IHK: Diskussionsabend zur Sicherheit in Lüneburgs Innenstadt – Zusammenarbeit intensivieren
Unsicherheit und Ängste bei Gästen und Kundschaft beschrieben Gewerbetreibende beim Diskussionsabend der IHK am 26. Januar 2026 zum Thema Sicherheit in der Innenstadt. Der Austausch solle fortgeführt, die Prävention ausgebaut und die Zusammenarbeit beim Runden Tisch Innenstadt weiter intensiviert werden, so das Fazit am Ende der Veranstaltung, an der auch Polizei und Stadtverwaltung beteiligt waren.
Mitteilung von: Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) / Hansestadt Lüneburg – Am: 29.01.2026
Online: https://www.ihk.de/ihklw/ – Foto: Hansestadt Lüneburg.
Sicherheit in Lüneburgs Innenstadt: Gemeinsame Suche nach Lösungen
Foto: Hansestadt Lüneburg. Luftbild der Innenstadt: Platz Am Sande von der Johanniskirche aus.
Zu einem Austausch über die Sicherheit in der Lüneburger Innenstadt hatte am 26. Januar 2026 die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) eingeladen. Beteiligt waren neben den Mitgliedern der IHK die Hansestadt Lüneburg, das Lüneburger City Management e.V. (LCM) und der Verein Lüneburger Gastronomen e.V.
Wahrnehmung von Unsicherheit und Unbehagen beschrieben
In geschlossener Runde artikulierten Gewerbetreibende ihre Sorgen und Probleme. Die Stimmung in der Innenstadt habe sich gegenüber der Vergangenheit spürbar verändert. Genannt wurden unter anderem öffentlicher Alkohol- und Drogenkonsum und Gruppen von aggressiv auftretenden jungen Männern. Beispielhaft wurden Vorfälle geschildert. Das führe bei Besucherinnen und Besuchern, Kundschaft und Beschäftigten zu Unsicherheit und Unbehagen.
Zusammenarbeit über Runden Tisch weiter intensivieren
IHK und Hansestadt betonten, wie wichtig die Perspektive der Betriebe für ein realistisches Lagebild sei. Stadtverwaltung, Polizei und Psychiatrische Klinik gaben Informationen und Erkenntnisse weiter vom „Runden Tisch Innenstadt“* und nannten Ansprechpersonen und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Zusammenarbeit über den Runden Tisch Innenstadt solle weiter intensiviert werden, signalisierten die Beteiligten am Ende der Veranstaltung. Präventionsmaßnahmen sollten ausgebaut und der Austausch fortgeführt werden.
Stellungnahmen der Beteiligten
- Michael Zeinert, IHKLW-Hauptgeschäftsführer: „Die Innenstadt lebt davon, dass Menschen sich gern dort aufhalten – und dazu gehört Sicherheit. Wenn Besucherinnen und Besucher, Kundschaft und Beschäftigte ein mulmiges Gefühl haben, verlieren wir Aufenthaltsqualität, Frequenz und Vertrauen. Deshalb braucht es mehr sichtbare Präsenz von Ordnungsdienst und Polizei im öffentlichen Raum und ein konsequentes, abgestimmtes Vorgehen aller Verantwortlichen.“
- Heiko Meyer, Erster Vorsitzender des Lüneburger City Managements e.V. (LCM): „Mir ist wichtig, dass wir alle zusammen und tatkräftig an gemeinsamen Lösungen arbeiten, jeder in seinem Bereich, um unsere Lüneburger Innenstadt positiv weiterzuentwickeln.“
- Jörg Laser, Vorsitzender der Lüneburger Gastronomen e.V.: „Die Lage ist auch insbesondere für unsere Mitarbeitenden sehr herausfordernd. Sie werden mit schwierigen Situationen konfrontiert, die Unsicherheiten und Ängste auslösen. Umso wichtiger ist eine gute Vernetzung, um einerseits schnell Hilfe zu organisieren und andererseits möglichst auch schon präventiv zu unterstützen. Der Abend hat hierfür eine Vielzahl von Ansatzmöglichkeiten aufgezeigt.“
- Markus Moßmann, Dezernent für Sicherheit: „Wir nehmen die Situation sehr ernst und haben Verständnis für die Sorgen der Händler und Gastronomen. In den letzten Monaten haben wir im Zusammenwirken mit Polizei, eingerichtetem Kommunalen Ordnungsdienst und aufsuchender Sozialarbeit aus städtischer Sicht den richtigen Weg eingeschlagen. In dem von der Oberbürgermeisterin eingerichteten Netzwerk des „Runden Tisches“ werden wir uns dazu austauschen, welche rechtlichen Handlungsspielräume wir noch nicht ausgeschöpft haben und künftig ausschöpfen sollten.“
*Am „Runden Tisch Innenstadt“ der Hansestadt nehmen bisher teil: Polizei, Diakonie, Drogenberatung, Kirche, Gastronomen, Verwaltungsspitze, Ordnungsamt, PKL‐Leitung, Amtsgericht, Landkreis und LCM. Hansestadt Lüneburg: mehr
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Foto: Lüne-Blog. Am Sande, Lüneburg: Grüne Oasen. Der zentrale Platz bietet ein friedliches Bild.
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Lünepedia: Am Sande
Der Platz Am Sande entstand im 13. Jahrhundert als Handelsplatz und befindet sich im Zentrum der Altstadt von Lüneburg. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Platz zu einem wichtigen Handels- und Marktplatz für die Bürgerinnen und Bürger. Der Name „Sande“ spielt hierbei darauf an, dass der Boden zunächst ursprünglich gelassen wurde und keine feste Bebauung aufwies.
Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Am_Sande
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