Lüchow-Dannenberg: Ohne Auto im Alter selbstbestimmt mobil – Ladesäulen werden ausgebaut
Menschen im Alter Mobilität ermöglichen, das will das Mobilitätsmanagement im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dafür gibt es Info-Veranstaltungen, den Führerschein kann man gegen eine kostenlose Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr tauschen. Auch soll es immer mehr Ladestationen für E-Autos geben. Lüchow-Dannenberg werde als einer der ersten Landkreise den zukünftigen Bedarf in den teilnehmenden Gemeinden abdecken, so die Prognose der Landesbehörde Niedersachsen.
Mitteilung von: Landkreis Lüchow-Dannenberg – Am: 08./15.12.2025
Online: https://www.luechow-dannenberg.de/ – Foto: WendlandMobil / Landkreis Lüchow-Dannenberg.
I. Lüchow-Dannenberg fördert selbstbestimmte Mobilität im Alter und erleichtert Führerscheinabgabe
Foto: WendlandMobil / Landkreis Lüchow-Dannenberg, Sharepic (angepasst). Ein Bus von WendlandMobil fährt über eine Brücke.
Das Kommunale Mobilitätsmanagement, kurz KMM, im Landkreises Lüchow-Dannenberg blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr war das Engagement für die Mobilität älterer Menschen. „Wir möchten den Menschen zeigen, wie sie auch im Alter selbstbestimmt mobil sein können und unterstützen gerne bei allen Fragen rund um Mobilität in Lüchow-Dannenberg“, erklärt Koordinatorin Anika Mannig.
Großer Informationsbedarf – Angebot stieß auf viel Anklang
Dafür gab es im Landkreis in Dannenberg, Lüchow und Gartow mehrere gut besuchte Info-Veranstaltungen unter dem Motto „Eigenständig unterwegs im Alter – auch ohne eigenes Auto“. „Der Informationsbedarf war groß, insbesondere zu On-Demand-Verkehren, Busverbindungen und Ticketkaufmöglichkeiten“, erklärt Mannig.
Viele Teilnehmende waren überrascht zu erfahren, dass On-Demand-Taxis auch telefonisch bestellt werden können. Ebenso stieß die Haustürbedienung, die für schwerbehinderte Personen sogar kostenlos angeboten wird, auf großes Interesse. „Auch die Fahrpläne, die wir verteilt haben, und der Hinweis auf unser telefonisches wie persönliches Beratungsangebot im Pavillon wurden sehr positiv aufgenommen.“
Auch 2026 wieder Info-Veranstaltungen vor Ort
Auch 2026 soll es daher wieder solche Angebote vor Ort geben. Zwei Termine stehen bereits fest:
- 15. April 2026, 15-17 Uhr: Vortrag, Austausch und Kaffeetrinken bei den „Swinmark-Oldies“ im Gemeinschaftshaus Schnega
- 20. Mai 2026, 9-11 Uhr: Vortrag, Austausch und Kaffeetrinken beim Seniorenfrühstück im Gemeindehaus in Trebel
Weitere Gruppen, die sich für eine Vor-Ort-Beratung interessieren, sind willkommen. „Es ist uns sehr wichtig, den Menschen im Alter Mobilität zu ermöglichen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der Erledigung der Dinge des täglichen Lebens“, bekräftigt Landrätin Dagmar Schulz.
Führerschein tauschen gegen kostenloses Jahresticket für den öffentlichen Verkehr
Auch die Bemühungen, ältere Bürgerinnen und Bürger zur freiwilligen Abgabe ihres Führerscheins zu motivieren, wurden weiter verfolgt. Bereits seit Juni 2024 haben Personen, die freiwillig ihren Führerschein abgeben, die Möglichkeit, ein kostenloses ÖPNV-Jahresticket im Geltungsbereich des Wendlandtarifs zu erhalten. Dieses Angebot soll älteren Menschen die Möglichkeit geben, auch ohne eigenen Führerschein mobil zu bleiben.
Nach Ablauf eines Jahres kann das kostenlose Jahresticket erneut beantragt werden. Seit dem Start sind bis jetzt über 20 kostenlose Tickets ausgehändigt worden. Die dafür nötige Verzichtserklärung können Interessierte beim Straßenverkehrsamt abgeben. Dort gibt es den Antrag für das Jahresticket, alternativ kann man ihn auch online herunterladen.
- WendlandMobil: Kostenloses ÖPNV-Jahresticket bei Fahrerlaubnisverzicht
Mobilitätsberatung zu Busverbindung, ÖV-Taxi und mehr
„In Verbindung mit dem Ticket wird auch eine Mobilitätsberatung angeboten, um Fragen zu Busverbindungen oder der Nutzung des ÖPNV-Taxis (On-Demand) zu klären“, sagt Mannig. Für Fragen steht das Mobilitätsmanagement des Landkreises persönlich im Mobilitätspavillon am Busbahnhof in Lüchow zur Verfügung.
- WendlandMobil: Mobilitätsberatung am Busbahnhof Lüchow
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 9-12 Uhr, 13-15 Uhr – Freitag 9-12 Uhr - Alternativ: Telefon 05841 120 678 – E-Mail mobilitaet@luechow-dannenberg.de
II. Landkreis als Modellregion: Ausschreibung für Ladeinfrastruktur
Der Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde als eine von zwei Modellregionen in Niedersachsen für die Entwicklung von Mustervergabeunterlagen zum kreisweiten Aufbau von Ladeinfrastruktur ausgewählt. Als kleinster Landkreis in Deutschland werde Lüchow-Dannenberg zu den ersten gehören, die den zukünftigen Bedarf an Ladeinfrastruktur in den teilnehmenden Gemeinden abdecken können, so die Prognose der Landesbehörde.
Aufbau und Betrieb öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur
Das Ladeinfrastrukturkonzept für E-Mobilität wurde gemeinsam mit der NLStBV (Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) entwickelt. Dabei geht es um Aufbau und Betrieb öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektro-Pkw mit einer zu installierenden Nennausgangsleistung von insgesamt 1.500 Kilowatt. Das Auftragsvolumen beträgt etwa zwei Millionen Euro. Als Modellregion profitiert der Landkreis von einer kostenlosen fachlichen Begleitung durch eine spezialisierte Kanzlei und durch die NLStBV.
Ziel ist flächendeckende Versorgung
Die geplante Ladeinfrastruktur wird in mindestens 75 Prozent der beteiligten Gemeinden entstehen, mit dem Ziel, eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Hierzu zählen unter anderem Parkplätze von Kitas, Schulen, Sportstätten, Gemeindezentren, kommunale Liegenschaften oder das Nemitzer Heidehaus. In der Samtgemeinde Lüchow beteiligen sich mit Ausnahme von Küsten und Lübbow alle Gemeinden, ebenso in der Samtgemeinde Gartow. In der Samtgemeinde Elbtalaue beteiligt sich die Gemeinde Damnatz.
Die Ausschreibung wurde am 12. Dezember 2025 veröffentlicht. Der Abschluss des Vergabeverfahrens wird für April 2026 angestrebt. Die Umsetzung soll schrittweise bis Ende 2029 erfolgen.
- WendlandMobil: Ladeinfrastruktur E-Auto
- Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Ladeinfrastruktur: Strategischer Ausbau geht in nächste Phase – 29.12.2025
Die Landesbehörde unterstützt Landkreise und Kommunen beim Ausbau der Lade-Infrastruktur. 31 Landkreise, kreisfreie Städte und die Region Hannover können jetzt auf gemeinsam erarbeitete Konzepte zurückgreifen. Mehr als 14.000 mögliche Standorte für Ladeinfrastruktur stecken in diesen Ausbaufahrplänen.
Mehr bei Lüne-Blog
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Ohne private Wallbox und unterwegs ist man mit E-Auto auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Ein neues Konzept im Landkreis Lüchow-Dannenberg identifiziert 124 Standorte für mögliche Ladesäulen. Unternehmen können diese in Konzession für Kommunen oder Landkreise errichten. - Ausbau der Lade-Infrastruktur: Strom tanken – jetzt auch in Oedeme – 16.05.2023
An 41 Standorten in Lüneburg kann man inzwischen sein Auto laden. Mindestens zwei Ladepunkte gibt es dort jeweils, informiert die Hansestadt. Oedemes Ortsbürgermeisterin Christel John und ihr Stellvertreter Uwe Nehring freuen sich, dass jetzt auch im Schulzentrum am Oedemer Weg eine Avacon-Ladesäule mit zwei Ladepunkten in Betrieb ist.

Foto: Avacon AG. Drei neue Ladesäulen hat Energieversorger Avacon Ende März 2025 in Betrieb genommen, darunter eine Schnellladesäule am Theaterparkplatz. Das Unternehmen betreibt nun 20 Ladesäulen im Stadtgebiet.
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