Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für Lüneburg: Weniger Kriminalität, Aufklärungsquote angestiegen
Fast 10 Prozent weniger Straftaten, deutlich weniger Fahrrad-Diebstähle, eine höhere Aufklärungsquote – bei der Polizeinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen freut man sich über die positive Entwicklung. Prävention wirkt offensichtlich, die erfolgreichen Kampagnen sollen fortgeführt werden. Denn: „Jede Tat hinterlässt Spuren – bei den Opfern, ihren Familien und in unserer gesamten Gesellschaft. Wir als Polizei tun alles, um Täterinnen und Täter zu ermitteln und Straftaten zu verhindern“, so die Leitende Polizeidirektorin der Polizeiinspektion, Stefanie Lerche.
Mitteilung von: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen – Am: 17.03.2026
Online: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59488/6237219 – Grafik Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen
Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Präsentation, S. 2 – Ausschnitt. Straftaten 2025 in Niedersachsen und der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen im Vergleich: Der Rückgang in Lüneburg ist doppelt so hoch wie in Niedersachsen, die Aufklärungsquote ist gestiegen. Die Häufigkeitszahl beschreibt die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner. Je größer sie ist, desto mehr Kriminalität wird hier registriert.
Drei gute Nachrichten: Im Bereich der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ist von 2024 auf 2025 ein deutlicher Rückgang der registrierten Straftaten festzustellen – um 9,06 Prozent. Im Landkreis Lüneburg sind es sogar fast 11 Prozent (siehe Grafik unten). Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote im Bereich der Polizeiinspektion auf 65,61 Prozent gesteigert werden.
Der Rückgang bei den Straftaten liegt damit leicht über dem direktions- (-8,60 Prozent) und deutlich über dem landesweiten (-4,28 Prozent) Trend. Der durch Straftaten entstandene Schaden („erlangtes Gut“) liegt mit 14.721.969 Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 19.741.138 Euro (-25,42 Prozent).
Polizeidirektorin Stefanie Lerche: Erfreut über positive Entwicklung
Die Leiterin der Polizeiinspektion, Leitende Polizeidirektorin Stefanie Lerche, zeigt sich äußerst erfreut über die positiven Entwicklungen: „Neben dem deutlichen Rückgang bei den Eigentumsdelikten beispielweise mit einer Reduzierung der Fahrraddiebstähle um mehr als 30 Prozent freue ich mich insbesondere auch über die nun endlich rückläufigen Zahlen bei den Rohheits-, Körperverletzungs- und Gewaltdelikten. Das ist eine gute Entwicklung!“ Denn: „Jede Tat hinterlässt Spuren – bei den Opfern, ihren Familien und in unserer gesamten Gesellschaft. Wir als Polizei tun alles, um Täterinnen und Täter zu ermitteln und Straftaten zu verhindern“, so Lerche.
Großes Dunkelfeld bei häuslicher Gewalt
Aber, weist Lerche hin: „Prävention beginnt nicht erst bei uns. Sie beginnt in den Familien, in Schulen oder auch in der Nachbarschaft. Der Rückgang bei der Häuslichen Gewalt stimmt mich grundsätzlich positiv. Jedoch trügen die Zahlen! Auch bei uns gibt es ein riesiges Dunkelfeld.“ Wie Studien belegen, gehen gerade einmal zehn Prozent der Betroffenen und nur jedes zwanzigste Opfer bei Gewalt in Partnerschaften zur Polizei und erstatten Anzeige.
Gegen Gefühl der Unsicherheit: Kampagne „Ansichtssache – Sicher fühlen im öffentlichen Raum“
Viele Menschen hätten auch das Gefühl, nicht sicher zu sein – ohne genau zu wissen warum. „Hier wollen wir noch besser werden und durch polizeiliche Sichtbarkeit und Präsenz sowie Interventionsfähigkeit den Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Gefühl geben. Parallel starten wir im Frühjahr im gesamten Inspektionsbereich die Kampagne ‚Ansichtssache – Sicher fühlen im öffentlichen Raum‘“, kündigt Lerche an.
Intensive Prävention, Präsenz und Zusammenarbeit seien nötig, um Krimininalität zurückzudrängen. „Nur gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren und Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern unter Einbeziehung der Menschen können wir eine sichere und lebenswerte Region in Nord-Ost-Niedersachsen gestalten.“
Schwerpunkte 2026: Maßnahmenplan
Die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen wird die wesentlichen Schwerpunkte der letzten Jahre fortsetzen und teilweise intensivieren. Der Maßnahmenplan 2026, bezogen auf das dargestellte Lagebild der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, hat dabei folgende Schwerpunkte:
- Intensivierung der Maßnahmen im Themenfeld „Eigentumsdelikte“: Die Bekämpfung der Eigentumskriminalität (Wohnungseinbruchdiebstähle, Fahrraddiebstähle, Diebstahl an/aus Kfz, etc.) bleibt trotz teilweise deutlich gesunkener Fallzahlen ein wichtiger Bestandteil der polizeilichen Arbeit und erfährt ein intensives Monitoring. Besonders der Bereich der Wohnungseinbrüche bleibt aufgrund des schwerwiegenden Eingriffes in die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger weiter im Fokus unserer Polizeiarbeit.
- Bekämpfung der Kriminalität im öffentlichen Raum auch durch polizeiliche Präsenz- und Interventionsmaßnahmen.
- Intensivierung der Maßnahmen im Themenfeld Sexualdelikte/Kinderpornografie.
- Fortführung der erfolgreichen Präventionskampagnen in den Bereichen Verkehrs-, Kriminal- und Jugendprävention.
- Intensivierung der Maßnahmen im Hinblick auf Häusliche Gewalt und damit einhergehend die Netzwerkarbeit mit anderen Behörden für einen ganzheitlichen Ansatz (z. B. runder Tisch gegen Gewalt in der Familie). Angesichts des großen Dunkelfelds – gerade einmal zehn Prozent der Betroffenen gehen zur Polizei und erstatten Anzeige, bei Gewalt in Partnerschaften sogar weniger als fünf Prozent, appelliert Stefanie Lerche, Leiterin der Polizeiinspektion: „Egal ob im persönlichen Umfeld, in der Nachbarschaft oder im beruflichen Umfeld: Melden Sie Verdachtsfälle häuslicher Gewalt Ihrer zuständigen Polizeidienststelle – in akuten Fällen natürlich über den Notruf! Oder ermutigen Sie Opfer, selbst zur Polizei zu gehen. Häusliche Gewalt kennt kein Geschlecht, kein Alter und keine Gesellschaftsschicht – jede/r kann betroffen sein. Bitte schauen Sie nicht weg!“
Mehr Information
- Presseportal: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen
- Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: Kriminalstatistik 2025 – Langbericht – 17.03.2026 (PDF-Datei)
- Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: Polizeiinspektion
Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (Auszug)
- Presseportal: Präsentation zur Vorstellung der Kriminalstatistik 2025 (PDF-Datei) – 17.03.2026

Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Präsentation, S. 7 (angepasst).

Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Präsentation, S. 8 (angepasst).
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