut Schulz-Hendel, ein modernes, sicheres Netz für Rad- und Wandertourismus zu knüpfen. „Denn nachhaltige Mobilität ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für unsere Region Lüneburg.“ Mit den Plänen von SPD und Grünen werde es Niedersachsen gelingen, seine Spitzenposition bei Radtourismus auszubauen und klimafreundliche Mobilität für alle zu fördern.
- Grüne Fraktion Niedersachsen – Antrag SPD/Grüne: Nachhaltige Mobilität in Urlaub und Freizeit: Rad- und Wanderwege touristisch ausbauen (PDF-Datei) – 20.01.2026
- Grüne Fraktion Niedersachsen: Tamina Reinecke: Rede zum touristischen Ausbau von Rad- und Wanderwegen – 29.01.2026
„Wo kurzfristig kein separater Radweg möglich ist, müssen Lücken durch Schutzstreifen geschlossen werden – sie machen sichtbar: Hier fahren auch Radfahrende. Ergänzt durch Tempolimits erhöhen wir die Sicherheit deutlich. Kombiniert machen die Maßnahmen touristische Rad- und Wandernetze sicher nutzbar.“ - Grüne Fraktion Niedersachsen: Stephan Christ: Rede zum Fahrradland Nummer 1 (Antrag SPD/Grüne) – 10.09.2026
„Wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Den Anteil des Radverkehrs auf mindestens ein Viertel zu steigern. Und dafür brauchen wir eine noch bessere – und eine möglichst durchgehende – Radwegeinfrastruktur. […] Und da müssen wir nichts schönreden: Da haben wir noch einiges zu tun.“
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Foto: Lüne-Blog. Wald und Wiese im Herbst. Nicht nur die Stadt Lüneburg ist sehenswert. Auch das Umland ist einen Ausflug wert. Gepflegte und beschilderte Wanderwege und eine ordentliche Radinfrastruktur locken Gäste an und stärken den nachhaltigen Urlaub.
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