Foto: privat. Thorben Peters.

Linke Lüneburg kritisiert geplante Alkoholverbotszone: Symbolpolitik statt sozialer Lösungen

Verantwortungsvolle Stadtpolitik statt Verdrängen – das fordert Thorben Peters an Stelle einer geplanten Alkoholverbotszone in Lüneburg. Der 38-jährige Sozialarbeiter wurde kürzlich mit überwältigender Mehrheit vom Kreisverband Die Linke zum Kandidaten für die kommende Oberbürgermeister*innen-Wahl bestimmt.


Mitteilung von: Die Linke – Kreisverband Lüneburg – Am: 22./28.01.2026
Online: https://www.dielinke-lueneburg.de – Foto: privat.


Linke Lüneburg kritisiert geplante Alkoholverbotszone: Symbolpolitik statt sozialer Lösungen

Foto: privat. Thorben Peters, Oberbürgermeisterkandidat der Linken in Lüneburg.

Die Linke Lüneburg kritisiert die geplante Alkoholverbotszone in der Lüneburger Innenstadt scharf. Statt soziale Probleme nachhaltig anzugehen, setze die Stadt auf ordnungspolitische Maßnahmen, die vor allem zur Verdrängung wohnungsloser und suchtkranker Menschen führen. Fachliche Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe warnen seit Jahren davor, dass solche Verbote Probleme nicht lösen, sondern lediglich räumlich verschieben, oft mit verschärften Folgen.

Thorben Peters: Fachleute fordern sozialpolitische und gesundheitsorientiere Lösungen

Thorben Peters, Oberbürgermeisterkandidat der Linken, kritisiert: „Alkoholverbotszonen schaffen keine Sicherheit, sie verdrängen Menschen in Not lediglich aus dem Sichtfeld und sind zugleich reine Symbolpolitik zum Schaden der Ärmsten.“

Fachliche Positionen der Wohnungslosenhilfe, unter anderem der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW), sowie Verbände der Suchthilfe sprechen sich seit Jahren gegen rein ordnungspolitische Maßnahmen aus. Sie fordern stattdessen sozialpolitische und gesundheitsorientierte Lösungen im Umgang mit Wohnungslosigkeit und Suchterkrankungen.

Menschen von der Innenstadt in Wohngebiete verdrängen, ist keine verantwortungsvolle Stadtpolitik

„Wer den Menschen den Platz in der Altstadt nimmt, drängt sie zwangsläufig in Wohngebiete und ruhigere Viertel. Das kann doch nicht ernsthaft das Ziel einer verantwortungsvollen Stadtpolitik sein“, so Peters weiter. „Betroffene werden in abgelegenere Bereiche verdrängt, wo Sozialarbeit sie kaum noch erreicht, Hilfebeziehungen abbrechen und Alkohol oft schneller und riskanter konsumiert wird. Gleichzeitig treiben Bußgelder und Ordnungsstrafen viele tiefer in Armut und Ausgrenzung.“

Marianne Esders: Ausbau von Suchthilfe, Streetwork und Housing First

„Die Linke Lüneburg fordert den Stadtrat auf, von der Einführung der Alkoholverbotszone abzusehen und stattdessen konsequent auf soziale Lösungen zu setzen“, ergänzt Marianne Esders, Mitglied des Stadtrats für Die Linke. „Dazu gehören der Ausbau von Streetwork und niedrigschwelliger Suchthilfe, mehr Wohnangebote nach dem Prinzip ‚Housing First‘ und betreute Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum. Nur durch gezielte Investitionen in soziale Infrastruktur lassen sich Konflikte nachhaltig entschärfen und die Lebenssituation der Betroffenen verbessern.“

Thorben Peters als Oberbürgermeisterkandidat der Lüneburger Linken nominiert

Hanna Schützer zur neuen Co-Vorsitzenden gewählt

Auf ihrer Mitgliederversammlung am 21. Januar 2026 nominierte Die Linke Lüneburg Thorben Peters mit überwältigender Mehrheit zum Kandidaten für die kommende Oberbürgermeister*innen-Wahl. Hanna Schützer wurde zur neuen Co-Vorsitzenden des Kreisverbands gewählt.

Thorben Peters: Seit Jahren engagiert in der Stadtgesellschaft

Der 38-jährige Sozialarbeiter Thorben Peters hat an der Leuphana Universität studiert und ist seit vielen Jahren in Lüneburg im sozialen Bereich tätig, zuletzt als Leiter der Wohnungslosenhilfe in Lüneburg. In der Lüneburger Stadtgesellschaft ist er fest verankert, unter anderem durch sein Engagement gegen Rechts und als langjähriger Kreisvorsitzender der Lüneburger Linken. Zudem ist er Landesvorsitzender der niedersächsischen Linken. Die Versammlung folgte damit der Empfehlung des Kreisvorstands, der Peters einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen hatte.

Hanna Schützer Co-Vorsitzende gemeinsam mit Lisa Mahnke

Nachdem Jannis Kuba zum Januar 2026 sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte, führt nun Hanna Schützer als Co-Vorsitzende gemeinsam mit Lisa Mahnke den Kreisverband Die Linke in Lüneburg. Schützer ist 24 Jahre alt und examinierte Diät-Assistentin. Mieten-, Wohnungs- und Klimapolitik sind für sie Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit.

Thorben Peters: Für ein soziales Lüneburg

„Lüneburg muss sozialer werden! Bezahlbares Wohnen und mehr kommunaler Wohnungsbau, soziale Sicherheit und eine Stadt für Alle, das sind unsere Ziele. Wenn Wohnen arm macht, zu viele Menschen unter schlechten Bedingungen wohnen müssen oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, dann läuft etwas falsch“, stellte Peters anlässlich seiner Nominierung fest. „Die Linke steht für ein soziales Lüneburg, mehr Mitbestimmung in der Politik, bezahlbaren und guten öffentlichen Nahverkehr sowie eine ökologische Politik. Jede Stimme für eine starke Linke ist zudem eine Stimme gegen Rechts!“

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    Am 13. September 2026 finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Wo die Amtszeit endet, werden auch Oberbürgermeister:innen, Bürgermeister:innen und Landräte neu gewählt. Der Kreisvorstand der Linken schlägt den 38-jährigen Sozialarbeiter Thorben Peters als Oberbürgermeister für Lüneburg vor.
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    „Menschen, die ihre Wohnung verlieren oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, brauchen ein breites Netz der Unterstützung.“ Housing First: Ausreichend Wohnraum, auskömmliche Arbeit, breite Unterstützung im Notfall, gesundheitliche Versorgung und eigene Konzepte für wohnungslose Frauen helfen, Wohnungslosigkeit zu verhindern, so Sozialministerin Daniela Behrens am 23. Februar 2022 im Landtag Niedersachsen.
Im Juni 2025 wurde Thorben Peters wieder in den Landesvorsitz der Linken Niedersachsen gewählt. Foto: Die Linke, Lüneburg.

Foto: Die Linke, Lüneburg (Archiv). Der Lüneburger Thorben Peters wurde beim Landesparteitag der Linken in Hannover am 21./22. Juni 2025 gemeinsam mit Hilke Hochheiden erneut zum Landesvorsitzenden in Niedersachsen gewählt. 

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