„Schule zum Wohlfühlen“: 1. Lüneburger Bildungskonferenz am 17. Februar 2026 bringt Beteiligte zusammen
Nicht übereinander reden, sondern miteinander – so lässt sich das Konzept für die 1. Lüneburger Bildungskonferenz zusammenfassen. Am 17. Februar 2026 sollen hier Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen, Schulleitungen, Lehrkräfte, Verantwortliche und Elternvertretungen ins Gespräch kommen. Ziel sind Empfehlungen, wie eine Grundschule eine „Schule zum Wohlfühlen“ wird. Gemeinsam tragen Hansestadt, Landkreis und Leuphana Universität bei, Lüneburg zur Bildungsregion zu machen.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 09.02.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Lüne-Blog. Leuphana Universität – Zentralgebäude.
I. „Schule zum Wohlfühlen“: 1. Lüneburger Bildungskonferenz am 17. Februar 2026
Wie eine Grundschule eine „Schule zum Wohlfühlen“ sein kann, wissen wohl am besten die Kinder selbst: Deswegen stehen bei der 1. Lüneburger Bildungskonferenz Ideen, Erfahrungen und Wünsche von Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen im Mittelpunkt.
„Das Besondere an dieser Bildungskonferenz“, so Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, „ist, dass wir Schülerinnen und Schüler beteiligen – und nicht nur mit den Fachleuten über Kinder und ihr Lernumfeld sprechen.“ Die Hansestadt Lüneburg richtet die Konferenz am Dienstag, 17. Februar 2026, aus, in enger Zusammenarbeit mit der Leuphana Innovation Community Schulentwicklung und Leadership.
Vorbereitet von Studierenden – mit hundert Kindern aus sechs Grundschulen
Vier Themen haben Studierende der Leuphana Universität zusammen mit etwa 100 Kindern aus sechs Lüneburger Grundschulen vorbereitet: „Partizipation“, „Schule als Lebensort“, „Verpflegung“ und „Soziales Miteinander“. In altersgerechten Workshops haben die Kinder ihre Gedanken und Wünsche dazu eingebracht. Bei der Konferenz sollen auf dieser Grundlage Visionen und konkrete Empfehlungen entwickelt werden – für eine Schule zum Wohlfühlen.
Miteinander, statt übereinander reden: Konferenz führt alle Beteiligten zusammen
Die Konferenz ist nicht öffentlich. Eingeladen neben den Schülerinnen und Schülern der vorbereitenden Workshops sind auch Lüneburger Schulleitungen, Lehrkräfte, Verantwortliche aus Ganztagskoordination und Schulsozialarbeit und Elternvertretungen. Die Ergebnisse sind im Anschluss jedoch allen Lüneburger Grundschulen und auf der Internetseite der Stadt zugänglich.
Marcus Pietsch, Professor für Bildungswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, erklärt: „Die Schülerinnen und Schüler sind die Expertinnen und Experten für ihren Alltag. Wenn wir sie ernsthaft einbinden, ihnen zuhören und gemeinsam Lösungen entwickeln, statt nur Vorträge zu halten, wird die Konferenz ein Erfolg.“
Mehr Information
Die Veranstaltung ist ein Ergebnis der Lüneburger Stadtkonferenz, zu der Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch im Jahr 2024 unter dem Titel „Bildung im Wandel“ eingeladen hatte. Damals war deutlich geworden, dass ein regelmäßiger Austausch aller Beteiligten aus Theorie und Praxis zu einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung von Schule wichtig und hilfreich ist.
- Hansestadt Lüneburg: „Schule zum Wohlfühlen“ – 1. Lüneburger Bildungskonferenz am 17. Februar 2026
- Leuphana Universität: Eine Schule zum Wohlfühlen!? Bildungsdezernentin Gabriele Scholz und Marcus Pietsch, Professor für Bildungswissenschaft, im Gespräch
II. Landkreis und Hansestadt Lüneburg: Gemeinsamer Schulentwicklungsprozess gestartet
Von: Landkreis Lüneburg – Am: 12.02.2026 – Online: https://www.landkreis-lueneburg.de/
Mit einem Workshop am 4. Februar 2026 als Auftakt startete der gemeinsame Schulentwicklungsprozess für die weiterführenden Schulen in Landkreis und Hansestadt Lüneburg. Mit dabei waren Verantwortliche aus Schulen, Politik und Verwaltung. Das Ziel: eine zukunftsfähige Schulstruktur für 14 weiterführende Schulen des Landkreises und sieben weiterführende Schulen der Hansestadt. Nach insgesamt vier Workshops bis Herbst 2026 soll die Politik konsensfähige, tragfähige und finanzierbare Handlungsempfehlungen erhalten.
Veränderungen im Schulbereich machen zukunftsfähige Planung nötig
Notwendig macht dies unter anderem die aktuelle Datenlage:
- Die Zahl der Schüler:innen in den gymnasialen Oberstufen der Schulen in öffentlicher Trägerschaft ist in den letzten fünf Jahren um knapp vier Prozent zurückgegangen.
- Die Zahl der Schüler:innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf steigt: An der Hauptschule beträgt der Anteil über 40 Prozent, an Oberschulen beispielsweise 15,8 Prozent im Vergleich zu 2,2 Prozent an Gymnasien (Schuljahr 2025/26).
- Der Anteil von Schüler:innen aus Stadt und Landkreis, die jeweils eine Schule des anderen Trägers besuchen, ist teils sehr hoch. An einigen Schulen ist es fast die Hälfte der Schüler:innen.
Umfassende Beteiligung
Am Prozess beteiligt sind – jeweils aus Stadt und Landkreis – die Schulleitungen der weiterführenden Schulen, Vertreter:innen aller politischen Fraktionen, eine Ansprechperson des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung (RLSB), die Lüneburger Landtagsabgeordneten, die Mitglieder des Kultusausschusses des Landes. Weiter wirken mit Vertreter:innen des Migranten-Elternnetzwerks, des Behindertenbeirats, des Stadt- und Kreiselternrats und des Stadt- und Kreisschülerrats.
- Landkreis Lüneburg: Schulen im Landkreis
III. Neues aus der Bildungsregion Lüneburg
- Leuphana Universität: Niedersachsen fördert neues Zentrum für Empirische Bildungsforschung mit 5,8 Millionen Euro – 06.02.2026
Neu gegründet und angesiedelt in Lüneburg ist das Zentrum für Empirische Bildungsforschung (ZEB). Getragen wird es von der Leuphana Universität Lüneburg und der Leibniz Universität Hannover. Mit insgesamt knapp 10 Millionen Euro Fördermitteln soll hier Schule und Bildung untersucht werden: Wie lassen sich Kompetenzen von Lernenden und Lehrenden messen? Wie gelingt Unterricht, der Kinder und Jugendliche stärkt? Wie lassen sich Bildungsgerechtigkeit und Bildungsqualität erreichen? - Landkreis Lüneburg: Kreismedienzentrum mit „Lernraum Zukunft“
Einen Lernraum der Zukunft mit 3D-Druck, VR-Brille und modernster Videotechnik wurde im Kreismedienzentrum Lüneburg eingerichtet. Lehrkräfte aller Schulen im Landkreis lernen hier praxisnah den pädagogisch sinnvollen Einsatz von VR-Brillen, Videoschnittstationen und 3D-Druckern kennen. Rund 150.000 Euro hat der Landkreis hier investiert, um innovatives, lebensweltnahes Lehren und Lernen nachhaltig zu stärken und Bildung im Landkreis zukunftsfähig zu gestalten. - Landkreis Lüneburg: Welcome Center für internationale Fachkräfte geplant – 09.02.2026
Der demografische Wandel führt auch im Landkreis Lüneburg zunehmend zu Engpässen auf dem Arbeitsmarkt. Offene Stellen der Agentur für Arbeit bleiben unbesetzt, besonders in Gesundheitsberufen, in Handel, Vertrieb und Altenpflege. Ein Welcome Center für internationale Fachkräfte im Landkreis soll künftig Unternehmen bei der Gewinnung und Bindung internationaler Fachkräfte unterstützen und als zentrale Anlaufstelle ausländische Fachkräfte beraten und informieren. Wesentliche Aufgaben dabei soll die VHS REGION Lüneburg übernehmen, vorgesehen ist die enge Zusammenarbeit mit dem Welcome Center Heidekreis.
Mehr bei Lüne-Blog
- Dritte Lüneburger Stadtkonferenz: Bildung im Wandel – Bildungsstandort Lüneburg gemeinsam stärken – 24.11.2024
Um die Herausforderungen im Bildungsbereich anzugehen, gebe es nur ein Rezept: Sich auf den Weg machen, so Professor Dr. Marcus Pietsch von der Leuphana Universität. Dabei ging es um Themen wie die Inklusion und die kindgerechte Gestaltung der Ganztagsschule. Neben den Erkenntnissen aus den Workshops nahmen Stadt und Universität mit, das Format einer Bildungskonferenz vor Ort künftig weiterzuführen. - Landkreis Lüneburg: Gemeinsam Bildungsregion Lüneburg voranbringen – 17.03.2025
Gemeinsam die Bildungsregion Lüneburg stark machen – darum ging es beim Bildungsforum am 6. März 2025 in Barendorf. Das vierjährige Projekt BILL soll beitragen, Bildungsangebote zu vernetzen, Fachkräfte zu sichern, politische Bildung zu stärken und Inklusion zu unterstützen. In Workshops erarbeiteten die rund 100 Teilnehmenden dazu konkrete Zielsetzungen.

Foto: Landkreis Lüneburg. Erste Kreisrätin Yvonne Hobro begrüßt die Teilnehmenden beim ersten von vier Workshops zur Schulentwicklung in Hansestadt und Landkreis am 4. Februar 2026.
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