Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im Februar 2026
Wie gelingen Beziehungen? Oder sind wir am Ende doch immer uns selbst am nächsten? Bei ihren Lesungen im Februar nehmen die Autorinnen und Autoren im Literaturbüro Lüneburg familiäre, persönliche und gesellschaftliche Beziehungen und Beziehungsprobleme in den Blick.
Mitteilung von: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Online: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/
Foto: Lüne-Blog. Literaturbüro Lüneburg, Ochsenmarkt 1a, Lüneburg
Literaturbüro im Februar 2026
Martin Lechner: Die Verwilderung
Dienstag, 17. Februar 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Marlies soll den Sommer vor dem Abitur bei ihrer verwirrten Oma verbringen, um ihr das Haus als Erbe abzuschwatzen. Da sieht sie plötzlich, dass ihr eine Klaue aus dem Finger wächst. Und die fängt an, ein unheimliches Eigenleben zu entwickeln … Eine rasende Suche nach Rettung beginnt und die Ereignisse überschlagen sich. Aus einer anfänglichen Coming-of-Age-Geschichte wird ein tragikomischer Roman über Angst, Scham und Selbstbehauptung.
Martin Lechner, geboren 1974, studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Sein Debütroman „Kleine Kassa“, „Der Irrweg“ (2021) und „Die Verwilderung“ (2025) spielen in „Linderstedt“, angelehnt an seine Heimatstadt Lüneburg. 2024 wurde er mit dem Dr.-Hedwig-Meyn-Preis der Hansestadt Lüneburg ausgezeichnet.
Milena Michiko Flašar: Der Hase im Mond | Gedankenspiele über Einsamkeit
Montag, 23. Februar 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
In „Der Hase im Mond“ erzählt Milena Michiko Flašar von Einsamkeit in verschiedenen Beziehungen: Ein Schriftsteller verliebt sich in eine Füchsin, ehemals Liebende werden aus Langeweile zu Voyeuren, einem passionierter Leser kommt erst der Bruder, dann die Frau auf völlig rätselhafte Weise abhanden … In „Gedankenspiele über Einsamkeit“ blickt sie auf ein Leben von der Geburt bis zum Tod. Wo gibt es Einsamkeit und warum? Sie beobachtet unterschiedliche Arten von Einsamkeiten und ihre positiven und negativen Aspekte.
Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, studierte in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ wurde über 100.000 Mal verkauft, als Theaterstück am Maxim Gorki Theater uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet.
Nicole Mayer-Ahuja: Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet – und wie es weitergehen kann
Mittwoch, 25. Februar 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Die da oben, wir hier unten – in der neuen Klassengesellschaft scheint Solidarität ein Fremdwort zu sein. Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja zeigt, wie sich Arbeit im Kapitalismus der Gegenwart verändert, wie Spaltungslinien zwischen Lohnabhängigen vertieft werden – und wo Potenziale liegen, um Unterschiedlichkeit und Konkurrenz zu überwinden und für gemeinsame Interessen einzutreten.
Nicole Mayer-Ahuja, geboren 1973, ist Professorin für Soziologie an der Universität Göttingen mit den Schwerpunkten Arbeit, Unternehmen und Wirtschaft. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Arbeit in historischer und transnationaler Perspektive, mit prekärer Beschäftigung und den Ausprägungen der Klassengesellschaft im 21. Jahrhundert.
Mehr Information und Karten
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- Aktuelles Programm: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/programm/
- Anschrift: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg
Telefon: 04131 309 3687
E-Mail: literaturbuero@stadt.lueneburg.de
Das Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus
Mit der Eröffnung des restaurierten Heinrich-Heine-Hauses am Ochsenmarkt in Lüneburg am 15. Januar 1993 nahm auch das Literaturbüro Lüneburg hier seine Tätigkeit auf. Heinrich Heines Besuche bei seinen Eltern, die von 1822 bis 1826 im zweiten Obergeschoss des Hauses wohnten, führten zur Namensgebung und dazu, hier einen Ort für Literatur und Literaturvermittlung zu schaffen.

Der Besuch lohnt auch aus architektonischen Gründen. Eingangshalle im Heinrich-Heine-Haus. Foto: Lüne-Blog
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