Mai 2026: Die Lüneburger Museen laden ein – mit kostenlosem Eintritt am Museumstag
Am 17. Mai 2026 ist Internationaler Museumstag – bei freiem Eintritt in die Lüneburger Museen. Zu entdecken gibt es – neben der Dauerausstellung – wieder verschiedene Sonderausstellungen. Außerdem laden die Museen ein zu kostenlosen Führungen. Diesmal ist auch das Rathaus Lüneburg mit dabei – aber Achtung: Hier ist die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt.
Mitteilung von: Museen Lüneburg – Grafik: Deutscher Museumsbund e.V.
Der Mai 2026 in den Lüneburger Museen
Grafik: Deutscher Museumsbund e.V. Museumstag 2026.
Die Lüneburger Museen bieten regelmäßig eine Vielzahl von spannenden und interessanten Veranstaltungen. Aus dem umfangreichen Programm sind hier Beispiele herausgegriffen. Auf den jeweiligen Internetseiten finden sich die vollständigen Programmübersichten. In den Ferienwochen gibt es regelmäßig besondere Angebote für Kinder und Familien.
Internationaler Museumstag am 17. Mai 2026 – freier Eintritt in die Lüneburger Museen
Viel zu entdecken gibt es in den Lüneburger Museen. Am 17. Mai 2026 ist wieder Internationaler Museumstag – der Eintritt ist an diesem Tag frei. Zusätzlich gibt es besondere Führungen oder Events. Diesmal dabei: Eine kostenlose Rathausführung um 11 Uhr und um 14 Uhr. Aber Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 50 Personen.
Im Museum Lüneburg berichtet Restaurator Markus Tillwick um 15 Uhr von der Arbeit eines Restaurators. Das Salzmuseum bietet um 10:30, 11:30, 13:30 und 14:30 Uhr Einblicke in die Salzgeschichte Lüneburgs. Im Ostpreußischen Landesmuseum kann man um 12 und 15 Uhr an einer Führung mit dem Titel „Kant entdecken“ teilnehmen. Und im Brauereimuseum gibt es um 11 und 14 Uhr Führungen.
- Lüneburg Marketing: Informationen zum Museumstag 2026
1. Museum Lüneburg
Foto: Museum Lüneburg. Neue Exponate in der Dauerausstellung: Überreste der ehemaligen Möllering-Villa in Häcklingen und die wiederentdeckte Bronzetafel vom Timeloberg bei Wendisch Evern.
Museum Lüneburg, Willy-Brandt-Straße 1, Lüneburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 11:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag bis 20:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 10,00 €, ermäßigt 6,00 €, Leuphana-Studierende, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
- Mehr Information: Tel. 04131 720 6580, https://www.museumlueneburg.de
- Aktuelle Veranstaltungen: https://museumlueneburg.de/veranstaltungen
- Lüneburger Zeitreise: Führung durch die Dauerausstellung
Dienstag bis Freitag, jeweils 15:00 Uhr, Kosten: Museumseintritt. - Sonntagsgeschichte: Jeden Sonntagnachmittag zu wechselnden Themen, jeweils 15:00 Uhr, Kosten: Museumseintritt.
Ab 8. Mai 2026: Wiederentdeckte Bronzetafel vom Timeloberg im Museum Lüneburg
Ab dem 8. Mai 2026 ist neben den Überresten der Villa Häcklingen, wo die Gespräche zur Teilkapitulation am 3. Mai 1945 vorbereitet wurden, auch die Bronzetafel vom Timeloberg in der Dauerausstellung des Museums zu sehen. Die Bronzetafel gehörte ursprünglich zum britischen Victory-Hill-Denkmal auf dem Timeloberg bei Wendisch Evern. Das Denkmal wurde von den Briten am Ort der Kapitulation der Wehrmacht am 4. Mai 1945 errichtet.
Die Geschichte der Tafel liest sich beinahe wie ein Kriminalfall: 1955 wurde sie vom Denkmal gestohlen und verschwand anschließend für Jahrzehnte. Erst 2025 tauchte sie nach anonymen Hinweisen, jahrelanger Spurensuche und einer diskreten Übergabe überraschend wieder auf. Nach Abstimmungen mit den zuständigen britischen Stellen ist die Tafel nun Teil der Dauerausstellung und wird durch Fotografien, Filmaufnahmen und erläuternde Texte ergänzt. Die Aufnahme dieser zentralen Exponate der Sonderausstellung „Surrender 45“ im Jahr 2025 in die Dauerausstellung soll die Ereignisse rund um die Kapitulation vom Mai 1945 dauerhaft im lokalen und regionalen Gedächtnis verankern.
Sonderausstellung: Ein Tatort: Bergen-Belsen
Noch bis 17. Mai 2026 – Zugang im regulären Eintritt enthalten
Die Sonderausstellung im Museum Lüneburg thematisiert Täterschaft im Nationalsozialismus und ihre Bedeutung für das Verständnis der NS-Verbrechen sowie heutiger rechtsextremer Tendenzen. Am Beispiel des Lagers Bergen-Belsen wird gezeigt, wie Verfolgung, Zwangsarbeit und mangelhafte Versorgung zum Tod von über 70.000 Menschen führten. Neben SS und Wehrmacht waren auch weitere Institutionen und Teile der Zivilbevölkerung beteiligt. Die Ausstellung fragt nach Motiven, Verantwortung und gesellschaftlicher Mitwirkung. Sie ist barrierearm im Sinne von „Design für Alle“ gestaltet.
- Museum Lüneburg: „Ein Tatort: Bergen-Belsen“
Sonderausstellung: „Glück inklusive – Unser Leben mit Behinderung“
Teil I: Eingangsbereich Museum Lüneburg, ganztägig – Teil II: Hofloggia, während der Öffnungszeiten kostenlos zugänglich
Was bedeutet Glück, wenn das Leben anders verläuft als geplant? Wenn Diagnosen wie genetisches Syndrom, Entwicklungsverzögerung oder eine unklare Zukunft plötzlich den Alltag bestimmen? Mehr als 40 Menschen geben in dem Buch „Glück inklusive – Unser Leben mit Behinderung“ Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen. Eine Auswahl dieser Geschichten zeigt die Ausstellung: Sie machen Mut, eröffnen neue Perspektiven und stellen gängige Vorstellungen von Glück, Normalität und Behinderung infrage. Das Buch ist für 29 Euro im Museum erhältlich.
- Museum Lüneburg: „Glück inklusive – Unser Leben mit Behinderung“
2. Ostpreußisches Landesmuseum
Ostpreußisches Landesmuseum, Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 10,00 €, ermäßigt 6,00 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.
- Mehr Information: 04131 759 950, https://www.ostpreussisches-landesmuseum.de/ – auch mit virtuellem Rundgang!
- Alle aktuellen Veranstaltungen: https://www.ostpreussisches-landesmuseum.de/besuch/veranstaltungen/
- Führung durch die Dauerausstellung: Jeden ersten Sonntag im Monat um 14:00 Uhr – Kosten: 2,50 € zzgl. Museumseintritt.
Sonderausstellung: „Der kleine Herr Jakob“ – Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press

Grafik: Julian Press. Zweimal Himbeereis. Hans-Jürgen Press, 1980/81.
Bis Sonntag, 16. August 2026
In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans Jürgen Press, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Der „Kleine Herr Jakob“, eine liebenswürdige Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, erlebte zunächst wortlos, später mit gereimtem Text alltägliche Abenteuer.
- Ostpreußisches Landesmuseum: Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press (Sonderausstellung)
Sonderausstellung: The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)
Bis Sonntag, 18. Oktober 2026
In Kooperation mit dem Fotografen Holger Trülzsch zeigt das Ostpreußische Landesmuseum Bodypainting-Fotografien von Vera von Lehndorff („Veruschka“). Die 1939 in Königsberg geborene Künstlerin wurde in den 1960er-Jahren als Model und Schauspielerin („Blow-Up“) berühmt und gilt als erstes deutsches Supermodel. Gemeinsam mit Trülzsch entwickelte sie in den 1970er/80er-Jahren innovative fotografische Performances und zählt zu den Pionieren der Bodypainting-Kunst. Ihre Werke wurden international ausgestellt.
- Ostpreußisches Landesmuseum: The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)
3. Deutsches Salzmuseum
Deutsches Salzmuseum, Sülfmeisterstraße 1, 21335 Lüneburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt: 10,00 €, ermäßigt 6,00 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
- Mehr Information: 04131 720 6513 – https://www.salzmuseum.de/
- Alle aktuellen Veranstaltungen: https://www.salzmuseum.de/de/aktuelles
- Regelmäßige Führungen durch die Dauerausstellung: Dienstag, Mittwoch, Samstag jeweils 11:30 Uhr
Sonntag: 11:30 Uhr und 14:30 Uhr – Eintritt: Eintritt zuzüglich 3 Euro, 6-18 Jahren: 1 Euro.
Kostümführung: Die Kaldregersche
Samstag, 9. Mai 2026, 14:30 Uhr
Kosten (zzgl. Museumseintritt): Erwachsene: 3,00 €, unter 18 Jahren: 1,00 €, unter 6 Jahren: frei
Im Mittelalter war Frauenarbeit auf der Saline durchaus üblich – sie war jedoch hart, gefährlich und bot wenig Anerkennung. Wie lebten und arbeiteten die Frauen auf der Saline? Welche Herausforderungen und Chancen hatten sie? Eine Gästeführerin in historischer Gewandung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert. Aus der Perspektive „der Kaldregersche“ erzählt sie von den Arbeitsbedingungen auf der Saline und präsentiert besondere Objekte der historischen Salzgewinnung.
Aktionstag für Jung & Alt: Vom Schrott zum Schatz
Sonntag, 31. Mai 2026, 11:00-16:00 Uhr
Kosten (zzgl. Museumseintritt): Erwachsene: 3,00 €, unter 18 Jahren: 1,00 €, unter 6 Jahren: frei
Kreatives Schrottbasteln: Materialreste und Fundstücke werden neu zusammengesetzt und ergeben humorvolle und bisweilen skurrile Unikate. Ohne Anmeldung.

Salzmuseum Lüneburg: Das Brunnenhaus der Lüneburger Saline wurde über dem Soleschacht errichtet. Foto: Lüne-Blog

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