Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im April 2026
Schicksale und Geschichte stehen im Mittelpunkt der Lesungen des Literaturbüros im April 2026 und leuchten auf ganz verschiedene Weisen auf. Der Eintritt für Studierende ist an der Abendkasse frei. Die Lesungen und Veranstaltungen für den April 2026 gibt es hier in der Übersicht.
Mitteilung von: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Online: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/
Foto: Lüne-Blog. Literaturbüro Lüneburg, Ochsenmarkt 1a, Lüneburg
Literaturbüro im April 2026
Verena Lueken: Alte Frauen
Dienstag, 14. April 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Alter ist kein Ende, sondern ein Neubeginn. Verena Lueken zeichnet die inspirierenden Lebensentwürfe von Schriftstellerinnen und Künstlerinnen nach, in all ihrer Leidenschaft und Vitalität. Frauen wie Vivian Gornick, Jane Campbell, Carmen Herrera, Lucinda Childs oder Ulrike Edschmid haben sich neu erfunden oder immer weitergemacht. Manche schafften in hohem Alter dann den internationalen Durchbruch. Doch Rollenbilder? Gibt es kaum – von der freundlichen Oma mal abgesehen.
Verena Lueken prägte über viele Jahre das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Autorin und Kritikerin. Ihre journalistische Arbeit wurde ausgezeichnet, ihre Romane „Alles zählt“ und „Anderswo“ von der Presse gefeiert.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit
Montag, 20. April 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner lange verleugneten Geschichte und geht Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. In Zwischen- und Untertönen spürt sie das Verdrängte, die Leerstellen unserer Gesellschaft auf.
Judith Hermann wurde für ihr Werk bereits mit zahlreichen Preisen geehrt, u. a. mit dem Kleist-Preis, dem Friedrich-Hölderlin-Preis und dem Preis der LiteraTour Nord. Ihr Buch „Wir hätten uns alles gesagt“ basiert auf ihren Frankfurter Poetikvorlesungen im Frühjahr 2022 und wurde ebenfalls ausgezeichnet.
Juri Durkot: Tagebuch
Mittwoch, 22. April 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus – Eintritt frei!
Der Journalist, Filmemacher und literarische Übersetzer Juri Durkot lebt und schreibt in Lemberg, dem ukrainischen Lwiw. Er liest aus dem Tagebuch, das er seit dem ersten Morgen des großen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 führt, veröffentlicht über die Online-Ausgabe der Tageszeitung Die Welt. Seine Einträge vermitteln viel über das Leben und Denken im Alltag des Krieges.
Juri Durkot, geboren 1965 in Lwiw, studierte Germanistik und war bis 2000 als Diplomat im Dienst der Ukraine tätig. Seither arbeitet er als freier Journalist, Publizist, Übersetzer und Produzent.
Markus Orths: Die Enthusiasten | Thomas Lang: Melville verschwindet
Dienstag, 28. April 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
„Die Enthusiasten“ ist ein erzählerisches Feuerwerk über eine ziemlich besondere Familie, in der Geschichten zum Leben erweckt werden. Und über drei Geschwister, die eine innige Liebe und ein großer Verlust verbindet. „Literaturliebe trifft auf gruselige KI-Zukunftsvision“ textete der NDR.
Markus Orths, Jahrgang 1969, veröffentlichte u. a. den Roman „Lehrerzimmer“. Seine Bücher wurden in insgesamt achtzehn Sprachen übersetzt, manche verfilmt, zahlreiche ausgezeichnet. Außerdem schreibt er Kinderbücher.
„Melville verschwindet“: Der Erzähler Meander begibt sich auf die Spuren des amerikanischen Autors Herman Melville (1819–1891), der sich mit „Moby Dick“ in die Weltliteratur einschrieb. In seinem abenteuerlichen und tragischen Leben entdeckt sich Meander nun selbst. Und je weiter Melville verschwindet, umso mehr kommt Meander zum Vorschein.
Thomas Lang, geboren 1967, erhielt Preise für seinen Debütroman „Than“ (2002) und den Ingeborg-Bachmann-Preis für einen Auszug aus dem Roman „Am Seil“. Zuletzt erschien 2019 sein Roman „Freinacht“.
Mehr Information und Karten
- Literaturbüro Lüneburg: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/
- Aktuelles Programm: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/programm/
- Anschrift: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg
Telefon: 04131 309 3687
E-Mail: literaturbuero@stadt.lueneburg.de
Das Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus
Mit der Eröffnung des restaurierten Heinrich-Heine-Hauses am Ochsenmarkt in Lüneburg am 15. Januar 1993 nahm auch das Literaturbüro Lüneburg hier seine Tätigkeit auf. Heinrich Heines Besuche bei seinen Eltern, die von 1822 bis 1826 im zweiten Obergeschoss des Hauses wohnten, führten zur Namensgebung und dazu, hier einen Ort für Literatur und Literaturvermittlung zu schaffen.

Der Besuch lohnt auch aus architektonischen Gründen. Eingangshalle im Heinrich-Heine-Haus. Foto: Lüne-Blog
Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/


