Foto: BUND, NABU Lüneburg. Lüneburg. 16. März 2026: Bernhardt Stilke (BUND) und Anette Reinhardt (NABU) übergeben die Petition zum Stopp des Feuerwerks an den Sülzwiesen an OB Claudia Kalisch.

BUND und NABU: Mehr als 1000 Unterschriften gegen Feuerwerk auf den Sülzwiesen

Bei den beiden Volksfesten im Frühjahr und Herbst werden auf den Lüneburger Sülzwiesen jährlich Feuerwerke abgebrannt, direkt neben dem streng geschützten Naturschutzgebiet Kalkberg. Viele Anwohnende empfinden das jährliche Spektakel über ihnen als echte Bedrohung, klagen über Luftverschmutzung und Panikreaktionen bei Tieren. Eine Petition mit über 1000 Unterschriften übergaben BUND und NABU Lüneburg nun an OB Claudia Kalisch mit der Aufforderung, dort keine Feuerwerke mehr zu genehmigen.


Mitteilung von: BUND / NABU Lüneburg – Am: 18.03.2026
Online: s.u. – Foto: BUND / NABU Lüneburg


BUND und NABU übergeben über 1000 Unterschriften gegen das Feuerwerk auf den Sülzwiesen an OB Claudia Kalisch 

Foto: BUND, NABU Lüneburg. Rathaus Lüneburg, 16. März 2026: Bernhardt Stilke (BUND) und Anette Reinhardt (NABU) übergeben die Petition zum Stopp des Feuerwerks an den Sülzwiesen an OB Claudia Kalisch.

Bei den beiden Volksfesten im Frühjahr und Herbst auf den Lüneburger Sülzwiesen werden seit Jahren jeweils Feuerwerke abgebrannt. Einen Stopp fordern BUND Regionalverband Elbe-Heide und NABU Kreisgruppe Lüneburg. In einer Petition sammelten die Verbände dafür insgesamt 1049 Unterschriften. Am 16. März 2026 überreichen Bernhardt Stilke (BUND) und Anette Reinhardt (NABU) nun ihre Petition samt Unterschriften an Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Sie fordern, dass ab sofort keine Feuerwerke mehr auf den Sülzwiesen genehmigt werden. 

Naturschutzgebiet „Kalkberg“ beeinträchtigt

Dahinter stehen verschiedenen Gründe. Direkt neben den Sülzwiesen befindet sich das streng geschützte Naturschutzgebiet „Kalkberg“.  Das beherbergt eine Vielzahl an geschützten Vogel- und Fledermausarten, die strengen Schutz und Ruhe benötigen. Die Licht- und Knalleffekte haben besonders negative Auswirkungen auf die geschützte Tierwelt.

Anwohnende fühlen sich bedroht – Schadstoffe freigesetzt

Betroffene in direkter Nachbarschaft der Sülzwiesen fühlen sich von den Feuerwerken besonders beeinträchtigt. Es werden Schäden an Häusern und Gärten durch brennende Raketen- und Böllerteile befürchtet. Auch für Haustiere ist insbesondere der Lärm eine Zumutung. Es werden zudem unnötige Schadstoffe freigesetzt, die zur Luftverschmutzung beitragen und den Klimazielen der Stadt Lüneburg entgegenwirken.

Alternativen möglich – Drohnenshow im Dezember 2025

In Zeiten des Klimawandels ist es unerlässlich, umweltfreundliche Alternativen für Feierlichkeiten zu finden. Mit der Drohnen-Show am 16. Dezember 2025 hatte die Hansestadt Lüneburg ein positives Zeichen gesetzt – für Umwelt, Tier- und Menschenwohl und gegen Feuerwerke zu Silvester.

„Wir fordern, dass ab sofort auch ganzjährig keine Feuerwerke auf den Sülzwiesen neben dem Naturschutzgebiet Kalkberg genehmigt werden. Feuerwerke kosten viel Geld, das wesentlich sinnvoller eingesetzt werden kann. Die Hansestadt Lüneburg sollte mit gutem Beispiel vorangehen“, so das Fazit der beiden Verbände.

Mehr Information und Kontakt

Mehr bei Lüne-Blog

  • #BöllerCiao: NABU und BUND sammeln Unterschriften für Feuerwerksverbot auf den Sülzwiesen – 20.12.2025
    Im Rahmen von Volksfesten werden auf den Lüneburger Sülzwiesen jährlich zwei Feuerwerke abgebrannt. Direkt daneben liegt das streng zu schützende Naturschutzgebiet Kalkberg. Nachdem die Drohnenshow über dem Marktplatz am 16. Dezember 2025 eine Alternative aufgezeigt hat, fordern NABU und BUND Lüneburg nun, diese Feuerwerke künftig nicht mehr zu genehmigen. Unterschriftenlisten stehen zum Herunterladen online bereit.
  • Statt Feuerwerk: Drohnenshow über Lüneburg am 16. Dezember 2025 – 12.12.2025
    Mit großer Unterstützung fordert das Bündnis #BöllerCiao der Deutschen Umwelthilfe ein bundesweites Anwendungsverbot privater Pyrotechnik. Als anschauliche Alternative bringen rund 200 Drohnen am 16. Dezember 2025 um 19 Uhr den Marktplatz in Lüneburg zum Leuchten.
Foto: C. Hartig. #BöllerCiao - so die Leuchtschrift der Drohnenschau der Deutschen Umwelthilfe am 16.12.2025 über dem Gerichtsgebäude am Marktplatz Lüneburg.

Foto: C. Hartig. #BöllerCiao – so die Leuchtschrift der Drohnenschau der Deutschen Umwelthilfe am 16.12.2025 über dem Gerichtsgebäude am Marktplatz Lüneburg.

 

Foto: C. Hartig. Auch die Lüneburger Stadtmarke Mons-Pons-Fons hatten die Veranstalter in ihrer Show vorbereitet.

Foto: C. Hartig. Auch die Lüneburger Stadtmarke Mons-Pons-Fons hatten die von der Deutschen Umwelthilfe beauftragten Veranstalter in ihrer Show vorbereitet.

Lünepedia: Der Kalkberg – eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands

Der Kalkberg ist ein Gipshut im westlichen Stadtgebiet von Lüneburg. Er wird als naturräumliche Singularität des Lüneburger Beckens eingestuft und somit als inselartiger eigener Naturraum.

Der Lüneburger Baurat Eduard Schlöbcke setzte durch, dass der Rest des Kalkbergs 1932 eines der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands wurde. Der ehemalige Steinbruch ist noch an schroffen Steilwänden erkennbar. Am Grund des Kalkbergs existiert ein kleines Feuchtbiotop mit Schilfflächen und Sumpfzonen. Die Felswände weisen nur eine sehr spärliche Vegetation mit Tieren und Pflanzen der Trockenrasengesellschaften auf. Auf einer Fläche von 3,6 Hektar siedelten sich 180 Arten von Blütenpflanzen an, darunter einige wärme-, licht- und kalkliebende Arten, die sonst nur im südlichen Mitteleuropa beheimatet sind. Einige kleinere Höhlen werden von Fledermäusen bewohnt.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Kalkberg

Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Parteien, Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/

Lüne-Blog kannst du auch lesen bei:

Lüne-Blog bei Telegram Mastodon

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Im Rahmen der DSGVO notwendige Bedingungen - bitte lesen und akzeptieren:
Wenn du das Formular abschickst, werden Name, E-Mail-Adresse und der eingegebene Text in der Datenbank gespeichert. Für weitere Informationen wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung: mehr

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.