Foto: Hansestadt Lüneburg. Der Tunnel ist zuletzt von der Hansestadt mit den „Tunnel-Tönen“ bespielt worden und soll auch nach der Sanierung für kleine kulturelle Formate zugänglich sein.

Hansestadt Lüneburg: Sanierung von Stadtmauer und Tunnel in Vorbereitung

Die „Tunnel-Töne“ machten den kleinen Raum bekannt, eigentlich ist es ein Überbleibsel einer Brücke von der Stadtmauer über den Liebesgrund. Die Stadtbefestigung in diesem Teil wird ab April 2026 aufwändig saniert. Dabei soll auch dieser Raum ertüchtigt werden, so die Information der Hansestadt. 


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 11.03.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.


Lüneburg: Sanierung der Stadtmauer mit dem Tunnel wird konkret

Foto: Hansestadt Lüneburg. Veranstaltung im Rahmen der „Tunneltöne.“ Die Stadtmauer aus dem 14./15. Jahrhundert muss saniert werden. Hinten soll künftig eine Glasfront den Blick in den Liebesgrund freigeben – siehe Bauskizze unten.

Früher war die Stadtbefestigung rund vier Kilometer lang und umfasste sieben Stadttore. Erhalten sind davon nur noch Teilstücke. Um die Stadtmauer zwischen Innenstadt und Liebesgrund für die Zukunft zu erhalten, saniert die Hansestadt die historische Bausubstanz aufwändig. Rund 800.000 Euro aus der Städtebauförderung für das „Westliche Wasserviertel“ sollen in den Erhalt der Mauer fließen. Maja Lucht, Fachbereichsleiterin der städtischen Gebäudewirtschaft, hatte den ersten Bauabschnitt am 9. Februar 2026 im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung vorgestellt. 

Die Arbeiten starten im April 2026, begonnen wird mit dem Tunnelraum. Die Sanierung findet in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege statt. Für den ersten Bauabschnitt an der alten Wallmauer rechnet die Hansestadt mit einer Bauzeit von rund einem Jahr.

Erster Bauabschnitt: Bereits Gerüst aufgestellt

Der erste Bauabschnitt umfasst die Seite zur Straße „Hinter der Bardowicker Mauer“ zwischen der Burmeister- und der Reitende-Diener-Straße. Dort ist bereits ein Arbeits- und Sicherungsgerüst zu sehen. Im Februar war auf der Mauerkrone schon Grün zurückgeschnitten worden, wo es möglich war. „Die freigeschnittenen Flächen der Mauer werden jetzt noch mal genauer untersucht“, sagt Maja Lucht.

Austausch von defekten Backsteinen und Sicherung der historischen Mauerteile

Bei der Sanierung der Mauer sollen unter anderem zerstörte Backsteine ausgetauscht und historische Mauerteile gesichert werden. Teil des ersten Bauabschnitts ist auch der Tunnel auf Höhe der Reitende-Diener-Straße. „Der Tunneleingang ist ein Überbleibsel einer Brücke die von 1910 bis in die 1940er Jahre über den Liebesgrund ins Gärtnerviertel führte“, weiß Maja Lucht. Anschließend wurde er als Lagerraum genutzt.

„Tunnel-Töne“ als Erfolg: Auch künftig Veranstaltungen vor Ort

Der Tunnel ist in den vergangenen zwei Jahren von der Stadt wieder zugänglich gemacht und mit der Konzertreihe „Tunnel-Töne“ bespielt worden. „Die Nutzung hat sich bewährt, daher halten wir es für sinnvoll, diese besondere Fläche auch künftig für kleinere kulturelle Formate zugänglich zu machen“, so Lucht. „Im Zuge der ohnehin erforderlichen Sanierungsarbeiten an der Mauer wird der Tunnel daher so ertüchtigt, dass dort auch künftig kleinere Veranstaltungen stattfinden können.“ Allerdings wird es weiterhin weder Heizung noch Gastronomie vor Ort geben, damit der Kostenrahmen für die Sanierung eingehalten werden kann.

Ab April: Arbeiten im Tunnel

In einem ersten Schritt werden voraussichtlich im April 2026 die Backsteinziegel im Inneren des Tunnels abgestrahlt. Damit künftig kleinere Veranstaltungen im Tunnel stattfinden können, wird es zusätzlich zu der Mauerwerkssanierung Anpassungen an der Elektro- und Sicherheitstechnik sowie eine Optimierung des Eingangsbereichs geben. Außerdem bekommt der Tunnel zwei Toiletten sowie zur Rückseite hin eine Falttür aus Glas, die den Blick in den Liebesgrund freigibt, aber auch verdunkelt werden kann, damit der Tunnelcharme erhalten bleibt.

Plateau auf dem Brückenkopf wird als Terrasse zugänglich gemacht

Auf der Rückseite des Tunnels gibt es zudem eine Plattform auf einem ehemaligen Brückenkopf. „Dieses Plateau wird durch die Sanierung zugänglich und kann künftig bei Veranstaltungen als kleine Terrasse zum Liebesgrund hin dienen“, erläutert Maja Lucht. Bis zu 80 Gäste könnten künftig bei Veranstaltungen im Tunnel dabei sein – abhängig von der Verteilung von Steh- und Sitzplätzen.

Stadt und Landkreis informieren: Die aktuellen Baumaßnahmen

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  • Hansestadt-News: Stadtmauer wird saniert – 11.09.2025
    Von Lüneburgs historischer Stadtmauer sind nur noch Bruchstücke erhalten. „Trotz mehrfacher Ausbesserungen in den vergangenen Jahrhunderten ist das Mauerwerk inzwischen stark beschädigt“, sagt Maja Lucht, Fachbereichsleiterin der städtischen Gebäudewirtschaft. Geplant ist deshalb eine umfassende Sanierung des historischen Bauwerks im Rahmen der Städtebauförderung für das „Westliche Wasserviertel“.
Foto: Hansestadt Lüneburg. Im ersten Bauabschnitt saniert die Hansestadt den Teil der historischen Stadtmauer zwischen Reitende-Diener-Straße und Burmeisterstraße. Links: der Eingang zum Tunnel, der auch Teil der Sanierung ist.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Im ersten Bauabschnitt saniert die Hansestadt den Teil der historischen Stadtmauer zwischen Reitende-Diener-Straße und Burmeisterstraße. Links: der Eingang zum Tunnel, der auch Teil der Sanierung ist.

Foto: Hansestadt Lüneburg.  So soll der Tunnel nach der Sanierung aussehen – eine Glasfront soll dann den Blick in den Liebesgrund freigeben.

Foto: Hansestadt Lüneburg. So soll der Tunnel nach der Sanierung aussehen – eine Glasfront soll dann den Blick in den Liebesgrund freigeben.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Die Plattform auf der Rückseite des Tunnels soll nach der Sanierung bei Veranstaltungen zugänglich sein und als kleine Terrasse zum Liebesgrund hin dienen.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Die Plattform auf der Rückseite des Tunnels soll nach der Sanierung bei Veranstaltungen zugänglich sein und als kleine Terrasse zum Liebesgrund hin dienen.

Lünepedia: Befestigung der Stadt Lüneburg

Die Stadt Lüneburg gelangte schon früh als florierende Handels- und Hansestadt durch den Abbau von Salz zu Reichtum. Zum Schutz dieses Reichtums sicherten die Lüneburger*innen die Stadt durch verschiedene Befestigungsmaßnahmen. Einige Teile der ehemaligen Befestigungsanlage sind bis heute im Stadtbild erhalten. Die erste Stadtbefestigung wurde 1254 erwähnt, dabei handelte es sich um einen Wall mit Palisaden. Zusätzlich wurden Gräben angelegt. Dazu zählen auch der heutige Lösegraben und der Liebesgrund, der als Trockengraben angelegt wurde, um das im Erdreich befindliche Salz zu schützen.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Befestigung_der_Stadt_Lüneburg

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