DB-Qualitätsoffensive Hamburg-Hannover verschoben – OB Kalisch: „Ohrfeige für Pendler:innen“
Durch den langen Winter verzögert sich die Fertigstellung der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Als Folge soll auch die ab Mai geplante DB-„Qualitätsoffensive“ zwischen Hamburg und Hannover verschoben werden. Am 13. März 2026 will die Bahn weitere Informationen mitteilen. Die Verspätungen stoßen auf deutliche Kritik in der Region.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 17.02.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Lüne-Blog. Bahnhof Lüneburg – Eingangsbereich.
I. „Ohrfeige für Pendler:innen“: OB Kalisch kritisiert Verzögerungen der „Qualitätsoffensive“ zwischen Hamburg und Hannover
Nachdem die Deutsche Bahn erst kürzlich bei einer Info-Veranstaltung zum Zeitplan und zu den Details der sogenannten Qualitätsoffensive auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover informiert hatte, gibt es jetzt einen neuen Zeitplan. Grund dafür sind Verzögerungen bei der aktuellen Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Die Bahn will eigenen Angaben zufolge vermeiden, dass zwei wichtige Strecken gleichzeitig gesperrt sind. Am 13. März 2026 will die Bahn konkrete Aussagen dazu machen, wie es weitergeht.
Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch kritisiert das Vorgehen der Bahn: „Wenn es zu Verzögerungen bei den Baumaßnahmen zwischen Hamburg und Hannover kommen sollte, ist das mehr als nur ärgerlich. Es ist – um es deutlich zu sagen – eine Ohrfeige für alle Pendler:innen, die sich frühzeitig gekümmert und auf den genannten Zeitraum eingestellt haben.
Planungen werden über den Haufen geworfen
„Seit einem Jahr kommuniziert die Deutsche Bahn, dass die sogenannte Qualitätsoffensive am 1. Mai 2026 beginnen wird. Viele Menschen haben entsprechend ihren Urlaub geplant oder andere Maßnahmen ergriffen, um durch diese Zeit zu kommen“, beschreibt Kalisch. „Die Bahn muss jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um die Verzögerungen so gering wie möglich zu halten und den immer wieder kommunizierten Zeitkorridor bestmöglich einzuhalten. Denn die Menschen benötigen Planungssicherheit.“
Kein Puffer im Zeitplan eingeplant?
„Verwunderlich ist, dass die Bahn anscheinend keine oder zu wenig Puffer zwischen zwei derartigen Großmaßnahmen einplant hat“, kritisiert die Oberbürgermeisterin. „Am 30.4. sollte die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin beendet sein, am 1. Mai sollte die ‚Qualitätsoffensive‘ zwischen Hamburg und Hannover beginnen. Das setzt eine sehr hohe Verbindlichkeit der Planungen und die Berücksichtigung einer längeren Winterlage voraus.“
- DB: Aktuelle Informationen zur Generalsanierung Hamburg–Berlin – Antworten auf wichtige Fragen – 17.02.2026
Am 16. Februar 2026 wurde im Rahmen einer Presseinformation über witterungsbedingte Verzögerungen bei der Generalsanierung Hamburg-Berlin informiert. Aufgrund der großen überregionalen Berichterstattung und vieler Nachfragen anbei einige Antworten auf die wichtigsten Fragen. Ein angepasstes Konzept für die Inbetriebnahme soll am 13. März 2026 vorgestellt werden. - NDR: Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg wird später saniert – 17.02.2026
Die Deutsche Bahn verschiebt die für ab Mai geplante Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hannover, Lüneburg und Hamburg. Der Grund: Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin bleibt länger gesperrt als vorgesehen. Das wochenlange Winterwetter hat die Arbeiten der laufenden Generalsanierung behindert.
II. Julia Verlinden: Verkehrs-Infrastruktur auf Verschleiß gefahren
Mitteilung von: Dr. Julia Verlinden – Am: 17.02.2026 – Online: https://julia-verlinden.de/
Aufgrund der winterlichen Witterung verzögern sich die Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin um mehrere Wochen, wie die Deutsche Bahn am Montag mitgeteilt hat. „Die Sanierung dieser wichtigen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin war dringend notwendig, denn die schwarz-roten Koalitionen 2013-2021 hatten die Verkehrs-Infrastruktur auf Verschleiß gefahren. Leidtragende sind vor allem die vielen Pendler*innen, die auf die Bahn angewiesen sind“, erklärt die Lüneburger Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden (Grüne).
„Ich bin froh, dass Dank der Ampel-Koalition kräftig investiert wird und wir in einigen Jahren wieder verlässlicher mit dem Zug unterwegs sein können. Die Menschen brauchen aber auch verlässliche Zeitpläne über solche Sanierungsmaßnahmen. Es ist ärgerlich, dass erst Mitte März mitgeteilt werden soll, wie viel Verspätung die Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin haben wird.“
- Dr. Julia Verlinden: https://julia-verlinden.de
III. Junge Union Lüneburg: Qualitätsoffensive 2026 zwischen Hamburg und Hannover verlässlich umsetzen
Mitteilung von: Junge Union Lüneburg – Am: 17.02.2026 – Online: https://www.ju-lueneburg.de/
Die Junge Union Lüneburg begrüßt die Qualitätsoffensive 2026 der Deutsche Bahn auf der zentralen Bahnverbindung zwischen Hamburg und Hannover. Die angekündigten Maßnahmen seien ein wichtiger Schritt zur Verbesserung von Infrastruktur, Betriebsqualität und Fahrgastkomfort im Norden. Gleichzeitig mahnt Arwed Köster, Kreisvorsitzender der Jungen Union, eine konsequent termingerechte Umsetzung an.
Bus-Ersatzverkehr im Prozess evaluieren und verbessern
Positiv bewertet die Junge Union die engagierten Bestrebungen des Landkreises und der Hansestadt Lüneburg, frühzeitig alternative Fahrmöglichkeiten bereitzustellen. Der Ersatzverkehr ist ein wichtiger Bestandteil, um während der Bauphase die Mobilität möglichst zuverlässig aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig muss ehrlich und fortlaufend evaluiert werden, welche Schwächen bestehen.
Forderung nach Expressbussen
Insbesondere für Fernreisende sollte die Option von Expressbussen bedacht werden. Die Strecke Lüneburg-Hannover wird regelmäßig von Pendlern genutzt. Es kann nicht die Regel sein, dass diese Menschen regelmäßig Arbeitswege von fast drei Stunden mit Umstiegen auf sich nehmen müssen. „Es muss andere Wege geben, in kürzerer Zeit von Lüneburg direkt nach Hannover zu fahren. Solche Angebote sollte auch die deutsche Bahn, zum üblichen Tarif, als Ersatz schaffen“, so Köster.
Fertigstellung am 10. Juli 2026 wichtiger Stichtag
Mit Nachdruck betont die JU Lüneburg die Bedeutung des Stichtags 10. Juli 2026.* Eine pünktliche Fertigstellung der Maßnahmen sei unerlässlich, um Pendlerverkehre zu stabilisieren, den stark frequentierten Sommerreiseverkehr nicht zusätzlich zu belasten, die Netzfunktion der wichtigen Nord-Süd-Achse zu sichern und das Vertrauen der Fahrgäste in die Qualitätsoffensive zu stärken. Zudem sei die Verbindung von hoher wirtschaftlicher Bedeutung für die gesamte Region.
- Junge Union Lüneburg: https://www.ju-lueneburg.de
*Sommerferien-Termine: Niedersachsen 02.07.-12.08.2026, Hamburg vom 09.07.-01.09.2026, Schleswig-Holstein 04.07.-15.08.2026.
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- Gemeinsam durch die Zeit der Streckensperrung: Fahrgemeinschaften mit „Routenretter.de“ – 12.02.2026
Vom 1. Mai bis 10. Juli 2026 fährt kein Personenzug mehr zwischen Lüneburg und Hannover. Der Bus-Ersatzverkehr ist zeitaufwändig. Als Alternative haben Hansestadt und Landkreis Lüneburg das Portal „Routenretter.de“ einrichten lassen. Wer mit dem Auto pendelt, kann hier sich hier eintragen, wer eine Mitfahrmöglichkeit sucht, ebenfalls. Angebote sind schon da!

Foto: Hansestadt Lüneburg. Werben für das Angebot Routenretter.de – von links: Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Jonas Griesche, Leiter für Vertrieb und Marketing beim Medienhaus Lüneburg, Lüneburgs Landrat Jens Böther und Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH.
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