Foto: ambermb, Pixabay. Verängstigtes Kind auf dem Sofa.

Polizei Lüneburg/Amt Neuhaus: „Wer schlägt, geht!“ – Wegweisung nach häuslicher Gewalt

Dreimal in zwei Tagen musste die Polizei Anfang Februar 2026 in der Region Täter wegen häuslicher Gewalt aus der Wohnung verweisen und Strafverfahren einleiten. „Bitte schauen Sie nicht weg!“, bittet die Polizeiinspektion Lüneburg. „Melden Sie Verdachtsfälle häuslicher Gewalt – in akuten Fällen über den Notruf!“ Die Lüneburger Hilfeliste nennt Hilfsangebote in verschiedenen Sprachen und auch für Kinder und Jugendliche.


Mitteilung von: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – Am: 03./04.02.2026
Online: https://www.presseportal.de/blaulicht/ – Foto: Symbolfoto, Pixabay.


Polizei Lüneburg: „Wer schlägt, geht!“ – Häusliche Gewalt in Lüneburg und dem Landkreis

Foto: ambermb, Symbolfoto, Pixabay. Verängstigtes Kind auf dem Sofa. Von häuslicher Gewalt in der Familie sind immer auch die Kinder betroffen. 

  • Erst einmal für zehn Tage verwies die Polizei einen 36 Jahre alten Mann aus der gemeinsamen Wohnung in Lüneburg. Der 36-Jährige hatte in den Nachmittagsstunden des 02.02.2026 seine Ehefrau im Beisein seines Kindes geschlagen, so dass diese die Flucht ergriff und die Polizei alarmierte. Den Mann erwartet parallel ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.
  • In Polizeigewahrsam musste die Polizei in den Nachmittagsstunden des 02.02.2026 auch einen 33-Jährigen aus dem Amt Neuhaus nehmen. Der Mann hatte im gemeinsamen Wohnhaus seine Ex-Lebensgefährtin mit dem Tode bedroht, Gegenstände nach ihr geworfen und sie beleidigt. Parallel wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet und eine Wegweisung für 14 Tage ausgesprochen. Ergänzend wurde die Frau über mögliche unterstützende Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten aufgeklärt.
  • Am Abend des 03.02.2026 ereignete sich in einem Einfamilienhaus in Lüneburg ein Fall von häuslicher Gewalt. Dabei schubste ein alkoholisierter Mann seine Frau und beleidigte sie mehrfach. Bereits wenige Tage zuvor soll der Mann handgreiflich geworden sein. Der Mann erhielt eine Wegweisung von dem gemeinsamen Wohnhaus über 14 Tage. Zusätzlich wurde er in Gewahrsam genommen.

Hilfe bei Gewalterfahrung: „Schauen Sie nicht weg!“

Im Notfall 110 wählen!„Häusliche Gewalt kennt kein Geschlecht, kein Alter und keine Gesellschaftsschicht – jede/r kann betroffen sein. Bitte schauen Sie nicht weg!“, bitte die Polizeiinspektion Lüneburg. Egal ob im persönlichen Umfeld, in der Nachbarschaft oder im beruflichen Umfeld: Melden Sie Verdachtsfälle häuslicher Gewalt Ihrer zuständigen Polizeidienststelle – in akuten Fällen natürlich über den Notruf! Oder ermutigen Sie Opfer, selbst zur Polizei zu gehen. 

Verhaltensmuster von Macht und Kontrolle über anderen Menschen

Häusliche Gewalt oder auch Gewalt in Paarbeziehungen kann als ein Verhaltensmuster in jeder Beziehung definiert werden, das dazu dient, Macht und Kontrolle über einen anderen Menschen zu erlangen oder aufrechtzuerhalten. Dazu gehören alle Verhaltensweisen, die erschrecken, einschüchtern, terrorisieren, manipulieren, verletzen, demütigen, beschuldigen oder verletzen sollen. Häusliche Gewalt kann allen Menschen passieren und es kann in einer Reihe von Beziehungen auftreten, einschließlich verheirateter, zusammenlebender, sich verabredender oder in Trennung lebender Paare.

Lüneburger Hilfeliste steht online bereit

„Sind Sie oder andere von Gewalt im privaten/häuslichen Umfeld betroffen?“ – Die Lüneburger Hilfeliste bietet direkte Hilfe und nennt Ansprechpartner:innen – in verschiedenen Sprachen und auch für Kinder und Jugendliche.

Foto: PI Lüneburg. Christof Vietgen (Leiter des Lüneburger Einsatz- und Streifendienstes), Kathrin Richter (Präventionsteam der Polizei/Vorsitzende Runder Tisch gegen Gewalt in der Familie) und Holger Burmeister (Leiter des Zentralen Kriminaldienstes) mit der Flagge "Gegen Gewalt an Frauen".

Foto: Polizeiinspektion Lüneburg. Christof Vietgen (Leiter des Lüneburger Einsatz- und Streifendienstes), Kathrin Richter (Präventionsteam der Polizei/Vorsitzende Runder Tisch gegen Gewalt in der Familie) und Holger Burmeister (Leiter des Zentralen Kriminaldienstes) mit der Flagge „Gegen Gewalt an Frauen“.

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