IGS Kreideberg. Foto: Hansestadt Lüneburg.

Gymnasiale Oberstufe für IGS Kreideberg: Neue Klassen brauchen mehr Räume

Am 10. Januar 2025 hatte das Regionale Landesamt der Hansestadt die Genehmigung für eine gymnasiale Oberstufe an der IGS Kreideberg erteilt. Doch wohin mit den neuen Klassen? Ein Neubau ist in Planung. Im Schulausschuss am 18. Februar informierte die Verwaltung über mögliche Übergangslösungen. 


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 20.02.2025
Online: mehr – Foto: Hansestadt Lüneburg


Gymnasiale Oberstufe für IGS Kreideberg: Hansestadt prüft Lösungen für mehr Raum-Kapazitäten 

Die räumlichen Kapazitäten der IGS Kreideberg sind ausgeschöpft. Im aktuellen Schuljahr ist bereits der komplette fünfzügige neunte Jahrgang der IGS in der benachbarten Grundschule Kreideberg untergebracht.

Wenn ab dem kommenden Schuljahr die gymnasiale Oberstufe schrittweise an der IGS Kreideberg eingeführt wird, wächst der Raumbedarf weiter. Wie lässt sich diese Herausforderung meistern? Darüber informierte die Verwaltung der Hansestadt in der Sitzung des Schulausschusses am 18. Februar 2025.

Neubau vorgesehen – Übergangslösung gesucht

„Der erhöhte Bedarf betrifft sowohl allgemeine Unterrichtsräume als auch Fachunterrichtsräume“, sagt Marvin Miekautsch, Bereichsleiter Schulen bei der Hansestadt. Ein neues Oberstufenzentrum mit zwei Geschossen ist bereits geplant und befindet sich aktuell in der Genehmigungsphase. Insgesamt zwölf allgemeine Unterrichtsräume, dazu Neben- und Sanitärräume sowie zusätzliche Räumlichkeiten im Erdgeschoss für das Stadtteilhaus KredO sind darin vorgesehen.

Planmäßiger Baubeginn ist in 2026, Fertigstellung voraussichtlich 2028. „Bis dahin brauchen wir eine gute Übergangslösung“, weiß der Bereichsleiter Schulen.

Elfter Jahrgang der IGS soll ins Souterrain der Grundschule Kreideberg

Dazu geht der Blick wieder in die Nachbarschaft: In Gesprächen zwischen Verwaltung, IGS und Grundschule Kreideberg fiel die Entscheidung, den künftigen elften Jahrgang der IGS im Souterrain der Grundschule unterzubringen. Dort gibt es Räume, die die Gebäudewirtschaft der Hansestadt bis zum Sommer 2025 entsprechend herrichten wird.

„Mobiliar und digitale Präsentationsmedien sind schon vorhanden. Die Arbeiten am Netzwerk und die brandschutztechnische Ertüchtigung sind annähernd abgeschlossen“, erklärt Marvin Miekautsch.

Mögliche Alternativen: Unterrichtscontainer vor der Herderschule belegt – Oberschule Bardowick zu entfernt

Die Stadtverwaltung hat auch geprüft, ob die Unterrichtscontainer vor der Herderschule für den allgemeinen Unterricht der IGS genutzt werden könnten. Dort gibt es jedoch aktuell keine freien Kapazitäten. Ein Ausweichquartier in der Oberschule Bardowick kommt nach Gesprächen mit der IGS nicht in Betracht.

Optional: Modulbauten hinter der Sporthalle am Kreideberg

Um mehr Räume für Fachunterricht zu schaffen, prüft die Verwaltung die Möglichkeit eines Modulbaus auf der Rasenfläche hinter der Sporthalle am Kreideberg. „Damit könnte der Flächenbedarf für den Fachunterricht Physik, Chemie, Biologie und Informatik gedeckt werden. Zusätzlich könnten Unterrichtsvorbereitungs- sowie Sanitärräume geschaffen werden“, erläutert Miekautsch.

Aber: „Der Bedarf an Containern wird mit den Jahren bis zur Fertigstellung des Oberstufenzentrums weiter ansteigen, sodass wir nicht nur Fachräume, sondern auch weitere allgemeine Unterrichtsräume benötigen.“

Bauzeit zwei Jahre – Wilhelm-Raabe-Schule als Alternativlösung

Planungs- und Bauzeit dauern dafür voraussichtlich rund zwei Jahre. Finanzierung, Personalressourcen, Vergaberecht, Genehmigungen und die Erschließung des Baufeldes müssen auch für einen solchen Systembau bedacht werden. Bis dahin könnte Fachunterricht teilweise in Räumen der Wilhelm-Raabe-Schule aufgefangen werden. Die Verwaltung steht hier in engem Kontakt mit der Schule. „Aktuell gibt es eine positive Tendenz“, sagt Marvin Miekautsch.

Gleichzeitig hoher Sanierungsbedarf an der IGS Kreideberg

Zusätzlich zur Raum-Knappheit besteht an der IGS Kreideberg nach wie vor ein hoher Sanierungsbedarf. Im Rahmen der vom Rat der Hansestadt beschlossenen gemeinsamen Schulentwicklungsplanung mit dem Landkreis Lüneburg soll dafür ein Masterplan entwickelt werden. Zusammen mit den Bedarfen anderer städtischer Schulen fließt auch die Entwicklung an der IGS Kreideberg in den Bildungspakt 2040 der Hansestadt Lüneburg ein.

Mehr Information und Kontakt

In Lüneburg gibt es eine Vielzahl an kommunale und privaten Schulen.

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