Aktionswoche gegen Einsamkeit: Lüneburger App Groupya will Menschen zusammenbringen
Eine Aktivität vorschlagen und Leute finden, die Lust haben, dabeizusein – das ist das Prinzip der App Groupya. Entwickelt wurde sie in Lüneburg. Für private Teilnehmende ist Groupya in Lüneburg kostenlos, das Grundprinzip soll niedrigschwellig bleiben. Passend zur Aktionswoche gegen Einsamkeit kündigt das Entwicklerteam die Ausweitung nach Hamburg und Dresden an.
Mitteilung von: Dr. Lukas Thiée, Co-Gründer Groupya – Am: 22.06.2026
Online: https://groupya.app – Grafik: Groupya UG. Screenshot Banner (angepasst).
Gegen Einsamkeit hilft kein Feed: Lüneburger Community-App geht weiter nach Hamburg und Dresden
Einsamkeit braucht mehr als Aufmerksamkeit – sie braucht Orte, Anlässe und Menschen, die den ersten Schritt leichter machen. Passend zu den bundesweiten Aktionstagen gegen Einsamkeit weitet das Lüneburger Startup Groupya seine Public-Beta aus. Ab dem 22. Juni 2026 öffnet die Community-App ihre digitalen Tore für Hamburg und Dresden. Ziel ist es, ein wirkungsvolles Werkzeug bereitzustellen, mit dem Menschen und Vereine lokale Treffen initiieren und so echte analoge Gemeinschaften aufbauen.
„Wir haben Groupya nicht gegründet, weil uns eine weitere App gefehlt hat. Wir haben Groupya gegründet, weil wir selbst erlebt haben, wie einsam man sich fühlen kann – und wie schwer es ist, darüber zu sprechen“, erklärt Dr. Lukas Thiée, Co-Gründer von Groupya „Einsamkeit trägt oft ein Stigma. Viele Menschen wollen etwas unternehmen, finden aber keinen einfachen Einstieg. Genau dort setzt Groupya an: Eine Idee teilen, andere finden, hingehen.“
Von Lüneburg in die nächsten Städte
Dabei gilt: Groupya stellt die Plattform – die Menschen vor Ort gestalten die Community. So können Sporttreffen, Spaziergänge, Spieleabende, Kulturformate, Nachbarschaftsaktionen und vieles mehr entstehen. Alles zentral und übersichtlich gesammelt in einer App. In Zusammenhang mit der Woche der Einsamkeit soll das Startup ein Werkzeug sein, mit dem Menschen selbst Begegnungen anstoßen können. Nach dem Start in Lüneburg als Modellstadt erweitert Groupya jetzt seine Standorte um Hamburg und Dresden.
Einsamkeit ein Phänomen, das viele kennen
„Einsamkeit ist kein abstraktes gesellschaftliches Problem. Sie sitzt manchmal sehr konkret mit am Küchentisch und existiert auch zehn Meter neben jemandem, den man liebt“, sagt Johannes van Deest, Co-Gründer von Groupya. „Ich kenne dieses Gefühl aus eigener Erfahrung. Und ich kenne die Hemmung, darüber zu sprechen, weil Einsamkeit schnell wie ein persönliches Scheitern wirkt. Mit Groupya wollen wir diese Schwelle senken. Man muss nichts erklären. Man kann einfach sagen: Ich habe Lust, etwas zu machen. Wer kommt mit?“
Digitale Antwort auf ein analoges Problem – verbindlicher Kodex als gemeinsame Grundlage
Die App stellt konkrete Aktivitäten in den Mittelpunkt. Wer etwas unternehmen möchte, erstellt ein Treffen. Andere zeigen Interesse, stimmen sich ab und kommen zusammen. Aus „man müsste mal“ wird „wir treffen uns“. Ein verbindlicher Kodex, der auf Respekt, Zustimmung und Verantwortung basiert, sorgt dabei für einen sicheren und geschützten Rahmen für alle Beteiligten.
Mehr Information und Kontakt
Das Lüneburger Startup macht aus „man müsste mal“ konkrete Treffen vor Ort – sicher, niedrigschwellig und ohne Social-Media-Druck. Menschen können Aktivitäten erstellen, andere in ihrer Nähe finden und gemeinsam eine lokale Gemeinschaft aufbauen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2025 von Johannes van Deest, Eric Schneider und Dr. Lukas Thiée gegründet, ist Gewinner des Leuphana Gründungsideen-Wettbewerbs 2024 und wird gefördert durch das NBank Gründungsstipendium. Für Teilnehmende ist Groupya in der Public Beta in Lüneburg kostenlos. Später kann es optionale Pro-Funktionen geben – aber das Grundprinzip soll niedrigschwellig bleiben.
- Groupya: https://groupya.app/
- Groupya: Funktionen und Informationen
- Leuphana Universität: Gründen gegen die Einsamkeit: „groupya“ als digitale Plattform für echte Begegnungen – 18.07.2025
Mehr bei Lüne-Blog
- Lüneburg verbindet: Aktionswoche gegen Einsamkeit – 22.-28. Juni 2026
Unter dem Motto „Lüneburg verbindet“ laden verschiedene Einrichtungen gemeinsam ein zu Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit. Bei „einem Kaffee mit dem Stadtteilmanagement“ kann man zum Beispiel die Verantwortlichen in den Stadtteilen kennenlernen und bekommt Einblick in die Angebote vor Ort.

Foto: Eric Schneider. Die drei Groupya- Gründer – von links: Eric Schneider, Dr. Lukas Thiée, Johannes van Deest.
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