Forum Endlagersuche. Grafik: Timo Zett. Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Sitzung des Planungsteams am 18.03.2026.

Endlagersuche für Atommüll: Planungsteam lädt ein zur öffentlichen Sitzung am 18. März 2026

Im April 2023 wurde in Deutschland das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet. Doch wohin mit den radioaktiven Abfällen? Das soll das 2014 gegründete Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) klären. Die Endlagersuche erfolgt schrittweise, jedes Jahr findet dazu ein öffentliches Forum statt. Das Planungsteam, das das Forum vorbereitet, tagt wieder öffentlich am 18. März 2026. Mögliche Standorte liegen auch im Landkreis Lüneburg. Bei der Sitzung dabei ist Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.


Mitteilung von: Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) – Am: 09.03.2026
Online: https://www.endlagersuche-infoplattform.de/ – Grafik: Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) (angepasst).


I. Einladung zur öffentlichen Sitzung des Planungsteams Forum Endlagersuche

Mittwoch, 18. März 2026, 18:30-21:00 Uhr – online

Im April 2023 wurden in Deutschland die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet. Was bleibt, sind große Mengen radioaktiver Abfälle, die dauerhaft verwahrt werden müssen. Aufgabe des Bundesamts BASE ist es, für die bestmögliche Sicherheit im Umgang mit diesen Abfällen zu sorgen.

Forum Endlagersuche: Suche nach Standort mit bestmöglicher Sicherheit

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ist eines der bedeutendsten Umweltprojekte der kommenden Jahrzehnte. lm Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung informiert das BASE die Bürger:innen und organisiert die gesetzlich vorgesehenen Beteiligungsformate. Dafür tagt einmal jährlich das Forum Endlagersuche – organisiert als offener Dialog-, Vernetzungs- und Beteiligungsraum, an dem alle Interessierten teilnehmen können.

  • Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE): Forum Endlagersuche
    Das 5. Forum Endlagersuche findet am 13. und 14. November 2026 statt.

Vorbereitendes Planungsteam tagt öffentlich am 18. März 2026

Vorbereitet werden die jährlichen Foren von einem ehrenamtlichen „Planungsteam Forum Endlagersuche“ (PFE). Am 18. März 2026 von 18:30 bis 21:00 Uhr findet online die nächste öffentliche Sitzung dieses Planungsteams statt. Schwerpunktthema ist: „Auf dem Weg zum Endlagerstandort mit der bestmöglichen Sicherheit ­– Erkundungsmethoden im Fokus“.

  • Im ersten Teil der Sitzung wird Lukas Pollok von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nach einer Einführung durch Dr. Elisa Akansu (PFE) verschiedene Erkundungsmethoden sowie deren Stärken und Grenzen vorstellen.
  • Im zweiten Teil wird anknüpfend an die Diskussion auf dem 4. Forum Endlagersuche im November 2025 und der öffentlichen Sitzung des PFE vom 25.02.2026 noch einmal die Frage der Notwendigkeit von Erkundungsbergwerken im Standortauswahlverfahren diskutiert. Dazu werden, nach einem Input von Andreas Fox (PFE), verschiedene Perspektiven auf das Thema u. a. durch Wolfgang Ehmke (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.) betrachtet.

Mehr Information und Kontakt

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht nötig. Die Einwahldaten und die Agenda zur Sitzung stehen ab Mittwoch, 18. März 2026, online bereit.

II. Endlagerung im Landkreis Lüneburg

Der Salzstock in Gorleben wurde inzwischen als geologisch ungeeignet für ein Endlager ausgeschlossen. Unter den deutschlandweit 90 Teilgebieten, die nach einem ersten Zwischenbericht als mögliche Standorte in Betracht gezogen werden, liegen fünf im Landkreis Lüneburg. Ein Begleitausschuss zur Endlagersuche im Landkreis Lüneburg will den Auswahlprozess kritisch begleiten und darüber informieren. Ihm gehören 13 Kreistagsabgeordnete und vier beratende Mitglieder an. 

  • Landkreis Lüneburg: Begleitausschuss zur Endlagersuche
    Mitglieder im Begleitausschuss EndlagersucheLetzte Sitzung am 18.12.2025

  • Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE): BGE Endlagersuche Navigator
    Die Online-Karte zeigt, welche Regionen für Endlager ungeeignet (orange) oder nur gering geeignet (gelb) sind. Viele Gebiete sind noch nicht eingeordnet (grau).
  • NDR: Gorleben und der Atommüll – eine Chronik – 29.11.2024
    Als Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) Anfang 1977 verkündet, dass in Gorleben ein nationales Endlager für hoch radioaktiven Atommüll entstehen soll, löst er eine jahrzehntelange Debatte aus. 2020 gab die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bekannt, dass der Salzstock in Gorleben nicht als Standort für ein deutsches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll infrage kommt. Seit November 2024 wird der Salzstock mit Salz zugeschüttet. 

III. Hintergrund: BASE-Endlagersuche für atomare Abfälle 

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) ist eine gesetzlich errichtete (§ 1 BfkEG), selbständige Bundesoberbehörde und gehört zum Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Es nahm am 1. September 2014 seine Tätigkeit auf. Die Bundesbehörde ist zuständig für die Genehmigung, Aufsicht und Regulierung in den Bereichen End- und Zwischenlagerung und für den Umgang und Transport von radioaktiven Abfällen. 

2017 wurde die Standortsuche nach einem neuen Endlager für radioaktive Abfälle neu aufgebaut. Bürger:innen, regionale Stakeholder und Forschende sollten dabei von Anfang an einbezogen werden. Mit diesem Ziel wurden eine Vielzahl von Informations-, Dialog- und Beteiligungsangeboten entwickelt und umgesetzt. Beim Bundesamt BASE arbeiten inzwischen rund 500 Beschäftigte.

Forum Endlagersuche: Wieder am 13./14 November 2026

Als aktuelles Beteiligungsformat in der Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle findet einmal jährlich eine öffentliche Konferenz statt, das Forum Endlagersuche. An diesem offenen Dialog-, Vernetzungs- und Beteiligungsraum können alle Interessierten teilnehmen. Bei diesem Treffen berichtet die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) über den Arbeitsstand und Fragen des Standortauswahlverfahrens. 

Vorbereitet wird das Forum Endlagersuche von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Planungsteams Forum Endlagersuche (PFE) mit Unterstützung des Bundesamts BASE. Das 5. Forum Endlagersuche wird am 13. und 14. November 2026 stattfinden. Eine Teilnahme wird sowohl online als auch vor Ort möglich sein.

Renaissance der Atomenergie? Zahlen im Faktencheck

Kernenergie wird phasenweise immer wieder als Zukunftstechnologie behandelt und als notwendige Lösung für die klimafreundliche Energieerzeugung. Dabei sind die Fakten wichtig. Dr. Christoph Pistner vom Öko-Institut Freiburg ordnet verschiedene Fakten zur Kernenergie in den Gesamtkontext ein.

Lünepedia: Anti-Atom-Bewegung

Die Anti-Atom-Bewegung hat eine lange Tradition in Deutschland und nimmt innerhalb der Umweltbewegung eine wichtige Position ein. Dabei spielten und spielen insbesondere Proteste gegen bestehende oder geplante Atomkraftwerke, aber auch gegen Wiederaufbereitungsanlagen, Atomtransporte sowie Atomend- und -zwischenlager eine Rolle. Lüneburg hatte und hat hierbei ebenfalls eine längere Tradition, insbesondere auch aufgrund der Nähe zum Wendland und damit dem Atomlager Gorleben.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Anti-Atom-Bewegung

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