Heinrich-Heine-Haus am Ochsenmarkt in Lüneburg. Foto: Lüne-Blog.

Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im März 2026

Das Literaturbüro stellt im März 2026 vier Autorinnen mit ihren Werken vor. Am 4. März liest Nava Ebrahimi aus ihrem Roman zu Menschlichkeit in schweren Zeiten. Am 10. März geht es um einen Blick in die Psychiatriegeschichte von 1920 bis heute. Und die Lebensschicksale zweier Frauen sind Thema in der Tandem-Lesung am 24. März.


Mitteilung von: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Online: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/ 
Foto: Lüne-Blog. Literaturbüro Lüneburg, Ochsenmarkt 1a, Lüneburg


Literaturbüro im März 2026

Nava Ebrahimi: Und Federn überall

Mittwoch, 4. März 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus

In einem riesigen Geflügelschlachthof am Rand einer norddeutschen Kleinstadt kreuzen sich die Wege unterschiedlichster Menschen. Darunter sind Sonja, alleinerziehende Mutter auf Jobsuche, und Nassim, geflüchteter Afghane mit Sehbehinderung. Als Nassim von einem Auto angefahren wird, bringt er es zu einiger Berühmtheit – und die Leute dazu, der eigenen Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Wie viel Menschlichkeit bewahren wir uns angesichts immer größerer Herausforderungen? 

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln. Sie erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 2025 ist sie regelmäßige Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung. 

Svealena Kutschje: Gespensterfische

Dienstag, 10. März 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus – Eintritt frei!

Svealena Kutschke zeichnet in „Gespensterfische“ Psychiatriegeschichte von 1920 bis heute nach. Das Buch führt entlang von Abgründen, insbesondere auch während der NS- und Nachkriegszeit, als Anstalten zum Einfallstor für Gewalt wurden. Eine Gewalt, die mancherorts noch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fortgeführt wurde.

Svelena Kutschke, geboren in Lübeck, ist Schriftstellerin und Dramatikerin. Ihr jüngstes Theaterstück „No Shame in Hope“ war für den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2023 nominiert. 2022 erhielt sie den Hebbel-Preis, 2019 den Förderpreis des Schiller-Gedächtnis-Preises.

Kristin Höller: Leute von früher | Svenja Leiber: Nelka

Dienstag, 24. März 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus

„Leute von früher“: Marlene hat gerade ihr Studium beendet und fängt auf der Insel Strand im nordfriesischen Wattenmeer als Verkäuferin in einem Erlebnisdorf an. Sie lernt Janne kennen und fühlt sich stark zu ihr hingezogen. Je näher die beiden sich kommen, desto deutlicher spürt Marlene, dass Janne ein Geheimnis hat, das weit in die Vergangenheit der Insel reicht.

Kristin Höller, geboren 1996, schreibt Hörspiele, Theaterstücke und Romane. Sie war Preisträgerin des Schweizer Literaturfestivals Literaare. 2020 erhielt sie das Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium für ihren Debütroman „Schöner als überall“.

„Nelka“: Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit anderen Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Der Roman erzählt von den Spuren der gewaltvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit.

Svenja Leiber wurde 1975 in Hamburg geboren. Im Suhrkamp Verlag erschienen von ihr die Romane „Das letzte Land“, „Staub“ und „Kazimira“. „Nelka“ ist NDR Buch des Monats im Februar 2026.

Mehr Information und Karten

Das Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus

Mit der Eröffnung des restaurierten Heinrich-Heine-Hauses am Ochsenmarkt in Lüneburg am 15. Januar 1993 nahm auch das Literaturbüro Lüneburg hier seine Tätigkeit auf. Heinrich Heines Besuche bei seinen Eltern, die von 1822 bis 1826 im zweiten Obergeschoss des Hauses wohnten, führten zur Namensgebung und dazu, hier einen Ort für Literatur und Literaturvermittlung zu schaffen.

Der Besuch der Ausstellung lohnt allein schon, um das Hausinnere zu besichtigen. Hier die Eingangshalle.

Der Besuch lohnt auch aus architektonischen Gründen. Eingangshalle im Heinrich-Heine-Haus. Foto: Lüne-Blog

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