Foto: Klinikum Lüneburg. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi übergibt am 14.02.2026 einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 18 Millionen Euro an das Klinikum Lüneburg.

Niedersachsen: Fördergelder für neues Eltern-Kind-Zentrum am Klinikum und erste psychiatrische Präventionsambulanz in Lüneburg

Bei seinem Besuch in Lüneburg im Februar 2026 brachte Gesundheitsminister Andreas Philippi weitere 18 Millionen Förderung für den Neubau des Eltern-Kind-Zentrums mit. Außerdem soll an der Psychiatrischen Klinik ein Vorsorgeangebot für psychisch Erkrankte eingerichtet werden, die ein erhöhtes Risiko für gewalttätiges Verhalten haben. So sollen präventiv auch mögliche Opfer geschützt werden. In Bayern gibt es mit einer solchen Präventionsstelle bereits gute Erfahrungen.


Mitteilung von: Gesundheitsholding Lüneburg – Am: 14.02.2026
Online: https://www.gesundheitsholding-lueneburg.de – Foto: Klinikum Lüneburg


Weitere 18 Millionen für Neubauprojekt des Klinikums: Minister Philippi übergibt Förderbescheid in Lüneburg

Foto: Klinikum Lüneburg. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi übergab am 14.02.2026 einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 18 Millionen Euro an das Klinikum Lüneburg. Von links: Jasmin Hartel, Schulleiterin der Berufsfachschule für Pflegeberufe, Pflegedirektor Patrick Evel, Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Geschäftsführer Dr. Michael Moormann, MdL Anna Bauseneick, Ärztlicher Direktor Prof. Torsten Kucharzik, Prof. Thomas Rodt, Verwaltungsdirektorin Undine Wendland und Prof. Bodo Schniewind.

Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat jetzt einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 18 Millionen Euro an das Klinikum Lüneburg übergeben – und zeigte sich bei einem Vor-Ort-Besuch am Samstag beeindruckt von den Baufortschritten am neuen Eltern-Kind-Zentrum. „Investitionen in Kinder und Jugendliche sind Investitionen in die Zukunft. Das neue Zentrum ist von großer Bedeutung weit über die Stadtgrenzen hinaus.“ So wird die gesamte Frauen- und Kinderklinik dort einziehen.

Sieben Kreißsäle, Kinder-Notfall-Ambulanz und mehr

Die Dimensionen des hochmodernen, fünfstöckigen Gebäudes sind deutlich sichtbar, der Rohbau ist auf der Zielgeraden. In dem neuen Gebäude wird auf 17.000 Quadratmetern unter anderem Platz für sieben Kreißsäle, eine neue Kinder-Notfall-Ambulanz, eine Frühgeborenen- und Kinderintensivstation, eine Kinderstation und eine neue geburtshilfliche Station sein. 

„Mit dem Neubau des Eltern-Kind-Zentrums verbessern wir die medizinische Versorgung in unserer Stadt nachhaltig“, so Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Ich freue mich sehr über die erneute Förderung durch das Land Niedersachsen. Sie ist ein starkes Zeichen für das Vertrauen in unseren Klinikstandort.“

Weitere Themen: Fachpersonal qualifizieren und innovative Medizintechnik bereithalten

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Krankenhaus von Minister, Oberbürgermeisterin und Vertretern des Klinikums wurde deutlich, dass der Neubau ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Versorgung ist. Daneben geht es auch darum, Fachpersonal zu gewinnen und in innovative Medizintechnik zu investieren. So wurde über eine mögliche Förderung für ein PET-CT, ein hochmodernes Verfahren zur Tumordiagnostik, gesprochen.

Außerdem soll die Berufsfachschule für Pflegeberufe erweitert werden, um Pflegefachkräfte in der Region Nordostniedersachsen zu qualifizieren. Geschäftsführer Dr. Michael Moormann betonte: „Wir [haben] dem Minister auch unsere Pläne zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungskapazitäten präsentiert, um das Klinikum als modernen Gesundheits- und Ausbildungsstandort weiter zu stärken.“

Förderung aus Krankenhaus-Investitionsprogramm

Das Land Niedersachsen hat das Großprojekt jetzt in vier Finanzierungsabschnitten unterstützt – mit insgesamt 34 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Krankenhaus-Investitionsprogramm des Landes, das die Krankenhäuser bei der Bereitstellung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung unterstützen soll.

  • Gesundheitsholding Lüneburg: https://www.gesundheitsholding-lueneburg.de
    Die Gesundheitsholding Lüneburg GmbH wurde im Jahr 2007 als hundertprozentige Tochter der Hansestadt Lüneburg gegründet. Neun Gesellschaften arbeiten unter dem Dach der Gesundheitsholding Lüneburg eng zusammen – vom Klinikum Lüneburg über die Psychiatrische Klinik bis zu SaLü und Reha-Zentrum. Mit ihren mehr als 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Berufsgruppen ist die Gesundheitsholding der größte Arbeitgeber und Ausbilder der Region.

Erste psychiatrische Präventionsambulanz in Niedersachsen: Land fördert PKL-Modellprojekt mit zwei Millionen Euro


Von: Niedersächsisches Sozialministerium / Gesundheitsholding Lüneburg – Am: 16.02.2026
Online: https://www.ms.niedersachsen.de/ – Foto: Manuela Gaedicke, PKL.


Wie kann man verhindern, dass psychisch Erkrankte gewalttätig werden? In der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL) entsteht die erste Präventionsambulanz in Niedersachsen. Das Kooperationsprojekt von Allgemeinpsychiatrie und Forensik soll ein Vorsorgeangebot schaffen für psychisch erkrankte Menschen mit einem erhöhten Risiko für gewalttätiges Verhalten. Damit dient das Vorhaben auch dem Schutz möglicher Opfer. Das Land Niedersachsen fördert das zunächst auf vier Jahre angelegte Modellprojekt.

Rund 18 Millionen Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland

In Deutschland leben rund 18 Millionen Menschen mit psychischen Erkrankungen. Etwa 15.000 von ihnen werden in Kliniken für forensische Psychiatrie behandelt, nachdem sie aufgrund ihrer Erkrankung straffällig geworden sind. Das entspricht einem Anteil von 0,083 Prozent. „Auch wenn diese Zahl sehr klein ist, macht sie deutlich, dass die Versorgung schwer psychisch Erkrankter unzureichend ist und es zu wenige präventive Angebote für diese Personengruppe gibt“, sagt Jan-Hendrik Kramer, Geschäftsführer der Psychiatrischen Klinik Lüneburg.

Gute Erfahrungen mit einer Präventionsstelle in Bayern

„Da es in Bayern zum Beispiel am Bezirksklinikum Ansbach bereits sehr positive Erfahrungen mit einer Präventionsstelle gibt, haben wir dem Sozialministerium das Konzept eines Modellprojekts für Niedersachsen in der PKL vorgeschlagen. Dank der Förderzusage des Landes können wird jetzt mit dem Aufbau der Präventionsambulanz beginnen“, so der PKL-Geschäftsführer. Im ersten Schritt geht es darum, neue Kolleginnen und Kollegen für das Team der Präventionsambulanz zu finden, die dann im Weiteren ihre Arbeit aufnehmen kann.

Prävention: Straftaten vorbeugen

Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi: „Mit der ersten psychiatrischen Präventionsambulanz in Niedersachsen wird ein wichtiger Schritt unternommen, um die Lücken zwischen Allgemeinpsychiatrie und Maßregelvollzug zu schließen. Durch den interdisziplinären Wissensaustausch wird eine differenzierte Risikoabschätzung ermöglicht. Sie dient der präventiven Behandlung psychisch erkrankter Menschen, um Straftaten zu verhindern, die eine längere Behandlung im Maßregelvollzug nach sich ziehen. Sie stärkt aber auch den Schutz potenzieller Opfer.“

Niederschwelliges Angebot für mögliche Betroffene

Die Präventionsambulanz soll als niederschwelliges Angebot und kompetente Anlaufstelle die allgemeinpsychiatrische Versorgung der PKL erweitern. Die Betroffenen sollen kontinuierlich individuelle Begleitung erhalten. „Das Entscheidende dabei ist unter anderem der aufsuchende proaktive Charakter des Behandlungsangebots, mit dem wir uns auch an Schwersterkrankte richten, die durch bestehende Versorgungssysteme bisher nicht erreicht werden“, so Kramer. Die Inanspruchnahme des Präventionsangebots ist freiwillig. Es ist zunächst für die Menschen mit psychischen Erkrankungen gedacht, die im Einzugsgebiet der Erwachsenenpsychiatrie der PKL leben: Hansestadt und Landkreis Lüneburg sowie Landkreis Harburg.

  • Psychiatrische Klinik Lüneburg: https://www.pk.lueneburg.de 
    Die Klinik sichert die gemeindenahe psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
  • Psychiatrische Klinik Lüneburg: Veranstaltungen 
    Eine Vielzahl an Veranstaltungen für Patienten, Angehörige und Interessierte informieren und bieten die Möglichkeit zum Austausch. Ein Highlight sind die Aufführungen der PKL-Theatergruppe mit dem aktuellen Stück „Helga@home“.
Foto: Manuela Gaedicke, PKL. Von links: Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi und PKL-Geschäftsführer Jan-Hendrik Kramer unterzeichneten den Vertrag für das Modellprojekt Präventionsambulanz.

Foto: Manuela Gaedicke, PKL. Von links: Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi und PKL-Geschäftsführer Jan-Hendrik Kramer unterzeichneten den Vertrag für das Modellprojekt Präventionsambulanz.

Lünepedia: Gesundheitsholding GmbH

Die Gesundheitsholding Lüneburg ist eine Gesellschaft, unter deren Dach neun Firmen im Bereich Gesundheitswesen in der Region Lüneburg stehen. Im Jahr 2006 begann das Land Niedersachsen damit, die Landeskrankenhäuser zu veräußern. Im Zuge dessen entschloss sich die Stadt Lüneburg auf Basis eines parteiübergreifenden Konsens, das städtische Krankenhaus selbst zu erwerben.

In der Folge schlossen sich mehrere kommunale Dienstleister im Gesundheitssektor im Jahr 2007 zur Gesundheitsholding Lüneburg zusammen. Die Gesundheitsholding ist eine hundertprozentige Tochter der Hansestadt Lüneburg, Aufsichtsratsvorsitzende ist Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Gesundheitsholding_GmbH

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