Heinrich-Heine-Haus am Ochsenmarkt in Lüneburg. Foto: Lüne-Blog.

Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im Mai 2026

Die Welt erkunden kann man mit den Lesungen des Literaturbüros Lüneburg im Mai 2026 an sieben abwechslungsreichen Abenden. So verbindet die Lesung am 5. Mai Poesie und Brailleschrift und wird veranstaltet gemeinsam mit dem Blindenverband Niedersachsen – bei freiem Eintritt. Für Studierende ist der Eintritt mit dem SemesterTicketKultur auch bei den anderen Veranstaltungen frei. 


Mitteilung von: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Online: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/ 
Foto: Lüne-Blog. Literaturbüro Lüneburg, Ochsenmarkt 1a, Lüneburg


Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im Mai 2026

Das Literaturbüro Lüneburg ist zentraler Ort für Literaturförderung und -vermittlung in Lüneburg und der Region. Über 30 Abendveranstaltungen im Jahr mit Autor:innen aus Deutschland und der Welt laden ein zu interessanten Begegnungen und Austausch über Literatur und aktuelle gesellschaftspolitische Themen.

200 Jahre Brailleschrift: 25 Gedichte 

Dienstag, 5. Mai 2026, 19:00 Uhr – Heinrich-Heine-Haus, Eintritt frei!

Die Vielfalt der Poesie und die Bedeutung der Brailleschrift – darum geht es im Lyrikband „Seht her – Poesie in Braille“. Das einzigartige Buchprojekt des Kulturmaschinen Verlag in Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN) verbindet Schwarz- und Brailleschrift. Literatur wird so für alle Sinne erfahrbar. Mit dabei: Der Autor Reimer Boy Eilers, Braille-Leser Sascha Paul und Manfred Neumann, Vorsitzender der BVN-Region Nord-Ost.

Maryam Aras: Dinosaurierkind

Mittwoch, 6. Mai 2026, 18:30 Uhr – Zentralgebäude, Leuphana Universität

Bei einem Filmabend entdeckt Maryam Aras plötzlich ihren Vater auf der Kinoleinwand: Bei einer Protestveranstaltung gegen den Besuch des iranischen Schahs im Jahr 1967 in Berlin sitzt er zwischen anderen Studierenden auf dem Boden. Für Maryam Aras ist es der Beginn einer Spurensuche – nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln, nach der Gewissheit, dass ihr Vater nicht in den Iran reisen kann, und nach der Geschichte seiner und ihrer Politisierung.

Maryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und freie Autorin. Sie arbeitet als Übersetzerin und Literaturvermittlerin persischsprachiger Lyrik und Prosa und beschäftigt sich mit Postkolonialität und Rezeptionsmustern im deutschsprachigen Feuilleton. 

Felicitas Hoppe: Reisen

Freitag, 8. Mai 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus 

Das Leben ist eine Reise mit unbekanntem Ziel. Aber wie leben wir auf Reisen, wie schlafen, wo wohnen, was essen wir, wie lieben, streiten und arbeiten wir, während wir permanent unterwegs sind, die Welt zu erkunden, um dem Ort unserer Sehnsucht ein Stück näher zu kommen? Wer wüsste das besser als Felicitas Hoppe, die seit ihrer Weltumrundung auf einem Containerfrachtschiff mit ihrer Fantasie und Erzähllust mühelos sämtliche Grenzen überwindet?

Felicitas Hoppe veröffentlicht Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Essays und ist reisend und schreibend, übersetzend und vortragend nonstop rund um die Welt unterwegs. 

Anette Dittert: Dear Britain. Auf der Suche nach der Seele Großbritanniens

Dienstag, 19. Mai 2026, 19:30 Uhr – Forum der Musikschule – Ausverkauft / Warteliste

Als Annette Dittert am 31. Januar 2020 um Mitternacht vor der Downing Street stand, um live in den ARD-Tagesthemen darüber zu berichten, dass der Brexit in dieser Nacht nun endgültig vollzogen sei, schossen ihr kurz vor der Schalte plötzlich Tränen in die Augen. Längst war London ihr Zuhause geworden. Jetzt war der Bruch mit der EU nicht mehr umkehrbar. Zehn Jahre später fragt sich Annette Dittert, was aus dem Land geworden ist, und nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel. 

Annette Dittert war von 1999 bis Ende 2025 Auslandskorrespondentin der ARD, unter anderem in Warschau, in New York und London. Sie ist leidenschaftliche Journalistin und Filmemacherin. 

English Event: Tsitsi Dangarembga und Yvonne Adhiambo Owuor: Stimmen aus Simbabwe und Kenia

Mittwoch, 20. Mai 2026, 18:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus

Die Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga (Simbabwe) und die Autorin Yvonne Adhiambo Owuor (Kenia) diskutieren die Rolle der Imagination in ihrem literarischen Werk. Sie reflektieren ihre Erfahrungen als vielfach ausgezeichnete Schriftstellerinnen und gehen der Frage nach, welche Zukunft wir gemeinsam gestalten können, wenn wir es wagen, anders zu denken.
Veranstalter sind das Leuphana Institute for Advanced Studies in Culture and Society (LIAS) und Literaturbüro Lüneburg. Die Veranstaltung ist englischsprachig. 

Tsitsi Dangarembga hat preisgekrönte Romane wie „Überleben“, „Aufbrechen“ und „Verleugnen“ veröffentlicht. 2021 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Yvonne Adhiambo Owuor veröffentlichte Kurzgeschichten in internationalen Literaturmagazinen. In deutscher Übersetzung ist u. a. ihr Roman „Der Ort, an dem die Reise endet“ erschienen.

Thị Thanh Thảo Trần: Menschen wie wir

Dienstag, 26. Mai 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus 

Die Eltern der Protagonistin lernen sich auf einer vietnamesischen Insel kennen. Als ein Angebot aus der DDR kommt, entschließt sich der Vater, dort für ein paar Jahre als sogenannter Vertragsarbeiter zu arbeiten. Jahre später folgen ihm seine Frau und seine Tochter nach Deutschland. Doch hier stoßen sie auf Rassismus und Ablehnung. Das Ankommen entlarvt sich als Fiktion, ein Zurückgehen würde sich wie Scheitern anfühlen.

Thị Thanh Thảo Trần wurde 1986 in Vietnam geboren und lebt seit 1999 in Deutschland. Sie studierte Kulturwissenschaften, Vergleichende Literatur und Kunstwissenschaft. Ihre Kurzgeschichtensammlung „Wo ich herkomme“ stand 2022 auf der Shortlist des Young Storyteller Award.

J. Georg Brandt mit Jan-Philip Walter Heinzel: Kann KI Kafka?

Sonntag, 31. Mai 2026, 11:15 Uhr – Heinrich-Heine-Haus 

Undenkliche Begegnungen – Franz Kafkas „Amerika“ meets KI-Texte: In seiner performativen Lesung aus dem Romanfragment „Amerika“ bringt Jan-Philip Walter Heinzel, Mitglied des Schauspielensembles des Theater Lüneburg, die denkwürdigen Begegnungen des Protagonisten Karl Roßmann zum Ausdruck. Dem gegenübergestellt werden von einer KI-generierten Stimme gelesene Texte, die von einem KI-Modul erstellt wurden. Die Prompts (Befehle zur Generierung der Texte) von J. Georg Brandt zielen auf eine Übertragung der Geschichte des Romanfragments in die heutige Zeit.

J. Georg Brandt ist Mitglied im BBK Lüneburg. Seine Arbeitsfelder sind Kunst- und Kulturtheorie, Kunst in Öffentlichen Räumen und Ästhetisches Handeln in Öffentlichen Angelegenheiten.

Mehr Information und Karten

Das Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus

Mit der Eröffnung des restaurierten Heinrich-Heine-Hauses am Ochsenmarkt in Lüneburg am 15. Januar 1993 nahm auch das Literaturbüro Lüneburg hier seine Tätigkeit auf. Heinrich Heines Besuche bei seinen Eltern, die von 1822 bis 1826 im zweiten Obergeschoss des Hauses wohnten, führten zur Namensgebung und dazu, hier einen Ort für Literatur und Literaturvermittlung zu schaffen.

Der Besuch der Ausstellung lohnt allein schon, um das Hausinnere zu besichtigen. Hier die Eingangshalle.

Der Besuch lohnt auch aus architektonischen Gründen. Eingangshalle im Heinrich-Heine-Haus. Foto: Lüne-Blog

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