Hansestadt-News: Kein Alkohol Am Berge ab 22 Uhr, Bürger*innenrat startet – und neue Wegweiser
Kein Alkoholverkauf mehr ab 22 Uhr für die drei Kioske rund um die Straße Am Berge, informiert die Hansestadt. Außerdem startete der Bürger*innenrat zum Thema Kurpark und zur Information für Gäste und Einheimische soll es 44 neue Wegweiser geben. Erstmal werden jetzt die inzwischen unschönen roten Stelen abgebaut.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 18.08.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Lüne-Blog.
Hansestadt Lüneburg: Ab 22 Uhr Alkohol-Verkaufsverbot für Kioske rund um Am Berge
Foto: Lüne-Blog. Blick von der Straße Am Berge auf die Abtsmühle. Gleich drei Kioske bieten hier im Bereich ihre Waren an.
Mehr Ruhe für Anwohnende rund um die Straße Am Berge. Das möchte die Hansestadt Lüneburg mit einem nächtlichen Alkohol-Verkaufsverbot erreichen, das sie jetzt gegen drei Kioskbetreiber in der Nähe des Stintmarktes verhängt hat. Zwischen 22 und 6 Uhr dürfen die betroffenen Kioske ab sofort keinen Alkohol mehr verkaufen. Das Verbot ist mit Blick auf die warme Jahreszeit zunächst bis zum 31. Oktober dieses Jahres befristet und wird im Bedarfsfall verlängert.
Zahlreiche Beschwerden von Anwohnenden wegen nächtlicher Ruhestörung
Die Situation vor und rund um die Kioske hat sich zuletzt massiv zugespitzt. Das hat nicht nur der Kommunale Ordnungsdienst festgestellt. Auch zahlreiche Beschwerden von Anwohnenden bestätigen diese Entwicklung. Dabei ging es unter anderem um nicht hinnehmbaren Lärm. Bereits im Jahr 2021 hatte die Hansestadt aufgrund von vergleichbaren Beschwerden nächtliche Verkaufsverbote für Alkohol an Kiosken ausgesprochen.
Grölen und Auseinandersetzungen
Die Lautstärke geht zwar nicht von den Kiosken selbst aus. Die Betreiber müssen sich allerdings den Lärm zurechnen lassen, den die Kundschaft der Kioske verursacht. Die Kund*innen versorgen sich dort mit Alkohol und trinken ihn in unmittelbarer Nähe. „Befördert durch die enthemmende Wirkung des Alkohols neigen die regelmäßig in Gruppen auftretenden Personen zu lautstarkem Grölen und leider auch Auseinandersetzungen, welche die Anwohnenden vom Schlaf abhalten“, sagt Lüneburgs Ordnungsdezernent und Erster Stadtrat Markus Moßmann.
Zum Hintergrund: Schädliche Umwelteinwirkungen sind zu verhindern
Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz haben die Betreiber die Pflicht, ihre Kioske so zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen wie Lärm verhindert werden. Bereits 2020 hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot gegen Kioske als zulässiges Mittel gegen solche Lärmbelastungen angesehen.
II. Gemeinsam für den Kurpark: Bürger*innenrat 2026 gestartet
Wie können zentrale Bereiche des Kurparks weiterentwickelt und zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich in diesem Jahr der Lüneburger Bürger*innenrat. Das Gremium bestehend aus 30 ausgelosten Teilnehmenden nahm am Samstag, 15. August 2026, offiziell die Arbeit dazu auf.
Begrüßung durch OB Claudia Kalisch
Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch begrüßte den Bürger*innenrat zur ersten Sitzung im Huldigungssaal: „Ich freue mich sehr, dass Sie sich die Zeit nehmen, um mit uns über die Gestaltung des Kurparks zu sprechen. Das ist ein wichtiger Ort in Lüneburg, der so vielen Menschen am Herzen liegt. Darum bin ich gespannt, was für Ideen Sie mit dem Bürger*innenrat entwickeln.“ Im Fokus des Bürger*innenrates stehen die Konzertmuschel sowie die ehemalige Minigolfanlage. Ziel ist es, beide Bereiche behutsam und zeitgemäß weiterzuentwickeln und dabei den historischen Charakter des Kurparks zu bewahren.
Insgesamt sechs Sitzungen bis Anfang November 2026
Beim Auftakttermin ging es vor allem um das gegenseitige Kennenlernen, die gemeinsame Klärung der Aufgabenstellung sowie eine erste Ideensammlung. Insgesamt trifft sich der Bürger*innenrat sechsmal. Die nächsten Termine finden von September bis Anfang November 2026 statt – unter anderem direkt im Kurpark und in der Musikschule.
Anfang dieses Jahres hatte die Stadtverwaltung dazu aufgerufen, Themenvorschläge für den Bürger*innenrat 2026 einzureichen. Die eingegangenen Anregungen wurden gesichtet, bewertet und anschließend einer interfraktionellen Arbeitsgruppe übergeben. Diese empfahl die Themen „Kurpark“, „Grünere Gestaltung des Platzes Am Sande“ sowie „Mehr Grün in Lüneburg“ zur weiteren Beratung. Im Mai 2026 entschied sich der Rat schließlich für den Kurpark.
Hintergrund: Bürger*innenrat in Lüneburg
Der Lüneburger Bürger*innenrat tagt seit 2024 jährlich. Von den 600 zufällig ausgewählten Teilnehmenden sagten 2026 rund 50 Personen zu. Aus diesen Rückmeldungen wurden nach festgelegten Kriterien 30 Plätze verlost. Die Gruppe bildet die Lüneburger Stadtgesellschaft möglichst vielfältig und repräsentativ ab.
- Hansestadt Lüneburg: Bürger*innenrat Beteiligungsformat der Hansestadt Lüneburg
- Hansestadt Lüneburg: Bürgergutachten „Konsumfreie Orte für Kinder in der Innenstadt“
Am 12. Februar 2026 übergab der Bürger*innenrat dem Rat sein Gutachten zu konsumfreien Orten für Kinder in der Innenstadt. Es enthält neun Empfehlungen mit konsumfreien Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Auftakt zum Bürger*innenrat am 15. August 2026. Bis November 2026 beschäftigt sich das Gremium mit der Weiterentwicklung des Kurparks.
III. Neues Wegeleitsystem für die Lüneburger Innenstadt: Alte rote Stelen werden abgebaut
Ein neues touristisches Fußgängerleitsystem soll künftig beitragen, dass sich Besuchende und Einheimische in der Lüneburger Innenstadt gut zurechtfinden. Seit 17. August 2026 werden die insgesamt 14 roten Informationsstelen im Stadtgebiet abgebaut. Die sind inzwischen deutlich in die Jahre gekommen, weisen erhebliche Mängel auf und sind teilweise schlecht sichtbar. Viele Inhalte sind auch nicht mehr aktuell.
44 neue Wegweiser vorgesehen
Vorgesehen ist ein modernes, klar strukturiertes und stadtbildverträgliches Wegweisungssystem. Dafür werden an insgesamt 44 Standorten Pfeiler installiert. Start ist mit fünf Standorten, an denen 25 verschiedene Ziele ausgewiesen werden – touristische Highlights, öffentliche Einrichtungen und wichtige Verkehrsknotenpunkte.
Die ersten Pfeiler sind vorgesehen für den Liebesgrund (Ecke Bardowicker Straße), den Bereich Marienplatz / Neue Sülze / Waagestraße, den Lambertiplatz (Ecke Heiligengeiststraße), die Kreuzung Grapengießerstraße / Enge Straße und den Vorplatz am Westbahnhof. Im Lauf des Jahres sollen weitere Standorte dazukommen. Ziel ist ein flächendeckendes, modernes und zukunftsfähiges Fußgängerleitsystem für die gesamte Lüneburger Innenstadt.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Die 14 roten Stelen im Stadtgebiet sind inzwischen ziemlich in die Jahre gekommen und nicht mehr aktuell. Nun werden sie abgebaut.
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- Aus dem Rat: Kontaktcafé in der Schießgrabenstraße, neues Bürger-Gutachten und Maja Lucht als nächste Stadtbaurätin – 14.02.2026
Am 12. Februar 2026 tagte wieder der Rat der Hansestadt. Der Bürger*innenrat übergab dem Rat sein Gutachten zu konsumfreien Orten für Kinder in der Innenstadt. Maja Lucht wurde einstimmig als neue Stadtbaurätin und Nachfolgerin von Heike Gundermann gewählt. Und schließlich soll in der Schießgrabenstraße ein Kontaktcafè als Anlaufstelle für Menschen in schwieriger Lage eingerichtet werden.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Von links: Eva Kern, Koordinatorin des Bürger*innenrats, Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, die Mitglieder des Bürger*innenrats 2025, Tommy Ziegler, Josefina Budzisch und Franziska Hartmann und – ganz rechts – Bürgermeisterin Jule Grunau mit dem aktuellen Bürgergutachten am 12. Februar 2026.
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