
Wieder Schock-Anrufe von falschen Polizisten und angeblicher Staatsanwältin
Die Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht und sei jetzt in Untersuchungshaft. Für die Freilassung sei eine Kaution notwendig. Davon überzeugte eine angebliche Staatsanwältin ein Lüneburger Ehepaar. Dies übergab am 10. Juli 2025 vor dem Landgericht 25.000 Euro an eine Person, die damit verschwand … Eine Vielzahl von Menschen in der Region hatten solche betrügerischen Anrufe erhalten, warnt die Polizei, und rät zu Vorsicht und Misstrauen, wenn jemand Geld oder Wertsachen will.
Mitteilung von: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – Am: 11.07.2025
Online: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59488/6074586 – Grafik: Präventionskampagne der Polizeiinspektion Lüneburg (angepasst)
Vielzahl von Schock-Anrufen von angeblichen PolizistInnen oder StaatsanwältInnen
Grafik: Präventionskampagne der Polizeiinspektion Lüneburg. Enkeltrick, Schock-Anrufe, WhatsApp-Betrug: Darüber sprechen und weiterleiten!
Viele Menschen in der Region Uelzen und Lüneburg erhielten am Mittwoch und Donnerstag, 9./10. Juli 2025, sogenannte Schock-Anrufe von angeblichen PolizeibeamtInnen oder StaatsanwältInnen. Sie fielen nicht auf den Trick der Betrüger herein und informierten anschließend die Polizei. Betroffen waren BürgerInnen aus den Regionen Lüneburg, Amelinghausen, Uelzen, Bad Bevensen, Bad Bodenteich, Wrestedt, Ebstorf und Wriedel. Die Polizei gab über ihre WhatsApp-Kanäle Warnhinweise weiter.
Ehepaar in Lüneburg übergab 25.000 Euro auf der Straße als „Kaution“
Anders erging es leider einem älteren Ehepaar aus dem Landkreis Lüneburg. Diese erhielten am 10. Juli 2025 den Anruf einer angeblichen Staatsanwältin. Sie gab an, die Tochter des Ehepaars habe einen Verkehrsunfall verursacht und sei jetzt in Untersuchungshaft. Um die Freilassung der Tochter zu erwirken, sei nun eine Kaution von 25.000 Euro notwendig.
Das Ehepaar fiel leider auf den Schwindel herein und übergab in den Mittagsstunden auf der Straße vor dem Gebäude des Landgerichts Lüneburg, Am Markt, den Geldbetrag an eine unbekannte Person, die damit verschwand. Im Anschluss fiel der Schwindel auf, so dass sich das Ehepaar bei der Polizei meldete.
Tricks der Betrüger: Enkeltrick, Schockanrufe, falsche Polizeibeamte und WhatsApp-Betrug
Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang nochmals an die Präventionskampagnen gegen Enkeltrick, Schockanrufe, falsche Polizeibeamte und WhatsApp-Betrug. Wer ältere Verwandte hat, sollte mit ihnen präventiv über solche betrügerischen Anrufe sprechen. Die wichtigsten Grundsätze bei Anrufen von Unbekannten:
- Misstrauisch sein
- Kontaktaufnahme hinterfragen
- kein Geld überweisen
- keine Wertsachen übergeben
- die Polizei verständigen!
Mehr Information und Kontakt
- Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – mehr
- Polizeidirektion Lüneburg: Gemeinsam gegen „Schockanrufe, Enkeltrick, falscher Polizeibeamter, WhatsApp-Betrug & Co.“
- Online-Wache der Polizei: https://www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de/
Mehr bei Lüne-Blog
- Polizei warnt: Anrufe von falschen Polizisten – Senioren um viel Geld betrogen – 20.10.2025
Mit einer modifizierten Betrugsmasche versuchen falsche Polizeibeamte derzeit vor allem ältere Menschen hereinzulegen. Die Betrüger meldeten sich am Mittwochvormittag telefonisch bei einer 88-jährigen Frau in Heeslingen. Sie berichteten der Seniorin von der Festnahme von Einbrechern und dass man bei Ihnen eine Liste mit potenziellen Einbruchsobjekten gefunden habe. Darauf stünde auch der Name der Angerufenen. Um ihr Geld zu sichern, solle die Frau sechstausend Euro auf ein sogenanntes „Sicherungskonto der Polizei“ überweisen.
SPIEGEL TV: Schockanruf bei Deutschlands bekanntestem Kriminologen
Wie kann man auf einen solchen Schockanruf hereinfallen? Das kann jedem passieren: Der Kriminologe und ehemalige Justizminister von Niedersachsen, Christian Pfeiffer, berichtet aus eigener Erfahrung.
Hinweis: Mit Klick auf „Play“ bzw. „Ansehen auf YouTube“ wird das Video geladen. Sie erklären sich gleichzeitig damit einverstanden, dass dabei personenbezogene Daten an YouTube übermittelt werden. Weitere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutz-Hinweisen. Die Einwilligung in die Datenübermittlung an YouTube können Sie jederzeit unter den dortigen Cookie-Einstellungen widerrufen.
Ergänzung oder Korrektur? Bitte Mail an redaktion@luene-blog.de – danke!
Lüne-Blog veröffentlicht Pressemitteilungen, Berichte und Veranstaltungshinweise von Parteien, Verbänden und Zusammenschlüssen: https://luene-blog.de/ueber-uns/
Lüne-Blog kannst du auch lesen bei:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |