Hier wird gebaut: Frühlingsboten, Ochsenmarkt, Planungen für den Kalkberg und Bavendorf-Dahlenburg
Der Frühling ist da, die Außenarbeiten starten: Am Lüneburger Ochsenmarkt wird der Schmutzwasser-Hauptkanal saniert, zwischen Bavendorf und Dahlenburg wird die Fahrbahn erneuert. Und im Umweltausschuss am 18. März 2026 stellte Constanze Keuter, Bereichsleiterin Grünplanung und Forsten, die Pläne für den Kalkberg vor.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 18./19.03.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.
I. Rund 13.000 Frühlingsblumen in Lüneburg: AGL pflanzt Frühjahrsboten
Foto: Hansestadt Lüneburg. Robert Naumann und Paul Minks von der AGL pflanzen Frühjahrsboten am St.-Stephanus-Platz.
Die Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH (AGL) bringt auch dies Jahr wieder frische Farben nach Lüneburg. Insgesamt 12.925 Frühlingsblumen setzen die Mitarbeitenden in Beete und Anlagen im gesamten Stadtgebiet. Bepflanzt werden unter anderem der St.-Stephanus-Platz, die Reichenbachstraße, die Bastionsstraße sowie mehrere Bereiche im Kurpark – darunter der Bereich rund um das Badehaus, der Konzertplatz und die Flächen an der Fontäne. Den größten Anteil machen in diesem Jahr Veilchen aus. Ergänzt werden sie durch Gänseblümchen und Vergissmeinnicht.
II. Lüneburg Am Ochsenmarkt: Arbeiten am Schmutzwasserkanal beginnen am 24. März 2026
Im Auftrag der Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH (AGL) finden ab Dienstag, 24. März 2026, in der Straße Am Ochsenmarkt Arbeiten am Schmutzwasser-Hauptkanal statt. Voraussichtlich bis zum 11. April 2026 wird dort gebaut. Der Gehweg gegenüber vom Amtsgericht wird für die Bauzeit gesperrt. Für zu Fuß Gehende wird ein Notweg eingerichtet. Auch die Fahrbahn ist verengt. Kfz- und Radverkehr können jedoch weiterhin passieren. Die Bushaltestelle „Rathaus“ wird ebenfalls weiterhin bedient.
III. B216 / L232 Bavendorf-Dahlenburg: Vollsperrung und Fahrbahn-Erneuerung ab 30. März 2026
Ab dem 30. März 2026 wird auf der B216 zwischen Bavendorf und Dahlenburg die Fahrbahn erneuert. Die Arbeiten sollen drei Monate dauern. Die Fahrbahn ist voll gesperrt, mit Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen.
Die Bautätigkeiten werden in drei Bauabschnitten umgesetzt.
- Der erste Bauabschnitt umfasst die Fahrbahnerneuerung innerhalb der Ortschaft Bavendorf. Auch der vorhandene Radweg wird dabei in Teilen erneuert. In der gesamten Ortsdurchfahrt erfolgt zudem die Instandsetzung des Regenwasserkanals – überwiegend im sogenannten „Inliner-Verfahren“. Dabei wird der beschädigte Kanal von innen saniert, ohne ihn auszugraben. Im Sinne der Verkehrssicherheit werden außerhalb der Ortsdurchfahrt Bavendorf im Bereich der B216 Richtung Lüneburg bis zum Abzweig Radenbeck Schutzplanken errichtet. Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt werden etwa vier Wochen dauern.
- Der zweite Bauabschnitt reicht von Bavendorf bis zur Ortsumgehung Dahlenburg. Im Zuge der Fahrbahnerneuerung werden zwei Bushaltestellen barrierefrei hergestellt – und auch die Deckschicht des Radweges wird erneuert. Ferner werden entlang der B216 Schutzplanken errichtet. Für diese Arbeiten sind ca. sechs Wochen eingeplant.
- Der dritte Bauabschnitt betrifft die Fahrbahnerneuerung im Bereich der L232 vom Abzweig der B216 bis zum Ortseingang Dahlenburg. Hierfür sind rund zwei Wochen vorgesehen.
Die Umleitungen sind ausgeschildert. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen ca. 3,5 Mio. EUR und werden von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen getragen.
- Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: B216/L232: Erneuerung der Fahrbahn zwischen Bavendorf und Dahlenburg ab 30. März 2026
IV. Kalkberg: Hansestadt plant behutsame Sanierung und Aufwertung
Der Lüneburger Kalkberg, einstige Gipshöhe über dem Salzstock der Stadt und heute Naturschutzgebiet mitten in Lüneburg, soll in den kommenden Jahren behutsam saniert und weiterentwickelt werden. Über Jahrhunderte wurde hier Gips abgebaut, bevor der Abbau in den 1920er-Jahren endete. Seit den 1930er-Jahren steht der Bereich unter Schutz. Bis heute bietet er einen weiten Panoramablick über die Stadt. Die Pläne zur Umgestaltung stellte Constanze Keuter, Bereichsleiterin Grünplanung und Forsten, am 18. März 2026 im Umweltausschuss vor.
Aufwertung der Aussichtsplattform und Sanierung der Treppenanlage
„Im Mittelpunkt des Vorhabens steht eine Aufwertung der Aussichtsplattform und eine Sanierung der Treppenanlage. Zugleich sollen Besucher:innen mit Blick auf den Tier- und Pflanzenschutz besser gelenkt werden“, erläutert Constanze Keuter. Denn aktuell gibt es viel genutzte Trampelpfade und zu viel Aufenthalte mitten in dem empfindlichen Ökosystem, das insbesondere für Fledermäuse und Leuchtkäfer, aber auch für Brutvögel, Wildbienen und Reptilien bedeutsam ist.
Steganalage zur Besucherlenkung geplant
Um das zu verhindern, soll künftig eine Steganlage den Kalkberggrund durchqueren. Damit wird der Kalkberggrund erstmals auch barrierearm nutzbar sein, etwa für Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhl. „Durch Infotafeln und eine Wegeführung, die Rücksicht auf Naturschutzbelange nimmt, wollen wir einen Kompromiss zwischen Naturschutz und Naherholung schaffen“, betont Keuter.
Vorkonzept mit zwei Bauabschnitten – Beginn 2026 oder 2027
Ende 2025 hatte die Hansestadt die Planungsleistungen an das Büro Lichtenstein Landschaftsarchitekten vergeben, jetzt wurde ein erstes Vorkonzept mit zwei Bauabschnitten vorgestellt. Im ersten Bauabschnitt sollen die Eingangsbereiche, die Aussichtsplattform sowie Wege und Treppenanlagen erneuert beziehungsweise instandgesetzt werden. Der zweite Bauabschnitt soll dann den Kalkberggrund und die Steganlage in den Blick nehmen. Startschuss für die Maßnahmen, die im Rahmen des Förderprogramms Grünband Innenstadt umgesetzt werden, könnte Ende diesen Jahres oder 2027 sein.
Information und Beteiligung
Begleitend zur baulichen Umsetzung wird die Hansestadt vorhandene Beschilderungen erneuern und neue, kleinere Infotafeln an Aussichtsplattform und Steg ergänzen. Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt in enger Abstimmung mit Naturschutzverbänden wie dem BUND. Ziel ist es, Wissen zum „Wald in der Stadt“, zur besonderen Geologie des Kalkbergs und zu den Arten am Standort anschaulich zu vermitteln und Besuchende zu rücksichtsvollem Verhalten zu motivieren.
- Landkreis Lüneburg: Naturschutzgebiet Kalkberg – Naturschutz mitten in der Stadt
- Lüne-Blog: Deutsche Wildtier Stiftung erforscht Fledermäuse im Lüneburger Kalkberg – 20.07.2025
Nur noch in Bad Segeberg gibt es ein so einzigartiges Fledermaus-Quartier wie im Lüneburger Kalkberg. Möglicherweise befindet sich in Lüneburg sogar ein Massen-Winterquartier mit seltenen Fledermausarten und ein einzigartiges Höhlen-Ökosystem. Das erforschte die Deutsche Wildtier Stiftung mit Hilfe von Videokameras, Lichtschranken und einem Ultraschall-Aufnahmegerät. Auch ein Artenspürhund kam zu Besuch.

Luftbild: Geodaten Hansestadt Lüneburg. Kalkberg von oben.
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Lünepedia: Kalkberg
Der Kalkberg ist ein Gipshut im westlichen Stadtgebiet von Lüneburg. Er wird als naturräumliche Singularität des Lüneburger Beckens eingestuft und somit als inselartiger eigener Naturraum. Hermann Billung baute in der Mitte des 10. Jahrhunderts auf dem Kalkberg eine Burg, welche bis Februar 1371 stand. Von ihr aus wurde das Fürstentum Lüneburg-Braunschweig regiert. Der Lüneburger Baurat Eduard Schlöbcke setzte durch, dass der Rest des Kalkbergs 1932 eines der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands wurde.
Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Kalkberg
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