Foto: Hansestadt Lüneburg. Rund 50 Vereine und Institutionen nutzten die Stadtmesse, um ihre Netzwerke zu erweitern und ihre Bekanntheit zu steigern. Es entstanden viele Gespräche und neue Impulse.

„Ehrenamt im Wandel“: 5. Stadtkonferenz und Stadtmesse stärken das Engagement

Das Ehrenamt als Gewinn für die Stadtgesellschaft. Und Diversität als Geschenk. Das sind zwei Gedanken aus der Diskussion bei der fünften Stadtkonferenz am 9. Mai 2026. Sofian Messaoud vom Integrationsbeirat formulierte es so: „Jeder Mensch hat eine eigene Geschichte. Und jeder Mensch bringt eine eigene Profession mit. Das sorgt für Lebendigkeit – und die macht glücklich.“ Eine Folgeveranstaltung soll sich mit den Herausforderungen fürs Ehrenamt beschäftigen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist in Vorbereitung.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 09.05.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.


„Ehrenamt im Wandel“: Lüneburger Stadtkonferenz und Stadtmesse am 9. Mai 2026 stärken die Zukunft des Engagements

Foto: Hansestadt Lüneburg. Rund 50 Vereine und Institutionen nutzten die Stadtmesse, um ihre Netzwerke zu erweitern und ihre Bekanntheit zu steigern. Es entstanden viele Gespräche und neue Impulse.

„Das Ehrenamt ist das Rückgrat der Gesellschaft, die Stütze des Gemeinwesens.“ So eröffnete Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch die 5. Lüneburger Stadtkonferenz. Am 9. Mai 2026 drehte sich im Zentralgebäude der Leuphana Universität alles um das Thema „Ehrenamt im Wandel“.

Begleitet wurde die Konferenz von der Stadtmesse, bei der rund 50 Vereine und Institutionen an vielen Ständen auf ihr Engagement aufmerksam machten. So entstanden viele neue Impulse und Kontakte. „In manchen Fällen hat sich herausgestellt, dass man sich schon lange kannte, nur noch nie über eine Kooperation gesprochen hat. Jetzt wurden erste Gespräche geführt“, beobachtete Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.

755 Vereine in Lüneburg aktiv – Herausforderungen für das Ehrenamt

„Neben all den individuell engagierten Menschen gibt es in unserer Stadt allein 755 Vereine, in denen Ehrenamtliche organisiert sind“, weiß die Oberbürgermeisterin. Feuerwehr, Rettungsdienst, Sport, Kirche, Kultur, Sozialwesen – in all diesen und weiteren Bereichen spüre die Hansestadt Lüneburg die große Bedeutung des Engagements. „Ohne die Menschen, die ihre Zeit schenken, sich für andere einsetzen und freiwillig Verantwortung übernehmen, würde vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren“, so Kalisch. „Genauso steht das Ehrenamt jedoch vor großen Herausforderungen. Deswegen habe ich diese Stadtkonferenz einberufen.“

Thema Diversität: „Jeder Mensch bringt eine eigene Profession mit“

Prof. Dr. Wibke Riekmann von der Hochschule Hannover forscht zum Thema „Gemeinwesenarbeit und Community Organizing“. „Eine inklusive, demokratische Gesellschaft braucht gleiche Zugangschancen für alle sozialen Gruppen im Ehrenamt“, machte sie deutlich. „Das Ehrenamt ist noch nicht sehr divers“, schloss sich Benjamin Adrion, Gründer von Viva con Agua, an. „Das ist eine Herausforderung.“

Sofian Messaoud, u. a. im Niedersächsischen Integrationsrat aktiv, machte klar, warum Vielfalt wichtig ist: „Jeder Mensch hat eine eigene Geschichte. Und jeder Mensch bringt eine eigene Profession mit. Das sorgt für Lebendigkeit und die macht glücklich.“

Stütze der Kirche und Angebote für die Jugend

Kirche sei ohne das Ehrenamt nicht denkbar, sagte Regionalbischöfin Marianne Gorka. Auf eine hauptamtliche Stelle kämen 3,7 Ehrenamtliche. „Wir haben seit dem vergangenen Jahr ein eigenes Ehrenamtsgesetz“, erklärte die Regionalbischöfin. Davon könne Lüneburg lernen.

Auf die Frage, was vor allem junge Menschen bräuchten, um sich ehrenamtlich zu engagieren, sagte Max Süling vom Jugendforum Lüneburg: „Vor allem viele Orte, an denen man sich engagieren und mitmachen kann.“ Aber auch die Kommunikation, welche Orte es bereits gebe, sei wichtig. Und: „Die Angebote müssen offen und locker sein, damit man gerne mitmacht.“

Digitalisierung als Chance und Herausforderung

Christian Röhling, u. a. stellvertretender Vorsitzender des Landessportbundes, wies auf Erleichterungen der Digitalisierung hin: „Wir können heute im Sport viele Foren und Meetings online anbieten.“ Das erleichtere den Zugang – besonders für junge Menschen. Mit Hilfe der sozialen Medien lassen sich Veranstaltungen und Treffen organisieren und bewerben. „Gleichzeitig lauern Risiken wie öffentliche Anfeindungen. Wir müssen lernen, damit richtig umzugehen.“

Workshop mit Ideen für eine Weiterführung

Mehr als 150 Interessierte trafen sich anschließend in vier Workshops zu den Themen „Netzwerkarbeit und Strukturen“, „Inklusion und Vielfalt“, „Zusammenarbeit mit Unternehmen“ und „Ehrenamt in Quartier und Stadtteil“. Erste Ergebnisse sind unter anderem: Es wird Folgeveranstaltungen geben, die sich mit den Herausforderungen für das Ehrenamt auseinandersetzen.

Auch konkrete Ideen gab es bereits wie ein Spendenparlament, ein „Volunteer Wheel Dating“, bei dem Unternehmer:innen und Ehrenamtliche nach dem „Speed Dating“-Prinzip zusammenfinden, oder eine Plattform im Social Hackathon als Überblick über Stiftungen, Unternehmen, ehrenamtliche Organisationen und Aufgaben.

Auswertung und Veröffentlichung in Vorbereitung – Gewinn für die Stadtgesellschaft

Vorbereitet wird derzeit die Auswertung, die anschließend online bereitgestellt und auch auch im Dialograum der Hansestadt präsentiert wird. Das Fazit der Oberbürgermeisterin zur Stadtkonferenz und zur Stadtmesse. „Es gibt viele Fäden, die wir nun auch aufnehmen und weiter verknüpfen sollten. Jede kleine Verbesserung, die daraus entsteht, ist ein Gewinn – für das Ehrenamt und für unsere Gesellschaft.“

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Foto: Hansestadt Lüneburg. Diskutierten über Chancen und Herausforderungen für ehrenamtliches Engagement - von links: Christian Röhling, Prof. Dr. Wibke Riekmann, Sofian Messaoud, Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Max Süling, Marianne Gorka und Benjamin Adrion.

Foto: Hansestadt Lüneburg. Diskutierten über Chancen und Herausforderungen für ehrenamtliches Engagement – von links: Christian Röhling, Prof. Dr. Wibke Riekmann, Sofian Messaoud, Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Max Süling, Marianne Gorka und Benjamin Adrion.

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