Apfelernte im Bürgergarten des Landkreises Lüneburg. Foto: Landkreis Lüneburg.

Hansestadt-News: Hansecard, Obsternte, Breitband-Ausbau – und Sperrungen für Stadtlauf am 30. August 2026

Für den Lüneburger Stadtlauf am 30. August 2026 ist am Sonntag die Innenstadt gesperrt, weist die Hansestadt hin. Außerdem: Obst an städtischen Bäumen darf gerne geerntet werden. Die HanseCard für Vergünstigungen – zum Beispiel beim Eintritt ins Schwimmbad – gilt künftig für alle in Lüneburg, die Sozialleistungen beziehen, insgesamt rund 13.000 Menschen. Und bislang unterversorgte Bereiche in Häcklingen, Oedeme und Weststadt bekommen jetzt auch Breitband-Anschlüsse. 


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 25./26.08.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Landkreis Lüneburg.


I. Lüneburger Stadtlauf: Innenstadt am Sonntag, 30. August 2026, großräumig gesperrt

Foto: Landkreis Lüneburg (Archiv). Apfelernte im Bürgergarten des Landkreises Lüneburg. Auch der Landkreis Lüneburg erlaubt alljährlich, das Obst an den Bäumen zu ernten.

Straßensperrung am Sonntag, voraussichtlich 8 Uhr bis 15 Uhr

Am Sonntag, 30. August 2026, findet in Lüneburgs Innenstadt der Stadtlauf statt. Die Läufer*innen passieren verschiedene Strecken, Start- und Zielpunkt ist jeweils der Lüneburger Marktplatz. Die Lüneburger Innenstadt ist dafür für den Autoverkehr großräumig gesperrt. Das gilt auch für Busse, Taxen und Lieferverkehr.

Die Straßen Am Markt, Bardowicker Straße, An den Brodbänken, Rosenstraße, Am Berge, Am Sande, Rote Straße, Wallstraße, Salzstraße, Bei d. St. Lambertikirche, Schröderstraße, An der Münze und Am Ochsenmarkt sind am Sonntag ab circa 8 Uhr bis voraussichtlich 15 Uhr für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Die Parkflächen dort können zum Zeitpunkt des Laufes innerhalb der gesperrten Innenstadt nicht genutzt bzw. angefahren werden – das gilt auch für den Marienplatz. Wer mit dem Auto anreist, kann unter anderem die Parkhäuser am Rathaus (Am Graalwall) oder im Lünepark anfahren sowie die Parkflächen auf den Sülzwiesen und am Behördenzentrum.

II. HanseCard wird umgewandelt: Noch mehr Menschen profitieren von den Angeboten

Die Lüneburger Sozialkarte HanseCard erleichterte seit 2013 Kindern und Jugendlichen den Zugang zu öffentlichen Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten. Am 20. August 2026 hat Rat der Hansestadt Lüneburg nun beschlossen, dass die HanseCard umgewandelt werden soll. Auch Erwachsene sollen damit die mit der Karte verbundenen Vergünstigungen erhalten.

Künftig haben rund 13.000 Menschen Anspruch auf HanseCard

Künftig erhalten alle Menschen, die Bürgergeld oder Grundsicherung, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, die HanseCard. Auch der Seniorenpass der Hansestadt Lüneburg für Menschen ab 65 Jahren, die Sozialleistungen beziehen, wird in die HanseCard integriert.

Damit haben künftig rund 13.000 Menschen Anspruch auf die HanseCard. „Familien, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, können künftig gemeinsam etwas unternehmen, da nicht mehr nur die Kinder, sondern auch die Eltern und Großeltern von den Vergünstigungen profitieren“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.

Vor allem Schwimm- und Sportangebote genutzt – Stadt will Angebot ausweiten

Im Jahr 2024 haben insgesamt 4193 Kinder und Jugendliche die HanseCard erhalten, darunter 377 junge Ehrenamtliche. Sie nutzten ihre HanseCard vor allem für Besuche im Freibad, Sportbad, im SaLü und im Eisstadion Adendorf. Mit Abstand folgen die Kunstschule Ikarus, das Ostpreußische Landesmuseum, Theater, Wasserturm und Familienbildungsstätte.

Das Angebot wird im Zuge der Umwandlung der HanseCard erweitert. Dazu wird die Stadtverwaltung mit möglichen Kooperationspartnern ins Gespräch gehen. Ziel ist es, dass die HanseCard und die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen in und um Lüneburg möglichst einheitliche Vergünstigungen anbieten. Denn: Jugendliche Ehrenamtliche, die bislang die HanseCard in Anspruch nehmen, können künftig wie alle anderen engagierten Menschen die Ehrenamtskarte oder die bundesweite Jugendleiter-Card (JULEICA) beantragen.

Keine höheren Kosten für die Stadt

Durch die Umstellung des Konzepts zur HanseCard fallen für die Hansestadt keine höheren Kosten an, auch wenn mehr Menschen von der Sozialkarte profitieren. Für die Umwandlung der Karte rechnet die Hansestadt mit Kosten von rund 39.000 Euro für Material und Personal, die bereits im aktuellen Haushalt eingeplant sind. In den Folgejahren reduziert sich vor allem der Personalaufwand. Entsprechende finanzielle Mittel werden in den Haushaltsplanentwurf für 2027 eingebracht.

III. Einladung zur Obsternte im Stadtgebiet: Früchte dürfen gern geerntet werden

Äpfel, Birnen und Pflaumen hängen derzeit an vielen Obstbäumen im Lüneburger Stadtgebiet. Die Früchte dürfen von Bürgerinnen und Bürgern gepflückt oder als Fallobst aufgesammelt und mitgenommen werden. Die Hansestadt Lüneburg freut sich, wenn das Obst gegessen wird, anstatt ungenutzt zu verderben. „Es ist schade, wenn die Früchte nicht geerntet werden. Wir freuen uns deshalb, wenn die Lüneburgerinnen und Lüneburger das Angebot nutzen“, sagt Constanze Keuter, Leiterin der Grünplanung bei der Hansestadt Lüneburg. 

„Wer die Früchte direkt vom Baum pflücken möchte, kann einen Apfelpflücker verwenden“, empfiehlt Keuter. Auch Fallobst lasse sich gut nutzen – beispielsweise für Apfelmus. Das Aufsammeln des Fallobstes entlastet auch die Mitarbeitenden der AGL: Sie müssen dadurch weniger Fallobst beseitigen und die betroffenen Flächen reinigen.

Bitte beim Pflücken beachten:
• Äste dürfen weder geschüttelt noch heruntergezogen werden.
• Das Klettern in die Bäume ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Gerade die Äste älterer Obstbäume können hohl sein und leicht brechen.
• Vorsicht beim Ernten in der Nähe von Straßen!
• Das Ernten und der Verzehr erfolgen auf eigene Gefahr. Eine Haftung der Hansestadt Lüneburg ist ausgeschlossen.

IV. Hier wird gebaut: Spatenstich für Glasfaserlückenschluss

Mit dem symbolischen Spatenstich startete am 24. August 2026 das Bauvorhaben zum Schließen von Glasfaserlücken in Lüneburg. Bislang unterversorgte Bereiche in den Ortsteilen Häcklingen, Oedeme und Weststadt werden an eine leistungsfähige digitale Infrastruktur angeschlossen. „Leistungsfähige Glasfasernetze bilden die Grundlage für modernes Arbeiten, digitales Lernen, innovative Unternehmen und eine hohe Lebensqualität“, freut sich Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. 

Gefördert von Bund und Land Niedersachsen

Die Finanzierung des Vorhabens mit einem Volumen von rund 370.000 Euro teilen sich der Bund, das Land Niedersachsen und die Hansestadt Lüneburg: Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernimmt 50 Prozent der förderfähigen Kosten, das Land beteiligt sich mit einer Kofinanzierung in Höhe von 25 Prozent, die verbleibenden 25 Prozent trägt die Hansestadt Lüneburg.

„Mit der Gigabitförderung unterstützen wir Kommunen dabei, verbleibende Versorgungslücken gezielt zu schließen. Das Vorhaben in Lüneburg zeigt, wie bestehende Netze sinnvoll ergänzt und die digitale Teilhabe vor Ort gestärkt werden können“, sagt Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung.

Versorgungslücke bei 26 Adressen in den drei Stadtteilen 

Grundlage für das Ausbauvorhaben sind der im Jahr 2024 durchgeführte Branchendialog und ein Markterkundungsverfahren. Dabei stellte sich heraus, dass insgesamt 26 Adressen in den drei Stadtteilen weiterhin nicht ausreichend mit gigabitfähigen Breitbandanschlüssen versorgt sind, allerdings die Fördervoraussetzungen erfüllen. Mit dem nun beginnenden Ausbau wird diese Versorgungslücke gezielt geschlossen. Die Teilnahme am Förderprogramm basiert auf einem Beschluss des Rates der Hansestadt vom 19. September 2024, mit dem der Rat den Weg freigemacht hat, Fördermittel zu beantragen und das Projekt umzusetzen.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Sie freuen sich, dass der geförderte Glasfaserlückenschluss in Lüneburg beginnen kann - von links: Carl-Ernst Müller (Chief Digital Officer bei der Hansestadt Lüneburg), Mario Leupold (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lüneburg), Dr. Dominik Mayer (Referatsleiter Digitale Infrastruktur beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen), Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Peter Richter (Konzernbevollmächtigter Region Nord der Telekom Deutschland GmbH), Alexandra Mause (Leiterin des Referats „Förderung des Breitbandausbaus“ beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung), Stefan Molkentin (Prokurist der aconium GmbH) und Anna Bauseneick (Vorsitzende des Lüneburger Wirtschaftsausschusses und Landtagsabgeordnete).

Foto: Hansestadt Lüneburg. Sie freuen sich, dass der geförderte Glasfaserlückenschluss in Lüneburg beginnen kann – von links: Carl-Ernst Müller (Chief Digital Officer bei der Hansestadt Lüneburg), Mario Leupold (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lüneburg), Dr. Dominik Mayer (Referatsleiter Digitale Infrastruktur beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen), Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Peter Richter (Konzernbevollmächtigter Region Nord der Telekom Deutschland GmbH), Alexandra Mause (Leiterin des Referats „Förderung des Breitbandausbaus“ beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung), Stefan Molkentin (Prokurist der aconium GmbH) und Anna Bauseneick (Vorsitzende des Lüneburger Wirtschaftsausschusses und Landtagsabgeordnete).

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