Foto: Damian_Konietzny, Pixabay. Zwei Menschen unterwegs auf Radtour durch die Frühlingslandschaft.

Niedersachsen: Landesbauprogramm 2026 mit Rekordinvestitionen in Radverkehr

26,5 Millionen Euro sieht das Bauprogramm der rot-grünen Landesregierung 2026 für den Radverkehr vor, 3,7 Millionen davon kommen der Region Lüneburg zugute. Neue Radwege entstehen an der L221 Richtung Neetze und an der L265 zwischen Batensen und Suhlendorf. Rot-grün bleibt auf Kurs, freuen sich die Lüneburger Landtagsabgeordneten Pascal Mennen (Grüne) und Philipp Meyn (SPD).


Mitteilung von: Nds. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen – Am: 25.03.2026
Online: https://www.mw.niedersachsen.de/ – Foto: Zwei Menschen auf Radtour. Symbolfoto, Pixabay.


Niedersachsen: Landesbauprogramm 2026 – Rekordinvestitionen in Radverkehr

Niedersachsen baut den Radverkehr weiter aus: Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne stellte auf der Pressekonferenz am 25. März 2026 das Landesbauprogramm für Radwege 2026 vor. Rund 26,5 Millionen Euro – so viel wie noch nie zuvor – investiert Niedersachsen in den Neubau und die Sanierung von Radwegen an Landesstraßen. Das Radwegeprogramm ist Teil des größten Landesbauprogramms der vergangenen Jahrzehnte. Insgesamt stehen rund 170 Millionen Euro für Investitionen in Landesstraßen, Brücken und Radwege zur Verfügung. 

13 Neubauprojekte und Sanierung von 46 Radwege-Abschnitten

13 neue a schließen gezielt Lücken im bestehenden Netz und verbessern besonders Schulwege und Pendelverbindungen. Zusätzlich werden 46 Radwege-Abschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 130 Kilometern saniert. Außerdem unterstützt das Land drei neue Bürgerradwege in Nienburg und Osnabrück, die gemeinsam mit Kommunen und Initiativen vor Ort umgesetzt werden.

Zwei neue Radwege und drei Sanierungen im Landkreis

Im Landkreis Lüneburg geht es um folgende Abschnitte:

Neubau:
Lüneburg L221 Radwegeneubau Lüneburg – Kreuzung K28 Neetze. Länge: 2,460 km, Kosten: 1,9 Mio Euro
Lüneburg L265 Radwegeneubau Batensen – Nateln. Länge: 2,371 km, Kosten: 1,1 Mio Euro

Sanierung:
Lüneburg L222 Radwegeerhaltung Nindorf – Bleckede. Länge: 0,775 km, Kosten: 0,3 Mio Euro
Lüneburg L233 Radwegeerhaltung Ebstorf – Melbeck. Länge: 12,658 km, Kosten: 0,1 Mio Euro
Lüneburg L235 Radwegeerhaltung Elstorf – Daerstorf. Länge: 1,241 km, Kosten: 0,3 Mio Euro

Ausschreibungen und Bauvorbereitungen können ab dem Frühjahr beginnen. Gleichzeitig laufen bereits die Bedarfsabfragen für das Bauprogramm 2027, um frühzeitig Planungssicherheit für Bauwirtschaft und Kommunen zu schaffen.

Philipp Meyn (SPD): Ausgaben für die neuen Radwege gut angelegt

Der Landkreis-Abgeordnete Philipp Meyn (SPD) ist darüber sehr erfreut: „Das Rad ist ein gesunder, klimafreundlicher und wichtiger Bestandteil moderner Mobilität. Das gilt für den Weg zur Schule oder zur Arbeit ebenso wie für den Radtourismus in unserer Region. Damit die Menschen im Alltag und in der Freizeit sicher und komfortabel an ihr Ziel kommen, brauchen wir gute Wege!“ Philipp Meyn ist sich sicher: „Insbesondere die zusammen 3 Mio. Euro für die beiden neuen Radwege sind gut angelegt.“

Pascal Mennen (Grüne): „Rot-Grün bleibt auf Kurs“

Auch der Lüneburger Landtagsabgeordnete Pascal Mennen (Grüne) freut sich: „Lüneburg zeichnet sich dadurch aus, dass es Fahrradfahrer*innen als gleichberechtigte Teilnehmer*innen des Verkehrs sieht. Die Landesregierung unterstützt uns auf diesem Wege spürbar, das ist ein wichtiges Zeichen. Rot-Grün bleibt somit auf Kurs.“ Denn: „Radwege sind ein wichtiges verkehrspolitisches Thema, es geht hier nicht bloß um eine Freizeitbeschäftigung. Umso wichtiger sind jetzt diese Rekordinvestitionen der Landesregierung“, so Mennen.

Radverkehr als „zentraler Bestandteil moderner Mobilität in Niedersachsen“

Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Mit dem Landesbauprogramm 2026 investieren wir so stark wie noch nie in sichere, komfortable und durchgängige Radwege. Das stärkt den Alltag der Menschen – ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit – und bringt gleichzeitig mehr Klimaschutz und Lebensqualität in unsere Regionen. Jede neue Verbindung und jeder sanierte Radweg ist ein konkreter Fortschritt für ein modernes Mobilitätsland Niedersachsen.“

Landesbauprogramm mit insgesamt 170 Millionen Euro

Ein Teil der Mittel stammt aus dem Sondervermögen des Landes, das zusätzliche Investitionen ermöglicht. Zum Programm gehören auch zahlreiche kleinere Maßnahmen wie punktuelle Sanierungen, Deckenerneuerungen und Verbesserungen an bestehenden Radwegen. Viele dieser Maßnahmen werden gezielt mit geplanten Straßenbauarbeiten kombiniert, um Bauzeiten zu verkürzen und Mittel effizient einzusetzen.

Hintergrund: Radverkehrsstrategie Niedersachsen

Der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur ist Teil einer umfassenden Radverkehrsstrategie des Landes Niedersachsen. Grundlage ist das Fahrradmobilitätskonzept, das Infrastruktur, Verkehrssicherheit, ÖPNV-Verknüpfung und Digitalisierung zusammenführt. Ergänzend unterstützt das Land Kommunen mit Förderquoten von bis zu 80 Prozent für Radverkehrsprojekte und stärkt die Unterhaltung der bestehenden Wege durch zusätzliche Investitionen in den Betriebsdienst. Ziel ist ein durchgängiges, sicheres und alltagstaugliches Radverkehrsnetz in ganz Niedersachsen.

Bereits heute werden rund 15 Prozent aller Wege in Niedersachsen mit dem Fahrrad zurückgelegt, Ziel sind 25 Prozent bis 2030. Zugleich ist Radfahren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Der Radtourismus generiert jährlich eine Wertschöpfung von 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro und trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere im ländlichen Raum bei.

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Foto: D. Drazewski, Landkreis Lüchow-Dannenberg. Neue Fahrradstraße zwischen Wustrow und Lüchow.

Foto: D. Drazewski, Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die neue Fahrradstraße zwischen Wustrow und Lüchow.

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