Foto: Hansestadt Lüneburg. Das Dachgeschoss der Wilhelm-Raabe-Schule im Gebäudeteil an der Schillerstraße ist bisher nicht ausgebaut. Hier sollen Räume für den Kunstunterricht entstehen.

Aus der Hansestadt: Neuer Nachhaltigkeitsbericht, Mietspiegel und Bildungspakt

Drei große Pakete lieferte die Hansestadt in diesem Frühjahr: Bei der Ratsversammlung am 12. März 2026 legte die Stadtverwaltung den neuen Nachhaltigkeitsbericht vor. Er beschreibt auf 150 Seiten, wie weit es Lüneburg geschafft hat, die angestrebten Ziele umzusetzen. Gemeinsam mit der Politik wurde als starkes Zeichen für Schulen und Kitas der Bildungspakt beschlossen. Und bereits am 12. Februar hatte der Rat den aktualisierten Mietspiegel in Kraft gesetzt. 


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 12./13.03.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg. 


I. Mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt: Aktualisierter Mietspiegel für Lüneburg

Foto: Hansestadt Lüneburg. Das Dachgeschoss der Wilhelm-Raabe-Schule im Gebäudeteil an der Schillerstraße. Hier entstehen Räume für den Kunstunterricht. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist bis Ende 2027 vorgesehen.

Was kostet das Wohnen in Lüneburg? Wer wissen möchte, wo die eigene Miete im Vergleich innerhalb der Hansestadt liegt, kann sich im qualifizierten Lüneburger Mietspiegel darüber informieren. Der Rat der Hansestadt hat den aktualisierten Mietspiegel 2026 am 12. Februar 2026 per Beschluss anerkannt. Er kann jetzt online heruntergeladen werden und ist als Broschüre an verschiedenen Stellen der Stadtverwaltung, etwa in den Stadtteilhäusern, erhältlich.

  • Hansestadt Lüneburg: Mieten und Mietspiegel
  • Hansestadt Lüneburg: Mietpreisrechner
    Hier kann man seine Daten eingeben und den entsprechende Mietpreis auf Grundlage des Mietspiegels berechnen.

Grundlage: Repräsentative Befragung im Herbst 2025

1.700 Mieter:innen und Vermieter:innen in Lüneburg wurden von August bis Oktober 2025 für die Fortschreibung des Mietspiegels angeschrieben. Insgesamt gingen Rückmeldungen zu 925 Wohnungen ein. Das entspricht einer Rücklaufquote von rund 56 Prozent. Nach fachlichen Ausschlusskriterien, Plausibilitätsprüfungen und statistischer Bereinigung stehen 496 Datensätze zur Verfügung – eine ausreichende Grundlage für eine repräsentative Auswertung. Einbezogen wurden dabei auch Interessenvertretungen von Mieter:innen und Vermieter:innen, die LüWoBau und die Wohnungsgenossenschaft Lüneburg.

Anstieg um knapp 50 Cent pro Quadratmeter in zwei Jahren

Die Auswertung der Daten zeigt, dass die durchschnittliche Nettomiete pro Quadratmeter in der Hansestadt Lüneburg – unabhängig von allen Wohnwertmerkmalen – von 8,95 € pro Quadratmeter (Stichtag 1. September 2023) auf 9,56 € pro Quadratmeter (Stichtag 1. September 2025) gestiegen ist. Dies entspricht einer Erhöhung um 6,82 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Hintergrund: Mietspiegel

Zum 1. Juli 2022 wurde das Mietspiegelrecht reformiert. Demnach sind Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern verpflichtet, einen einfachen oder qualifizierten Mietspiegel zu erstellen und zu veröffentlichen. Dieser Verpflichtung ist die Hansestadt Lüneburg mit dem 1. Qualifizierten Mietspiegel nachgekommen, der am 1. Februar 2024 vom Rat der Hansestadt anerkannt und beschlossen wurde. Nach zwei Jahren ist eine Aktualisierung vorgeschrieben, die jetzt vorliegt. Nach vier Jahren – also zum Februar 2028 – ist ein neuer Mietspiegel zu erstellen. 

II. Für die Schulen und Kitas der Hansestadt: Politik und Verwaltung schließen Bildungspakt

Bildung hat in Lüneburg einen besonderen Stellenwert. Das hat der Rat der Hansestadt am Donnerstag, 12. März 2026, mit seinem Beschluss für einen Bildungspakt einstimmig unterstrichen. Die Verwaltung hatte dem Rat den Pakt als Grundsatzbeschluss vorgeschlagen. „Die einheitliche Zustimmung im Rat ist ein wichtiges und deutliches Signal an die Schülerinnen und Schüler, an die Eltern, an die Lehrkräfte sowie an die Schulen der Hansestadt“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.

Ausbau der Bildungslandschaft langfristig planen und sichern

Die Hansestadt Lüneburg investiert allein in den Jahren 2025 und 2026 rund 31 Millionen Euro in Schulen und Kindertagesstätten. Trotzdem gibt es vor allem im Schulbau nach wie vor gravierende Investitionsrückstände. Der Bildungspakt soll nun die Modernisierung und den bedarfsgerechten Ausbau der Lüneburger Bildungslandschaft langfristig sichern. „Mit dem Bildungspakt als Grundlage kommen wir weg von Einzelaktionen, mit denen wir immer wieder nur auf akute Bedarfe reagieren“, sagt Claudia Kalisch.

Von der Bestandsaufnahme bis zur Personalplanung

Mit dem Bildungspakt verständigen sich Politik und Verwaltung auf:

  • eine umfassende, mit den Schulen erstellte Bestandsaufnahme,
  • die strategische und nachhaltige Steuerung des Schulbaus auf Grundlage der Schulentwicklungsplanung,
  • ein Finanzierungskonzept, das neben städtischen Eigenmitteln vor allem Förderungen von Bund und Land sowie Beteiligungen des Landkreises vorsieht,
  • eine Priorisierung von Vorhaben: Maßnahmen, die nicht auf die Ergebnisse der Schulentwicklungsplanung warten können, werden vorgezogen. Das betrifft die IGS Kreideberg, die Oberschule Am Wasserturm, die Gymnasien Herderschule und Johanneum sowie die Hermann-Löns-Grundschule,
  • die Sicherstellung von ausreichend Personal in Schulamt und Bauverwaltung,
  • die Einbindung externer Projektpartner zur Effizienzsteigerung bei Planung, Bau und Betrieb.

Änderungsanträge sollen bestmöglich berücksichtigt werden

Politik und Verwaltung waren sich ebenfalls einig, dass die Änderungsanträge der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zum Bildungspakt bei der Umsetzung und bei weiteren Vorhaben bestmöglich berücksichtigt werden. Darüber wird die Verwaltung den Rat der Hansestadt auf dem Laufenden halten.

III. Neuer Nachhaltigkeitsbericht: Zukunftsfähige Stadtentwicklung strategisch messen und steuern

Wie steht es um Klima, Mobilität, Stadtentwicklung, soziale Gerechtigkeit und globale Verantwortung in Lüneburg? Antworten gibt der neue Nachhaltigkeitsbericht 2025, der jetzt vorliegt und auf der städtischen Internetseite abgerufen werden kann. Der Bericht basiert auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und zeigt, wo die Hansestadt Lüneburg steht, welche Fortschritte erreicht wurden und wo es nach wie vor Handlungsbedarf gibt.

Bericht zeigt Status der Hansestadt in Bezug auf Nachhaltigkeit

„Nachhaltigkeit ist schon längst keine Zukunftsaufgabe mehr. Sie ist eine der dringendsten Herausforderungen unserer Gegenwart“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Im März 2020 hatte der Rat der Hansestadt Lüneburg die „Resolution 2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ beschlossen. 2021 erschien – in erheblich knapperer Form – der erste Nachhaltigkeitsbericht.

Wie steht Lüneburg inzwischen da? Das zeigt der zweite Nachhaltigkeitsbericht, den die Hansestadt am 12. März 2026 in der Ratsversammlung vorlegte.

Orientiert an Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen

Der Bericht orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Anhand von Projekten und Kennzahlen zeigt er, wo die Hansestadt Lüneburg jeweils steht, welche Fortschritte erreicht wurden und wo es Handlungsbedarf gibt. „Mit dem Nachhaltigkeitsbericht machen wir transparent, wo wir stehen und wohin wir wollen, indem wir einzelne Schritte durch standardisierte Indikatoren besser mess- und steuerbar machen“, erläutert Markus Moßmann, erster Stadtrat und Dezernent unter anderem für Nachhaltigkeit. 

Bericht als Entscheidungsgrundlage

Der Bericht soll eine Hilfestellung für weitere politische Entscheidungen sein und für den Dialog mit Bürgerschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Hansestadt plant, die Berichterstattung zu verstetigen und die Datengrundlage weiter zu verbessern. Fortschritte können so regelmäßig überprüft und es kann entsprechend nachgesteuert werden. Grundlage für den Bericht sind die Vorgaben des „Berichtsrahmens Nachhaltige Kommune“ (BNK) des Rates für Nachhaltige Entwicklung. 

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Die UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung im Überblick

Grafik: Hansestadt Lüneburg. Die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung im Überblick. Aus: Nachhaltigkeitsbericht Hansestadt Lüneburg 2021.

Grafik: Hansestadt Lüneburg. Die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung im Überblick. Aus: Nachhaltigkeitsbericht Hansestadt Lüneburg 2021.

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