Junge Frau, allein. Foto: Anemone123, Pixabay.

Für Angehörige und Betroffene: Suchtberatung in Niedersachsen jetzt auch online

Zu Themen wie Drogen, Sucht, Substanzkonsum, Glücksspielen und Medienkonsum können sich Angehörige und Betroffene jetzt online Hilfe holen: Freundlich, professionell, anonym – und kostenfrei! Seit 17. Oktober 2022 gibt es dafür ein neues, bundesweites Internetangebot.


Mitteilung von: Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Am: 17.10.2022
Online: mehr


Suchtberatung jetzt in Niedersachsen auch online: Bundesweite Beratungsplattform startet

Eine kostenfreie und professionelle Suchtberatung für suchtgefährdete und suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen ist in Niedersachsen jetzt auch online möglich. Das kostenfreie Beratungsangebot „DigiSucht” startet zum 17.10.2022 bundesweit unter dem Internetlink https://www.suchtberatung.digital/

Ziel von „DigiSucht” ist es, zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten für Ratsuchende anzubieten. Die Beratung erfolgt wahlweise über Video, Chat oder vor Ort. Zusätzliche Angebote wie das Konsumtagebuch oder die Motivationswaage begleiten den Beratungsprozess.

Beratung mit anonymem Account

Ratsuchende können sich auf der Internetseite https://www.suchtberatung.digital/ in einem geschützten und anonymen Rahmen an qualifizierte Suchtberaterinnen und Suchtberater wenden. Es wird keine App oder anderweitige Software benötigt.

Für die Beratung ist eine Registrierung zur Anlage eines Account nötig. Dabei wird nach Alter, Geschlecht und Anliegen gefragt sowie ein Benutzername gewählt. Der Benutzername ist frei wählbar. Ansonsten ist die Beratung auf Wunsch vollkommen anonym.

Die Angabe einer E-Mail-Adresse kann nach Abschluss der Registrierung freiwillig erfolgen. Hinterlegte E-Mail Adressen sind für Beraterinnen und Berater nicht einsehbar.

“Schnelles, unkompliziertes und dennoch qualifiziertes Angebot”

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unterstützt das Projekt und hat die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS) mit der Koordination beauftragt.

Sozialministerin Daniela Behrens: „Wir wollen mit dem neuen Angebot den nachgewiesenen hohen Wirkungsgrad der ambulanten Suchtberatung ausweiten und unsere Beratungsstellen durch die Nutzung moderner Technologien zukunftsweisend aufstellen. Ich freue mich, dass wir durch Lerntools und per Videochats insbesondere junge Menschen besser erreichen können.

Allen Ratsuchenden in Stadt oder Land steht nun – auch in Kombination analoger und digitaler Beratung – ein schnelles, unkompliziertes und dennoch qualifiziertes Angebot zur Verfügung.”

Ausweitung in ganz Niedersachsen vorgesehen

Derzeit erproben vier Modellberatungsstellen in Osnabrück, Delmenhorst, Braunschweig und Hannover die Beratungsplattform und nehmen Anfragen entgegen.

Der Geschäftsführer der NLS Michael Cuypers betont: „Ein wichtiges Anliegen ist die schnelle Ausweitung der Digitalisierung der Suchtberatung bei möglichst vielen der 75 Beratungsstellen in Niedersachsen ab dem kommenden Jahr.”

Hintergrund: DigiSucht-Plattform

DigiSucht ist ein Projekt zur Entwicklung und Implementierung einer digitalen Suchtberatungsplattform, das seit 2020 durch die delphi Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten entwickelt wurde. Konzept und Umsetzung werden von der delphi GmbH bundesweit fachlich mit allen Trägern von Suchtberatungsstellen sowie allen Bundesländern abgestimmt.

Das Projekt wird bis September 2023 vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. Eine Weiterfinanzierung durch das Land Niedersachsen ist ab 2023 geplant.


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