Amt für regionale Landesentwicklung: Sechs Förderbescheide für den Bezirk Lüneburg
Sechs Vorhaben im Bezirk Lüneburg sollen das Beantragen von Sozialleistungen vereinfachen, berufliche Kompetenzen stärken oder für mehr Inklusion sorgen. Mit Hilfe von EU-Geldern fördert das Programm „Soziale Innovation“ solche neuen Antworten auf soziale Herausforderungen. Sechs Förderbescheide von insgesamt über zwei Millionen Euro vergab Leiterin Karin Beckmann dafür in Lüneburg.
Mitteilung von: Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ArL Lüneburg) – Am: 30.01.2026
Online: https://www.arl-lg.niedersachsen.de – Foto: ArL Lüneburg.
Innovative Lösungen für soziale Herausforderungen: Landesbeauftragte Karin Beckmann überreicht Förderbescheide für sechs Projekte
Foto: Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg. Die Lüneburger Projektträger mit Landesbeauftragter Karin Beckmann nach der Bescheidübergabe. Von links: Wiebke Krohn Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e.V., MdL Philipp Meyn (SPD), MdL Anna Bauseneick (CDU), Kai Subel (berry2b GmbH), Prof. Dr. Remdisch (Leuphana Universität Lüneburg), Landesbeauftragte Karin Beckmann (ArL Lüneburg), Oana Klein und Claudia Kutzick (Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide), MdL Uwe Dorendorf (CDU), Stefani Thomas (ArL Lüneburg), Karen Wunsch (ArL Lüneburg), Christian Otto (Leuphana Universität).
Seit 2015 fördert das Land Niedersachsen mit dem Programm „Soziale Innovation“ Zukunftsprojekte. EU-Mittel tragen dazu bei, innovative Ideen in den Bereichen „Arbeitswelt im Wandel“ und „Daseinsvorsorge“ zu entwickeln und zu erproben. Sechs Projekte aus dem Amtsbezirk Lüneburg werden in der vierten Runde des Programms mit insgesamt über 2 Millionen Euro unterstützt.
Am Freitag, 30. Januar 2026, überreichte Karin Beckmann, Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ArL), im Behördenzentrum Auf der Hude die Förderbescheide. „Ich freue mich sehr, dass so viele Projekte aus meinem Amtsbezirk mit dieser Förderung wichtige Ideen für unsere Gesellschaft weiterverfolgen können“, so Beckmann.
- Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ArL Lüneburg): Soziale Innovation – erfolgreiche Regionalentwicklung aus und für Niedersachsen – 09.12.2024
Seit 2015 fördert das Land Niedersachsen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF+) mit der Richtlinie „Soziale Innovation“ des Niedersächsischen Europa- und Regionalentwicklungsministeriums Kommunen, gemeinnützige Organisationen und soziale Einrichtungen beim Erproben neuer Antworten auf die sozialen Herausforderungen unserer Zeit.
Die sechs geförderten Projekte im Überblick
Die Laufzeit der Projekte für diese Entwicklungs- und Erprobungsphase beträgt in der Regel 3 Jahre, der Fördersatz liegt bei 60 Prozent der Gesamtkosten.
1. Bonus Bot GmbH: Sozialleistungen finden und beantragen per App
Welche Sozialleistungen stehen mir zu? Wie und wo kann ich sie beantragen? Die KI-gestützte App „MeinLeistungsCheck (MLC)“ soll Privatleuten einen Überblick geben, ob ihnen zum Beispiel Bürger- oder Wohngeld zusteht und die Anträge automatisch erstellen. Einfache Fälle werden eigenständig bearbeitet, komplexe Fälle gezielt an Beratungsstellen weitergegeben. Die Anwendung wird zunächst in der Region Celle erprobt. Die Bonus Bot GmbH aus Celle erhielt für das Vorhaben eine Förderung von rund 360.000 Euro.
2. berry2b GmbH: Berufsmessen einfacher planen und verwalten
Ein digitales Planungswerkzeug zur Organisation von Berufsorientierungsmessen an Schulen will die GmbH berry2b aus Lüneburg entwickeln. Das Programm soll Lehrkräfte bei der Messeorganisation entlasten, die Kommunikation mit Unternehmen verbessern und Schülerinnen und Schüler gezielt mit relevanten Berufen in Kontakt bringen. Das Unternehmen erhält dafür eine Förderung in Höhe von rund 300.000 Euro.
3. BTO Barendorf und Ostfalia Hochschule: Inklusion stärken mit KI und Robotik
Roboter als Schlüssel zur Inklusion: Wie können sie zu mehr Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung beitragen – trotz dem anhaltenden Fachkräftemangel in Einrichtungen der Behindertenhilfe? Das Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide aus Barendorf im Landkreis Lüneburg möchte gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel als Kooperationspartner ein KI- und robotik-gestütztes Konzept entwickeln und erproben. Das Vorhaben wird mit 418.000 Euro gefördert.
4. Leuphana Universität Lüneburg: „VR Soft Skills Lab“ – berufliche Kompetenzen trainieren
Soziale und kommunikative Kompetenzen sind bei Justiz und Polizei von großer Bedeutung. Wie können sie mit Hilfe von Virtual Reality und KI gefördert und trainiert werden? Wie können KI-Tools bei der Lösung von Teilaufgaben unterstützen? In enger Zusammenarbeit mit der Praxis sollen Kompetenz- und Coaching-Modellen für juristische Fachkräfte und Polizeibedienstete entwickelt werden. Das Vorhaben der Leuphana Universität Lüneburg wird mit 170.000 Euro gefördert.
5. Oasia e.V. und Ostfalia Hochschule: Schutz und Integration im Arbeitsbereich für Frauen mit Behinderung
Arbeit ermöglicht soziale Teilhabe, Zugehörigkeit und stärkt das Selbstbewusstseins. Dies setzt voraus, dass der Arbeitsplatz als sicherer Raum wahrgenommen wird und individuelle Entfaltung erwünscht ist. Für Frauen mit Behinderung, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, gibt es jedoch keine sicheren, auf ihre Bedarfe zugeschnittenen Arbeitsplätze. Der Verein Oasia e.V. aus Hitzacker und die Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel wollen gemeinsam Konzepte für traumasensible Arbeitsplätze für Frauen mit Behinderung entwickeln. Ihr Vorhaben wird mit 390.000 Euro gefördert.
6. Queeres Netzwerks Nds. e.V.: Qualifizierte Trans-Fachberatungen in Niedersachsen
Bisher ehrenamtliche, peer-fokussierte Trans*Gesundheits- und Beratungsangebote sollen zu einem multi-professionellen, resilienten, flächendeckenden Netzwerk mit sechs qualifizierten Fachberatungen in Niedersachsen ausgebaut werden. Das hat sich das Projekt Trans* PARI des Queeren Netzwerks Nds. e.V. (Trans-Beratungsstelle Lüneburg) zur Aufgabe gestellt. Das Vorhaben wird mit 368.000 Euro gefördert.
Hintergrund: Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg
Von der Küste bis in die Heide, vom Wendland bis zur Weser: Das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg kümmert sich gemeinsam mit Kommunen und anderen Aktiven in der Region um die langfristige Lebens- und Standortqualität in den 11 Landkreisen zwischen Hamburg, Bremen und Hannover. Es ist zentraler Ansprechpartner vor Ort, wenn es um öffentliche Fördermittel geht und sorgt dafür, dass das Geld aus Brüssel, Berlin oder Hannover da ankommt, wo es die Entwicklung der Region dauerhaft stärken kann.
Von Raum- und Flurneuordnungsverfahren über Tourismus und Wirtschaftsförderung bis hin zu Städtebau und politischer Bildung: Jährlich werden eine Vielzahl von Beratungsgesprächen geführt, Veranstaltungen organisiert und Fördergelder der EU-Strukturförderung bewilligt.
- Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ArL Lüneburg): https://www.arl-lg.niedersachsen.de/

Foto: Lüne-Blog. Behördenzentrum Lüneburg, Auf der Hude 2. Hier ist ein Standort des Amts für regionale Landesentwicklung. Der andere ist in der Adolph-Kolping-Straße 14 in Lüneburg Neu Hagen.
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Wikipedia: Amt für regionale Landesentwicklung
Die Ämter für regionale Landesentwicklung (ÄrL), geleitet durch vier Landesbeauftragte, existieren seit 2014 in Niedersachsen anstelle der vorherigen Regierungsvertretungen. Die Zuständigkeitsgrenzen orientieren sich an den früheren Grenzen der Regierungsbezirke, wie sie von 1978 bis 2004 bestanden. Als Serviceeinrichtungen sollen die Beauftragten vor allem den ländlichen Raum mit seinen Regionen fördern und unterstützen. So sind sie zuständig für wesentliche Fragen der regionalen Landesentwicklung, der Regionalplanung und der Raumordnung, der Stadt- und Landentwicklung und der Wirtschaftsförderung, hier insbesondere bei der Umsetzung der Europäischen Strukturfonds.
Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_für_regionale_Landesentwicklung
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