Winsen: Stadtmeister sorgen für Sauberkeit – Bilanz nach 100 Tagen
Seit hundert Tagen sorgen in Winsen die Stadtmeister für Ordnung und Sauberkeit. Nach den ersten 100 Tagen hat sich die Müllsituation bereits teils spürbar verbessert. Für eine saubere Stadt sind aber alle mitverantwortlich, appelliert Bürgermeister Wiese an die Einwohnenden. Für die Abfallbeseitigung fallen auch erhebliche Kosten an: Allein drei Mitarbeitende leeren täglich auf festen Touren die Abfallbehälter und sammeln herumliegenden Müll ein.
Mitteilung von: Stadt Winsen (Luhe) – Am: 11.08.2026
Online: https://www.winsen.de/ – Foto: Stadt Winsen.
100 Tage Stadtmeister in Winsen: Mehr Präsenz, erste Erfolge und weiterhin klare Herausforderungen
Foto: Stadt Winsen. 100 Tage Stadtmeister. Von links: Burghardt Holzaufderheiden, Christian Schröder vom Bauhof Winsen und Steffen Gehrdau am Bahnhof Winsen, einem der Haupteinsatzorte der beiden Stadtmeister.
Seit Anfang Mai 2026 sind sie im Stadtbild unterwegs und inzwischen für viele in Winsen ein vertrauter Anblick: Die beiden Stadtmeister des städtischen Bauhofs, Burghardt Holzaufderheiden und Steffen Gehrdau. Vor rund 100 Tagen hatte die Stadt Winsen das neue Einsatzteam ins Leben gerufen, um gezielt für mehr Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum zu sorgen.
Grundlage für ihre Arbeit ist die systematische Auswertung des Bürgertipps-Portals der Stadt, über das Bürgerinnen und Bürger Verschmutzungen und Missstände melden können. Die Auswertung zeigte schon vor dem Start deutlich, wo besonderer Handlungsbedarf besteht: im Bahnhofsumfeld, am Luhespielpark, entlang der Bahnhofstraße und im Hanseviertel.
Handlungsbedarf besonders um den Bahnhof und Albert-Schweitzer-Straße – Präsenz zeigt Wirkung
Diese Bereiche gehören seitdem zu den festen Einsatzschwerpunkten der Stadtmeister. Die beiden Mitarbeiter haben das Stadtgebiet untereinander aufgeteilt und sind regelmäßig in ihren Bereichen unterwegs, beseitigen Verschmutzungen und kümmern sich um gemeldete Problemstellen. Nach den ersten 100 Tagen fällt die Bilanz gemischt, aber insgesamt positiv aus.
Als größte Müll-Hotspots sehen die Stadtmeister weiterhin den Bereich rund um den Bahnhof sowie die Albert-Schweitzer-Straße. Gleichzeitig sind erste Erfolge sichtbar: Im Bereich des Luhebands, im Hanseviertel und im Eckermann-Park hat sich die Müllsituation nach Einschätzung der Stadtmeister bereits spürbar verbessert. Die verstärkte Präsenz vor Ort zeigt Wirkung.
Mehr Abfallbehälter? Bereits hoher Personalaufwand für Abfallbeseitigung
Immer wieder wird der Wunsch nach zusätzlichen Mülleimern an die Stadt herangetragen. Tatsächlich verfügt Winsen jedoch bereits über ein dichtes Netz an öffentlichen Abfallbehältern. Rund 500 Mülleimer und etwa 50 Hundetoiletten werden durch den städtischen Bauhof regelmäßig angefahren und geleert.
Allein drei Mitarbeitende sind montags bis freitags ausschließlich damit beschäftigt, auf festen Touren die Abfallbehälter zu leeren und herumliegenden Müll einzusammeln. Dazu kommen weitere Einsatzkräfte des Bauhofs, so auch die Stadtmeister, die sich gezielt um besondere Problemfälle und Müll-Hotspots kümmern. Der Aufwand ist erheblich: Jahr für Jahr fallen auf diese Weise mehr als 19 Container Hausmüll an, die von der Stadt entsorgt werden müssen.
Bürgermeister André Wiese: Saubere Stadt gelingt nur, wenn alle mithelfen
Bürgermeister André Wiese macht deutlich, dass Sauberkeit im öffentlichen Raum nicht allein Aufgabe der Stadt sein kann: „Unsere Stadtmeister leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für ein gepflegtes Stadtbild. Die ersten 100 Tage zeigen, dass ihre Arbeit Wirkung entfaltet. Dauerhaft sauber bleibt unsere Stadt aber nur, wenn alle mithelfen. Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen oder auch Müll möglichst zu vermeiden.“ Verschmutzungen können auch weiterhin über das Bürgertipps-Portal gemeldet werden, weist die Stadt hin. Die Hinweise werden unter anderem dazu genutzt, Einsatzschwerpunkte zu erkennen und schnell auf neue Problemstellen zu reagieren.
- Stadt Winsen – Bürgertipps: https://buergertipps.winsen.de/
Problemthema Sperrmüll
Ein weiteres Thema, das regelmäßig an die Stadt herangetragen wird, ist illegal abgestellter Sperrmüll. Die Stadt weist darauf hin, dass hierfür der Landkreis Harburg zuständig ist. Als Sperrmüll gilt ausgedienter Hausrat in haushaltsüblicher Menge, der auch nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in die Hausmülltonne passt, beispielsweise Möbelteile, Matratzen oder Teppiche.
Die Abholung von Sperrmüll, Elektroschrott und Altmetall erfolgt im Auftrag der Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg durch die Otto Dörner Entsorgung GmbH und ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Noch brauchbare Möbelstücke werden von den Möbelscheunen abgeholt, zudem gibt es eine Sperrmüllbörse.
- Landkreis Harburg: Sperrmüllanmeldung und weitere Abholangebote
Wohin mit dem Müll in Lüneburg?
- GfA in Bardowick: Abfall direkt anliefern
Privatkunden können am Wertstoffhof in Bardowick Abfälle direkt abliefern – teils entgeltlich, teils kostenfrei. Das Entsorgungszentrum ist geöffnet von Montag bis Freitag von 7:00 bis 16:30 Uhr, an Samstagen von 8:00 bis 13:00 Uhr. - GfA Lüneburg: Abfall-ABC – Wohin mit welchem Abfall?
Die GfA ist öffentlich rechtlicher Entsorgungsträger im Landkreis und in der Hansestadt Lüneburg. Abfuhrkalender, Annahmestellen, Container – hier gibt es alle Informationen.
Mehr bei Lüne-Blog
- Bußgeld-Katalog Hamburg: Schärfere Strafen für Abfallsünder – 11.08.2026
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Foto: Lüne-Blog. Marstall Winsen mit der Figurengruppe „Die goldene Gans“ von Arne Ranslet nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm. Dem Märchen zufolge soll die Gruppe auch durch Winsen gezogen sein.
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