Die neuen Schüler-Guides der Herderschule. Foto: Foto: David Wieblitz.

„Euthanasie“-Gedenkstätte: Rundgang mit neuen Schüler-Guides am 5. Juni 2024

Ein Schuljahr lang haben sich die Zehntklässer:innen vorbereitet, am 5. Juni 2024 feiern sie den Abschluss ihrer Ausbildung. Als Schüler-Guides führen sie künftig auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg zur Geschichte der Krankenmorde. Am Mittwoch, 5. Juni 2024, sind Interessierte zu einer öffentlichen Führung eingeladen.


Mitteilung von: „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg gGmbH – Am: 31.05.2024
Online: https://www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette – Foto: David Wieblitz


Startschuss für neun Schüler*innen-Guides und öffentlicher Rundgang am 5. Juni 2024

Foto: David Wieblitz. Diese Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herderschule führen künftig Gruppen zur Geschichte der Krankenmorde über das Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg.

Mittwoch, 5. Juni 2024, 15 Uhr – „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg (Haus 34 auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, ehemaliges Badehaus am Wasserturm), Am Wienebütteler Weg 1.

Neun engagierte Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herderschule haben sich in diesem Schuljahr im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ unter der Leitung der Lehrkräfte David Wieblitz und Wiebke Bosholm an der „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg zu Schüler*innen-Guides ausbilden lassen. Am Mittwoch, 5. Juni 2024, findet in der Aula der Herderschule der feierliche Abschluss ihrer Ausbildung statt und sie erhalten ihre Zertifikate.

Einladung zum Rundgang für Interessierte am Mittwoch, 5. Juni 2024, 15 Uhr

Am Nachmittag bieten die neuen Schüler*innen-Guides dann um 15 Uhr einen öffentlichen Rundgang für alle Interessierten an. Das Angebot ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Treffpunkt ist die „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg (Haus 34 auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, ehemaliges Badehaus am Wasserturm), Am Wienebütteler Weg 1.

Ausbildung mit Theorie und Praxis

Die Ausbildung hatte Theorie- und Praxisanteile: Die Schüler*innen, alle aus der 10. Klasse, erhielten einen Überblick zur Geschichte von Lüneburg im Nationalsozialismus, der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg und der „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus.

Zusätzlich konnten sie methodische und praktische Erfahrungen sammeln im Rahmen von Beispielführungen in Museen und Gedenkstätten, einem eigenen Sprechtraining und Probeführungen über das Gelände. Künftig können die Schüler*innen-Guides regulär für 60-minütige Rundgänge gebucht werden.

Abschlussfeier mit anschließender Führung der Mitschüler*innen

Zu der Abschlussfeier der Ausbildung der Schüler*innen-Guides ist der Ärztliche Direktor der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, Dr. Marc Burlon, eingeladen. Auch Schulleiter Thorsten Schnell, David Wieblitz sowie die Leiterin der Gedenkstätte, Dr. Carola Rudnick, werden Grußworte sprechen. Im Anschluss an die Verleihung wird die 10. Klassenstufe durch die frisch „getauften“ Schüler*innen-Guides über das Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg geführt.

Mehr Information und Kontakt

Wasserturm auf dem Klinik-Gelände am Wienbütteler Weg in Lüneburg. Foto: Radler59, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lueneburg_Wasserturm_Wienbuetteler_Weg-01.jpg

Wasserturm auf dem Klinik-Gelände am Wienbütteler Weg in Lüneburg. Foto: Radler59, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons.

Lünepedia: Psychiatrische Klinik Lüneburg

Die Psychiatrische Klinik Lüneburg, eine gemeinnützige GmbH (Abkürzung: PKL, ehemals Niedersächsisches Landeskrankenhaus Lüneburg), ist das städtische Fachkrankenhaus der niedersächsischen Hansestadt Lüneburg für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sowie Forensische Psychiatrie und Forensische Psychotherapie.

Im Zuge der „Rassenhygiene“ der NS-Politik wurden ab Herbst 1939 schrittweise vermehrt „Euthanasie-Erlaubnisse“ erlassen. In keiner anderen niedersächsischen Anstalt kamen so viele minderjährige Patienten im Zuge der „Aktion T4“ (Codename einer Aussonderungsaktion und „planwirtschaftlichen Verlegung“ von Patienten mit verschiedensten Behinderungen mit reichsweit über 70.000 Morden an Anstaltspatienten) ums Leben.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Psychiatrische_Klinik_Lüneburg

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