Hansestadt Lüneburg: Das steht an für 2026 – Vorschau aufs neue Jahr
Von B wie barrierefreie Bushaltestellen und Baugebiet Bilmer Berg bis Z wie 50 Jahre Zweigstelle der Ratsbücherei in Kaltenmoor: Die Hansestadt Lüneburg hat für 2026 eine Menge vor. Hier die „Kurzübersicht“, die freilich schon sehr ausführlich ist. Auf der Internetseite der Stadt gibt es eine Langfassung für die, die es noch genauer wissen wollen.
Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 30.12.2025
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.
Hansestadt Lüneburg: Jahresausblick 2026
Foto: Hansestadt Lüneburg. Der Skatepark an den Sülzwiesen ist ein beliebter Treffpunkt in Lüneburg. 2026 wird die Umgestaltung der Sülzwiesen im Rahmen des Förderprogramms „Resiliente Innenstädte“ fortgesetzt, geplant sind eine Skate-Plaza für jüngere Skate-Fans, ein Trialbike-Parcours und Sportgeräte für ältere Menschen.
Was bewegt Lüneburg im Jahr 2026? Welche wichtigen Projekte stehen an? Zentrale Vorhaben sind unten zusammengefasst. Einen umfassenden Überblick bietet die Hansestadt auf ihrer Internetseite.
1.Bildung und Bauprojekte an Schulen und Kitas – 2. Soziales und Jugend
3. Stadtentwicklung und Bauprojekte Innenstadt – 4. Mobilität und Straßenbau
5. Bahn – 6. Nachhaltigkeit und Umwelt
7. Grünprojekte und Spielplätze – 8. Ordnung und Sicherheit
9. Beteiligung – 10. Sport, Kultur und Veranstaltungen
11. Wohnen – 12. Digitalisierung und Smart City
13. Finanzen und Innere Verwaltung
- Hansestadt Lüneburg: Wichtige Projekte und Herausforderungen 2026 – ausführliche Übersicht
1. Bildung und Bauprojekte Schulen
- Umsetzung des Ganztagsschulanspruchs: Gemeinsam mit den städtischen Grundschulen setzt die Hansestadt den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung um. So gibt es für alle Grundschulkinder ein gutes, kostenloses Angebot.
- Bildungspakt: Der Bildungspakt 2040 geht als Fahrplan für die Sanierung städtischer Schulen und Kitas Anfang des Jahres in die politischen Gremien.
- Johanneum: Der Bau eines Fachunterrichtsgebäudes für die naturwissenschaftlichen Fächer sowie für Kunst und ein Selbstlernzentrum starten. Auch die Außenanlagen inklusive Sportflächen werden erneuert.
- Wilhelm-Raabe-Schule: Im Zuge des Dachausbaus der Schule werden ein neuer Kunstsaal sowie neue Unterrichtsräume geschaffen. Darüber hinaus werden die Aula saniert, die Bühnentechnik erneuert und das Brandschutzkonzept an der Schule angepasst.
- IGS Kreideberg: Ein neues Oberstufenzentrum wird an der IGS Kreideberg gebaut. In dem zweigeschossigen Holzbau entstehen zwölf allgemeine Unterrichtsräume, dazu Neben- und Sanitärräume. Darüber hinaus wird es im Erdgeschoss zusätzlichen Platz für die KredO-Stadtteilarbeit geben.
- Herderschule: Die Sanierung von Technik und Brandschutz in der Schulaula wird abgeschlossen. Für 2026/2027 ist an der Schule zudem ein neuer Aufzug für das Hauptgebäude geplant sowie der Umbau des Schul-WCs.
- Igelschule: Der Außenbereich des westlichen Schulhofes wird umgestaltet, u. a. mit einem Rolli-Parcours für die Kinder der Inklusionsklasse.
- Grundschule Lüne: Der zweite Bauabschnitt für den Ausbau zur Ganztagsschule und damit die Sanierung des hinteren Bestandsgebäudes beginnt.
2. Soziales und Jugend
- Szenecafé: Die Stadt hat das Ziel, gemeinsam mit relevanten Akteur:innen ein Szenecafé einzurichten.
- Stadtkonferenz zum Ehrenamt: Die 5. Lüneburger Stadtkonferenz findet zum Thema „Ehrenamt im Wandel“ statt. Die Verwaltung tauscht sich mit Engagierten aus, um neue Perspektiven zu schaffen und sich noch besser zu vernetzen.
- Jugendtreff Lüneburg: Die Umbauten zum Jugendzentrum Stadtmitte im „Vierorten-Haus“ an der Salzstraße 1 sind 2025 gestartet und hatten sich aufgrund von Brandschutzmängeln in den gemieteten Räumlichkeiten verzögert. Die Einweihung ist nun Anfang 2026 geplant.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Baustelle Wilhelm-Raabe-Schule. Um den Schulbetrieb vor Lärm, Staub und Baustellenverkehr zu schützen, wird die Baustelle soweit wie möglich von außen über Gerüst und Lastenaufzug erschlossen.
3. Stadtentwicklung & Bauprojekte Innenstadt
- Belebung der Sülzwiesen: Die Umgestaltung der Sülzwiesen im Rahmen des Förderprogramms „Resiliente Innenstädte“ wird fortgesetzt. 2026 sind eine Skate-Plaza für jüngere Skate-Fans, ein Trialbike-Parcours und Sportgeräte für ältere Menschen geplant.
- Wegesystem Innenstadt: Die veralteten roten Informationsstelen sollen durch moderne Pfeilwegweiser ersetzt und um weitere Standorte ergänzt werden. Ziel ist ein funktionierendes Wegeleitsystem für die Lüneburger Innenstadt.
- Glockenhaus: Der Veranstaltungsraum im Erdgeschoss wird modernisiert und auf den Stand der Technik gebracht
- Baugebiet am Wienebütteler Weg: Nachdem die Erschließung fristgerecht abgeschlossen wurde, beginnt 2026 der Hochbau im neuen städtischen Wohngebiet. Neben der LüWoBau erwerben dort private Bauherren und auch einige Baugruppen Grundstücke.
4. Mobilität und Straßenbau
- Polleranlage Innenstadt: Die Stadt installiert die erste von fünf geplanten Polleranlagen – eine Kombination aus versenkbaren und festen Pollern – an der Neuen Sülze/Salzstraße. Dadurch soll das dortige Durchfahrtsverbot für unberechtigte Verkehre durchgesetzt werden. In diesem Zuge muss auch der Straßenraum angepasst werden. Die Straßenbaumaßnahmen sind auf den Fahrradring abgestimmt, der Rat hatte für den Abschnitt im Bereich der Polleranlage grünes Licht gegeben.
- Schlaglochsanierung: Im Rahmen des Masterplans zur Schlaglochsanierung werden mehrere Straßen saniert, die in einem sehr schlechten Zustand sind. Dazu zählen Teile der Böcklerstraße, der Schomakerstraße und der Artlenburger Landstraße.
- Gehwegsanierung: Der Gehweg am Alten Hessenweg in Häcklingen wird saniert. Ebenfalls saniert werden einige Gehwege rund um die Eckpfeiler-Häuser in Kaltenmoor.
- Dahlenburger Landstraße: Die Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Dahlenburger Landstraße werden fortgesetzt. Der Umbau dient unter anderem der verkehrlichen Erschließung des ehemaligen Lucia-Geländes.
- Bushaltestellen: Weitere barrierefreie Umbauten von Bushaltestellen sind geplant, u. a. in der Elbinger Straße stadtauswärts, in der Boitzenburger Straße, im Ginsterweg und an der Neuen Sülze.
- Lärmaktionsplanung: 2026 werden sukzessive Maßnahmen zur Lärmminderung umgesetzt – basierend auf den Empfehlungen der Lärmaktionsplanung aus 2025. Geprüft werden u. a. mögliche Tempo 30-Abschnitte an besonders lauten und viel befahrenden Straßen.
- Erschließung Bilmer Berg: Die Hansestadt begleitet die Erschließung und den Straßenausbau im ersten Teil des neuen Gewerbegebiets.

Eingang zum Glockenhaus. mit dem Wasserspiel im Glockenhof. Foto: Lüne-Blog.
5. Bahn
- Sperrung Bahnstrecke Lüneburg-Hannover: Im Rahmen der sogenannten „Qualitätsoffensive“ der DB vom 1. Mai 2026 bis 10. Juli 2026 sperrt die Bahn die Bahngleise zwischen Lüneburg und Hannover. Die Hansestadt kämpft insbesondere mit Blick auf Pendler:innen für einen bedarfsgerechten Schienenersatzverkehr. Zudem setzt sich die Stadt für eine Durchbindung des Schienenersatzverkehrs bis nach Winsen ein, da auch die Verbindung nach Hamburg deutlich eingeschränkt sein wird.
- Bleckeder Landstraße: Die Arbeiten der DB zur Brückenerneuerung und dem angrenzenden Straßenbereich werden fortgesetzt. Am Anfang des Jahres muss die Bahnhofsstraße im Norden des Bahnhofs gesperrt werden. Dies bedeutet weitere Einschränkungen, insbesondere für Fuß- und Radverkehr.
6. Nachhaltigkeit und Umwelt
- Photovoltaik-Freiflächen-Park: Der erste PV-Freiflächenpark soll auf einer städtischen Fläche an der A39 entstehen – die bauliche Umsetzung startet voraussichtlich Ende 2026.
- Sanierung der Ufermauern im Alten Hafen: Untersuchungen und Beginn von Sanierungen ab 2026 bis 2027. In die Planung werden mögliche Liegeplätze für den historischen Ewer mitgedacht.
- Nachhaltigkeitsbericht: Die Stadt veröffentlicht den neuen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser basiert auf Indikatoren, die sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) orientieren. Der Bericht ist ein Steuerungselement und zeigt auf, was schon erreicht wurde und wo weiter Handlungsbedarf besteht.

Grafik: Elbe Solar GmbH. Lüneburgs erster Photovoltaik-Freiflächenpark soll auf einer städtischen Fläche an der A39 entstehen.
7. Grünprojekte und Spielplätze
- Neue Spielplätze: Der Spielplatz Eichenhein in Häcklingen wird fertiggestellt. Es starten die Neugestaltungen der Spielplätze Liebesgrund und Auf der Rübekuhle (Altstadt).
- Kreidebergsee: Am Ostufer wird eine Holz-Plattform als Aufenthaltsort und für die Entlastung der Uferbereiche gebaut. Darüber hinaus bringt die Stadt neue Nistkästen für Fledermäuse rund um den Kreidebergsee an.
- Friedhöfe: Die Neugestaltung von Kriegsgräberanlagen auf dem Zentralfriedhof wird umgesetzt. Auf dem Michaelisfriedhof werden historischer Grabstätten saniert.
- Jüdischer Friedhof Lüneburg: Nach der Neugestaltung durch die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wird der jüdische Friedhof an die jüdische Gemeinde Niedersachsen übergeben. Der Festakt findet am 28. Mai 2026 im Rathaus statt.
8. Ordnung und Sicherheit
- Sicherheit Innenstadt: Die Stadt prüft die Einführung von Alkoholverbotszonen in der Innenstadt sowie von Alkoholverkaufsverboten zu bestimmten Zeiten in bestimmten Geschäften. Die Stadt ist außerdem im Austausch mit der Polizei zu einem Pilotprojekt zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum.
- Sirenen: Nachdem die Stadt 2025 zwei mobile Sirenen angeschafft hat, um die Bevölkerung schnell und unkompliziert erreichen und warnen zu können, werden 2026 zusätzlich vier feste Sirenen installiert.
- Kampfmittelsondierungen: Die Untersuchungen der Blindgänger-Verdachtspunkte werden fortgesetzt. Einige der 94 neuen Verdachtspunkte konnten schon in 2025 abgearbeitet werden – zum Glück ohne Funde.

Visualisierung der geplanten Plattform am Kreidebergsee. Grafik: LILASp, A. Calitz
9. Beteiligung
- Kommunalwahlen 2026: Am 13. September 2026 wählt Lüneburg einen neuen Rat sowie eine:n Oberbürgermeister:in für Lüneburg. Die Wahllokale im Stadtgebiet werden von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein.
- Bürger:innenrat 2026: Im 1. Quartal 2026 startet die öffentlichen Themensammlung für den Bürger:innenrat 2026. Nach einer Entscheidung über das Thema werden die Einladungen an 600 zufällig ausgeloste Lüneburger:innen im Sommer verschickt, die Sitzungen sind für Herbst geplant.
10. Sport
- Sportanlage Lüneburger SV in Kaltenmoor: Nach der Sanierung des Schulsportplatzes werden die B- und C-Plätze sowie einige Nebenflächen saniert.
- Sportanlage MTV Treubund am Hasenburger Grund: Für den Neubau des Umkleidegebäudes auf der Sportanlage im Hasenburger Grund wird 2026 ein Generalunternehmer beauftragt. Dieser wird die Planung für den Modulbau erstellen, der Bau soll 2027 beginnen.
- Sportpark Bilmer Berg: Die Arbeitsgruppe „Bilmer Berg“ – bestehend aus Politik, Verwaltung, Sportbeirat und Kreissportbund – bringt ihren Vorschlag zur Gestaltung des Sportareals am Bilmer Berg ein.

Blick ins Briefwahlbüro im Lüneburger Rathaus. Der Eingang E ist durch den Rathausgarten zu erreichen. Foto: Hansestadt Lüneburg.
11. Kultur und Veranstaltungen
- Städtepartnerschaften: Der Bereich Kultur organisiert ein „Café des Netzwerkes der Städtepartnerschaften“ auf dem Marktplatz. Darüber hinaus ist für 2026 eine Stele mit Monitor zum digitalen Austausch mit Städtepartnerschaften in Lüneburg geplant.
- Die Zweigstelle Kaltenmoor der Ratsbücherei Lüneburg feiert ihr 50-jähriges Bestehen – mit Festakt (17.11.26) und Festwoche (16.-22.11.26).
- Gelöbnis vor dem Rathaus: Zum 70-jährigen Bestehen des Bundeswehrstandorts Lüneburg findet im August ein öffentliches Gelöbnis auf dem Marktplatz statt.
12. Wohnen
- Wohnraum in der Innenstadt: Im Februar lädt die Stadt zur Veranstaltung „Wohnen in der Innenstadt“ ins TamTam ein. Ziel ist es, Eigentümer:innen über Fördermöglichkeiten zu informieren – z. B. über bauliche Maßnahmen und Best-Practice-Beispiele.
- Generationen-WG & Wohnpartnerschaften: Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zu effizienter Wohnraumnutzung werden weiterentwickelt. Das Wohnraumbüro bietet darauf basierend Erstberatungen an und unterstützt bei der Vernetzung und Projektmittelakquise.
13. Finanzen und Innere Verwaltung
- Erbbaurecht: Die Arbeitsgemeinschaft zum Erbbaurecht setzt ihre Arbeit an einem Lüneburger Erbbaurechtsmodell fort. Ein Beschluss wird für 2026/2027 erwartet.
- Haushalt: Nach der Kommunalwahl 2026 wird dem neuen Rat zunächst ein Einzelhaushalt vorgelegt. Anschließend ist eine Fortführung der Doppelhaushaltsstruktur ab 2028/2029 nach vorheriger Abstimmung mit dem neuen Rat geplant.

Ratsbücherei, Zweigstelle Kaltenmoor. Foto: Lüne-Blog.
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