Foto: Malte Hübner. Luftbild des Klimazeitstrahls auf dem Marktplatz in Lüneburg am 24. April 2026. In den Jahren ab 1850 war die Erde kühler, seit 2000 wird sie immer heißer im Verhältnis zum Durchschnittswert der Jahre 1971-2000.

Parents und Fridays for Future zum Gas-Aktionstag: Klima-Zeitstrahl auf dem Marktplatz sorgte für Aufmerksamkeit

Ein rund 25 Meter langes Banner auf dem Marktplatz in Lüneburg weckte am Freitag, 24. April 2026, die Aufmerksamkeit vieler Passant:innen. Die roten und blauen Streifen veranschaulichen die Temperaturentwicklung auf der Erde von 1850 bis – hochgerechnet – 2100. Das „vermittelt ein Bewusstsein dafür, was wir getan oder versäumt haben“, so Parents for Future. Anlass war der bundesweite Gas-Aktionstag, zu dem Fridays for Future am 24. April aufgerufen hatten.


Mitteilung von: Parents for Future / Fridays for Future Lüneburg – Am: 24./25.04.2026
Online: https://wechange.de/project/parents-for-future-lueneburg/ – Foto: Malte Hübner.


Parents for Future: Klima-Zeitstrahl auf dem Marktplatz sorgt für Aufmerksamkeit

Foto: Malte Hübner. Der Klima-Zeitstrahl auf dem Marktplatz zum Gas-Aktionstag am 24. April 2026 macht eindrucksvoll die schrittweise Erwärmung der Erde sichtbar. Rechts der Stand von Fridays for Future Lüneburg.

Wie hat sich das Klima seit 1850 entwickelt? Das konnte man am 24. April 2026 eindrucksvoll auf dem Marktplatz in Lüneburg verfolgen. Einen etwa 25 Meter langen Zeitstrahl hatten die Lüneburger Parents for Future auf dem Pflaster ausgelegt. Der veranschaulichte die Entwicklung der Temperatur im Verhältnis zur durchschnittlichen Jahrestemperatur von 1971 bis 2000: Blaue Farbtöne zeigen, wann es kühler war, rote wann es wärmer wurde. So wurde deutlich sichtbar, wie schnell die durchschnittliche globale Temperatur besonders in den letzten drei Jahrzehnten angestiegen ist.

Parents for Future: In Sorge um die Zukunft

Foto: Lüne-Blog. Die Passanten zeigten großes Interesse und es ergaben sich viele Gespräche.

Foto: Lüne-Blog. Die Passanten zeigten großes Interesse und es ergaben sich viele Gespräche.

„Der Klima-Zeitstrahl zeigt sehr eindrucksvoll, was alles schon seit vielen Jahrzehnten über den Klimawandel bekannt ist“, erläutert Angelika Becher von den Parents for Future, „und man sieht, welche Zukunft uns erwartet, wenn wir nicht zu Veränderungen bereit sind.“ Viele Passanten schauten sich den Zeitstrahl mit großem Interesse an. Ergänzt waren dort zusätzliche Informationen. 

„Der Zeitstrahl vermittelt ein Bewusstsein dafür, was wir getan oder versäumt haben“, sagen Parents for Future. Sie sorgen sich, wie unsere Kinder und Enkelkinder auf unsere Generation zurückblicken werden.

Anlass: Bundesweiter Gas-Aktionstag von Fridays for Future

Über 60 Orte in Deutschland beteiligten sich am Gas-Aktionstag, zu dem Fridays for Future Deutschland aufgerufen hatten. In Lüneburg lud die Gruppe an einem Infostand zu Gesprächen ein. Verschiedenste Betroffene brachten ihre Anliegen vor. So „Mieter*innen, die unter steigenden Heizkosten leiden – aber nicht selbst über einen Austausch ihrer Gasheizung entscheiden können. Landwirt*innen, die über die unmittelbaren Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Betriebe berichteten. Grundschulkinder, die uns fragten, ob der Regenwald – oder auch die Erde als Ganzes – noch zu retten sei“, beschrieb Marina Motz von Fridays for Future Lüneburg. „Das verdeutlicht noch einmal: Klimaschutz ist kein ‚links-grünes Nischenthema‘, sondern geht uns alle an!“

„Denkanstöße” für die Bundesregierungsparteien CDU und SPD formuliert

Anhand dieser Gespräche formulierten die Klimaaktivist*innen „Denkanstöße” für die Bundesregierungsparteien CDU und SPD. Zusammen mit einer symbolischen „Rechnung“ für die Kosten des aktuellen energiepolitischen Kurses warfen sie die Denkanstöße in die Briefkästen der Parteikreisbüros. Zusätzlich wurde vor Ort ein Protestbanner gestaltet mit dem Motto „Wasserturm statt Bohrturm” zum Vorrang für erneuerbare Energien. Am frühen Abend dann zeigte die Ortsgruppe das Banner auf dem Lüneburger Wasserturm.

Hintergrund: Klima-Zeitstrahl

Die Idee zum Klima-Zeitstrahl geht zurück auf den britischen Klimatologen Ed Hawkins. Die deutsche Fassung stammt von Reiner Oberbeck von Teachers for Future. Ergänzt wurden die Daten mit wissenswerten Informationen vom Deutschen Wetterdienst. Parents for Future Lüneburg verleihen das Banner mit dem Klima-Zeitstrahl auf Wunsch für Aktionen und Veranstaltungen.

Foto: Malte Hübner. Luftbild des Klimazeitstrahls auf dem Marktplatz in Lüneburg am 24. April 2026. Rechts im Vordergrund der Stand von Fridays for Future. Die Initiative gestaltete am Vormittag ein Transparent zum Protest gegen die von der Bundesregierung geplanten Rückschritte bei der Energiewende. Noch fehlt das "B" für "Bohrturm".

Foto: Malte Hübner. Luftbild des Klimazeitstrahls auf dem Marktplatz in Lüneburg am 24. April 2026. Rechts im Vordergrund der Stand von Fridays for Future. Die Initiative gestaltete am Vormittag ein Transparent zum Protest gegen die von der Bundesregierung geplanten Rückschritte bei der Energiewende. Noch fehlt das „B“ für „Bohrturm“.

Foto: Malte Hübner (Luftbild). Das am Vormittag gestaltete Banner wird am frühen Abend auf dem Wasserturm ausgelegt.

Foto: Malte Hübner (Luftbild). Das am Vormittag gestaltete Banner wird am frühen Abend auf dem Wasserturm ausgelegt.

Grafik: Klima-Zeitstrahl (Ausschnitt). Was viele nicht wissen: Die Mutter der Klimawissenschaft war eine Frau. Eunice Newton stellte als erste eine Verbindung zwischen CO2 und dem Treibhauseffekt her. Ihre wissenschaftliche Leistung wurde erst 2018 umfassend gewürdigt.

Grafik: Klima-Zeitstrahl (Ausschnitt). Was viele nicht wissen: Die Mutter der Klimawissenschaft war eine Frau. Eunice Newton stellte als erste eine Verbindung zwischen CO2 und dem Treibhauseffekt her. Ihre wissenschaftliche Leistung wurde erst 2018 umfassend gewürdigt.

Wikipedia: Klimastreifen

Die Klimastreifen, im Original Warming Stripes (engl. „Erwärmungsstreifen’“, auch Climate stripes, „Klimastreifen“) sind eine einfache Veranschaulichung wissenschaftlicher Daten des britischen Klimatologen Ed Hawkins. Chronologisch angeordneten Streifen in Blau- bis Rot-Tönen machen die langfristigen Temperaturverläufe der menschengemachten Globalen Erwärmung sichtbar. 

Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Klimastreifen

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