SPD Lüneburg: Energiewende gestalten, Standort stärken – Information und Podium am 9. Dezember 2025
Der Ausbau der erneuerbaren Energien bringt erhebliche Chancen mit sich, um die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zukunftsfähig zu gestalten, so eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Am 9. Dezember 2025 lädt die SPD Lüneburg ein zur Vorstellung der Studie und Podiumsdiskussion über Perspektiven für die Region. Mit dabei: Jakob Blankenburg (MdB), Sascha Spoun (Universität Lüneburg) und Mario Leupold (Wirtschaftsförderung Lüneburg).
Mitteilung von: SPD-Unterbezirk Landkreis Harburg – Am: 02.12.2025
Online: https://spd-lueneburg.de/ – Grafik: SPD Lüneburg (angepasst)
Energiewende gestalten: Studienvorstellung und Podiumsdiskussion am 9. Dezember 2025
Dienstag, 9. Dezember 2025, 18:30-20:30 Uhr – Kunstsaal Lüneburg, Marie-Curie-Str. 5, 21337 Lüneburg
Die Energiewende schreitet voran. Fossile Energieträger werden zunehmend durch erneuerbare Energiequellen ersetzt. in der Region Lüneburg ist bis zum Ende dieses Jahrzehnts mit dem Ausbau der Energieproduktion um rund 350 bis 500 Windkraftanlagen zu rechnen. Dies entspricht einer Leistung von etwa zwei Atomkraftwerken. Dieser Ausbau bringt Herausforderungen mit sich – und auch erhebliche Chancen, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region zukunftsfähig zu gestalten.
Erneuerbare Energien als Standortfaktor – Wirtschaftsstandort Lüneburg stärken
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat in diesem Zusammenhang ein bundesweites Gutachten zu den Standortvorteilen der erneuerbaren Energien vorgelegt. Die Studie zeigt: Unternehmen siedeln sich bevorzugt dort an, wo verlässlich und günstig erneuerbare Energie verfügbar ist. Für energieintensive Branchen ist das längst ein Standortfaktor. Regionen mit viel Wind- und Sonnenstrom haben klare Vorteile.
Podium mit Hanno Kempermann (IW Consult), Jakob Blankenburg, Sascha Spoun und Mario Leupold
Bei der Veranstaltung am Dienstag, 9. Dezember 2025, von 18:30 bis 20:30 Uhr im Kunstsaal Lüneburg wird Hanno Kempermann, Geschäftsführer von IW Consult, die Ergebnisse der Untersuchung vorstellen. Nach einem kurzen Input von Bundestagsabgeordnetem Jakob Blankenburg (SPD) soll mit lokalen Fachleuten darüber diskutiert werden, welche Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten sich daraus für unsere Region ergeben. Weitere Gäste bei der Podiumsdiskussion sind Sascha Spoun, Präsident der Leuphana Universität, und Mario Leupold, Wirtschaftsförderung Lüneburg.
Mehr Information und Anmeldung
- SPD Lüneburg: Energiewende gestalten – Studienvorstellung und Diskussion – 9. Dezember 2025
- Institut der Deutschen Wirtschaft: Die Bedeutung der Verfügbarkeit von Erneuerbaren Energien als Standortfaktor (Gutachten)
Der konsequente Ausbau vor allem der Wind- und Solarenergie stellt einen zentralen Beitrag zur Standortattraktivität und zum Erhalt bestehender Unternehmensstandorte dar. Der Norden Deutschlands schneidet im Vergleich zum Süden in der Bewertung deutlich besser ab.
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Umweltminister Christian Meyer: „Studie zeigt: Energiewende ist wichtiger Wirtschaftsmotor“
Mitteilung von: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz – Am: 03.12.2025 – Online: https://www.umwelt.niedersachsen.de/
9,5 Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung in der Region Hannover möglich
Die Energiewende ist nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sie bietet auch enorme wirtschaftliche Chancen und Standortvorteile. Das zeigt eine Wertschöpfungsstudie, die das Consulting Unternehmen DIW Econ im Auftrag der Region Hannover erstellt hat. „Die Studie zeigt eindrucksvoll: Die Energiewende lohnt sich nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich“, so Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer.
„Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine erfolgreiche Energiewende entstehen vor Ort viele neue Arbeitsplätze, regionale Unternehmen habe volle Auftragsbücher haben und die Kommunen profitieren. Das ist der beste Weg, die Menschen in den Niedersachsen für noch mehr Klimaschutz und eine erfolgreiche Energiewende zu gewinnen.“
Energiewende dient Wertschöpfung und neuen Arbeitsplätzen
Wenn die Energiewende alleine in der Region Hannover in dem bisher ambitionierten Tempo vorangetrieben wird, zieht das laut der Studie bis 2035 zusätzliche Investitionen von rund 24,9 Milliarden Euro nach sich. Dabei entstehen 9,5 Milliarden Euro an zusätzlicher Bruttowertschöpfung, 4.100 Arbeitsplätze pro Jahr werden gesichert oder neu geschaffen.
Zum Vorteil der kommunalen Finanzen
Auch die kommunalen Finanzen profitieren erheblich: Rund 470 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen werden für die kommenden elf Jahre prognostiziert. Jens Palandt, Klimadezernent der Region Hannover, betont: „Wenn wir die Energiewende jetzt energisch vorantreiben und die Menschen dabei mitnehmen, verschaffen wir uns einen erheblichen Standortvorteil. Fast 60 Prozent der Investitionen bleiben in der Region Hannover. Das ist ein enormer wirtschaftlicher Hebel für unsere Betriebe, schafft Arbeitsplätze und stärkt zugleich unsere regionale Energieunabhängigkeit, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit.“
Effekte der Energiewende bis 2035 untersucht
Die Studie analysiert die regionalökonomischen Effekte der Energiewende bis zum Jahr 2035. Dabei wurden sämtliche geplanten oder erwartbaren Investitionen in vier Bereichen betrachtet:
- Strom mit dem Bau von PV- und Windenergieanlagen, dem Ausbau von Stromnetzen und Batteriespeichern,
- Verkehr mit dem ÖPNV-Ausbau und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur,
- Gebäude und Wärme mit Gebäudesanierung, Heizungstausch und dem Ausbau der Fernwärmeversorgung und
- Industrie mit der Dekarbonisierung der Zementindustrie.
Fazit: Energiewende als „Riesenchance“
„Die Energiewende ist eine Riesenchance und eben nicht nur ein Klimaschutz-Projekt. Sie ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes – ökonomisch, technologisch und letztlich auch sicherheitspolitisch. Sie macht Deutschland unabhängiger, resilienter und langfristig wettbewerbsfähiger“, so Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer.
Daher müssten die ständigen Angriffe seitens des Bundes auf Förderprogramme für Gebäudesanierung, Elektromobilität, Wärmepumpen, die Ausbauziele der Erneuerbaren Energien, Grünen Stahl und Wasserstoff aufhören – denn sie würden nicht nur die Verbraucherinnen und Verbraucher sondern auch die Wirtschaft verunsichern.
- Landeshauptstadt Hannover und Region Hannover: Vom Klimaplan 2035 zum Standortvorteil – DIW-Studie für Hannover (PDF-Datei)
Regionalökonomische Effekte der Energiewende in der Region Hannover – Studie für die Region Hannover von DIW ECON
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