Aufruf zur Kundgebung vor der Ratsversammlung am 12. März 2026: Keine A39!
„Die Besetzung ist geräumt, unser Widerstand geht weiter: Keine A39!“ – unter diesem Motto ruft ein Bündnis von Umweltgruppen vor der Ratssitzung am Donnerstag, 12. März 2026, zu einer Kundgebung auf. Auf der Tagesordnung steht auch eine Anfrage von Marianne Esders (Die Linke) zu den Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und städtischen Unternehmen gegen die Waldbesetzung im Lüner Holz. Am 15. März laden Robin Wood und das KlimaKollektiv wieder zur Mahnwache ins Lüner Holz ein.
Mitteilung von: Bündnis gegen A39 – Am: 06.03.2026
Online: Robin Wood Hamburg-Lüneburg – Grafik: Sharepic, Aktions-Bündnis A39 stoppen.
Ratsversammlung am 12. März 2026: Umweltgruppen protestieren gegen Weiterbau der A39
Donnerstag, 12. März 2026, ab 16:00 Uhr – Ritterakademie, Am Graalwall 12, 21335 Lüneburg
„Die Besetzung ist geräumt, unser Widerstand geht weiter: Keine A39!“ – unter diesem Motto wird am Donnerstag, 12. März 2026, ab 16:00 Uhr wieder ein Bündnis von Umweltgruppen vor der Ritterakademie in Lüneburg protestieren. Dort tagt ab 17:00 Uhr der Rat der Hansestadt.
Nachfrage zu Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und städtischen Unternehmen
Bei der Sitzung wird es in Zusammenhang mit einer Anfrage von Ratsfrau Marianne Esders (Die Linke) um die Einsätze von Polizei, Feuerwehr und städtischen Unternehmen gegen die Waldbesetzung im Lüner Holz gehen. Klimaaktivist*innen hatten dort seit dem 13. Dezember 2025 mit einer Baumbesetzung gegen den Neubau der Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg protestiert.
„Erst wurde der legitime Protest im Lüner Holz geduldet, dann haben Polizei, AGL (Abwasser, Grün & Lüneburg Service GmbH) und Feuerwehr im Dezember 2025 ohne Vorwarnung die Bodeninfrastruktur der Protestversammlung beseitigt und im Januar 2026 schließlich die Baumbesetzung vollständig geräumt“, beschreibt Cécile Lecomte, aktiv beim KlimaKollektiv Lüneburg und bei ROBIN WOOD.
Existenzielle Gefahren durch den Klimawandel nicht ignorieren
„Klimaschutz ist kein Verbrechen. Der Bau einer neuen Autobahn aber schon”, ergänzt Anwohnerin Melanie Giesen, die sich dem Lüner Holz und der Natur sehr verbunden fühlt. „Waldsterben, Luftverschmutzung, globale Erwärmung – wir können uns nicht länger leisten, diese existenziellen Gefahren zu ignorieren. Es ist 5 nach 12 und schon jetzt zahlt die nächste Generation einen hohen Preis.“
Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung vor der Ratssitzung
Die Kundgebung soll zeigen, dass der Protest gegen den Bau der A39 mit der Räumung im Lüner Holz keineswegs abgeräumt wurde. Unterstützerinnen und Unterstützer sind aufgerufen, am Donnerstag, 12. März 2026, ab 16:00 Uhr zum Gebäude der Ratssitzung in der Ritterakademie, Am Graalwall 12, 21335 Lüneburg, zu kommen.
- Hansestadt Lüneburg: Ratsversammlung am 12. März 2026
- Robin Wood: Kommende Termine
Mehr Information und Kontakt
- Info-Seite „A39 stoppen“ mit Online-Petition: https://a39-stoppen.de
- BUND Elbe-Heide: Keine A39 – auch nicht durch Lüneburg
Der BUND Niedersachsen klagt gegen den 1. Bauabschnitt der A39 bei Lüneburg. Angesichts der ungewissen Gesamtkosten des Verfahrens bittet der BUND weiterhin um Unterstützung. - WeChange: KlimaKollektiv Lüneburg – Mastodon: https://norden.social/@Klimakollektiv_Lueneburg
- 🌳Mahnwache im Lüner Holz: Wieder am 15. März 2026
Immer am dritten Sonntag im Monat findet im Lüner Holz von 13 bis 15 Uhr eine Mahnwache statt. Bei Kaffee und Kuchen kann man sich hier über den aktuellen Stand informieren. Treffpunkt ist an der Fußgänger- und Radfahrer-Brücke im Lüner Holz (auf der Adendorfer Seite), Koordinaten: 53.2684 N, 10.4344 E, https://www.openstreetmap.org/way/818430132
Hintergrund: Anfrage von Ratsfrau Marianne Esders (Die Linke)
Im Dezember 2025 hatten Polizei und verantwortliche Behörden die Protest-Plattformen gegen den Ausbau der A39 im Lüner Holz aufgrund des Waldgesetzes und der Nds. Bauordnung als rechtlich nicht zulässig und „Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“ eingeordnet. Am 21.12.2025 fand dort ein größerer Polizeieinsatz statt.
Der werfe gravierende Fragen zur Rolle der Stadt Lüneburg sowie zur Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit der Amtshilfe durch städtische Organisationen auf, so Ratsfrau Marianne Esders (Die Linke) in ihrer Anfrage dazu an die Hansestadt. Besonders problematisch sei, dass die Stadt einerseits erklärte, die Baumhäuser zu dulden, andererseits jedoch mit der AGL und der Feuerwehr aktiv an der Räumung beteiligt war. Bei der Ratssitzung am 12. März 2026 soll es auch um diesen Tagesordnungspunkt gehen.
- Bürgerinfo Hansestadt Lüneburg: Anfrage „Räumung Lüner Holz“ (Anfrage von Ratsfrau Esders vom 21.12.2025)
- Lüne-Blog: KlimaKollektiv Lüneburg zur Räumung im Lüner Holz am 12. Januar 2026 – 13.01.2026
Die Räumung der Baumhäuser im Lüner Holz am Montag, 12. Januar 2026, sei – angesichts des friedlichen Protestes – unverhältnismäßig und möglicherweise nicht legal, stellt das KlimaKollektiv Lüneburg fest. Nachfragen zum Polizeieinsatz, auch am 4. Advent, kündigt auch Bundestagsmitglied Julia Verlinden (Grüne) an. Die Polizei nennt „Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“ als Grund für das Eingreifen.

Der Verlauf der geplanten Autobahn im Nordosten der Hansestadt Lüneburg. Quelle: Screenshot: YUNO Project-Atlas der Autobahn GmbH.
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Lünepedia: A39
Die A39, eigentlich Bundesautobahn 39, liegt in Niedersachsen und besteht derzeit aus zwei Teilstücken, nämlich einem zwischen Seevetal und Lüneburg (35 km) sowie einem bei Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter (70 km). Der nördliche Teil der A39 ist durch Umwidmung der A250 entstanden.
Seit 1.1.2021 ist die Autobahn GmbH für Planung, Finanzierung, Bau und Instandhaltung der Autobahn verantwortlich. Zwischen 2027 und 2030 soll die so bezeichnete „Lücke“ geschlossen werden und damit 105 km Autobahn neu gebaut werden – genauso viel, wie bisher vorhanden ist. Gegen dieses Bauvorhaben gibt es erheblichen Widerstand.
Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/A39
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