Foto: Lünedrohne. Demonstration gegen die A39 auf der Ostumgehung Lüneburg am 26. April 2026 bei der Ilmenauquerung. Luftbild.

Für eine Verkehrspolitik der Zukunft statt A39: Breites Bündnis protestierte auf der Ostumgehung

Bei strahlendem Frühlingswetter zogen am Sonntag, 26. April 2026, weit mehr als 200 Radfahrende über die Ostumgehung in Lüneburg. Statt einer neuen Autobahn forderten sie eine Verkehrspolitik der Zukunft: Verlässliche Züge, einen Nahverkehr, der alle mitnimmt, und sichere Wege für Fuß und Rad. 


Mitteilung von: KlimaKollektiv Lüneburg – Am: 26.04.2026
Online: https://www.luenepedia.de/wiki/KlimaKollektiv – Foto: Lühnedrohne.


Für eine Verkehrspolitik der Zukunft: Breites Bündnis protestierte auf der Ostumgehung

Foto: Lünedrohne. Demonstration gegen die A39 auf der Ostumgehung Lüneburg am 26. April 2026. Luftbild. Der Neubau der A39 ist doppelt so breit geplant wie die derzeitige Ostumgehung: Statt zwei Streifen wie hier gibt es in jede Richtung einen Standstreifen, zwei Fahrstreifen und einen Einfädelstreifen, nötig durch den engen Kurvenradius (vgl. Foto unten).

Bei strahlendem Frühlingswetter zogen am Sonntag, 26. April 2026, weit mehr als 200 Radfahrende über die Ostumgehung in Lüneburg, die mittlerweile zur A39 umgewidmet wurde. Sie protestierten für eine Verkehrspolitik der Zukunft statt dem Neubau von Autobahnen: Für verlässliche Züge, einen Nahverkehr, der alle mitnimmt, und sichere Wege für Fuß und Rad. 

Auftakt auf dem Marktplatz in Lüneburg: Protest gegen Naturzerstörung und Förderung von Verkehr

Die Auftaktkundgebung fand auf dem Marktplatz in Lüneburg statt. Redner*innen von KlimaKollektiv, BUND und Fridays for Future beschrieben die Problemlage, nannten Lösungen und Erfolge und informierten über aktuell laufende Klageverfahren. Unterwegs auf der Ostumgehung wurde an fünf besonders sensiblen Stellen Halt gemacht und vor Ort informiert.

Der Neubau der A39 würde die Zerstörung und Beeinträchtigung von Mooren, Feldern, Wäldern und Siedlungen bedeuten – und eine jahrelange Baustelle in Lüneburg. Am Ende führt der Bau zu mehr Auto- und Lkw-Verkehr, der zudem bei jeder Baustelle und nach jeder Sperrung durch das Lüneburger Stadtgebiet fließen würde. Dass Ortschaften südlich von Lüneburg dadurch vom Verkehr entlastet würden, hält einem Realitätscheck mit anderen Autobahnprojekten nicht stand. Hier helfen nur Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und lokale Ortsumfahrungen.

Statt neuer Autobahnen: Priorität für verlässlichen öffentlichen Verkehr

„Es ist immer ein Riesen-Fahrradspaß auf der Ostumgehung, leider hat es einen sehr ernsten Hintergrund“, erläutert Volker Constien vom Lüneburger KlimaKollektiv. „Seit Jahrzehnten wissen wir vom Artensterben und der Klimakrise. Seit Jahrzehnten werden die Auswirkungen verheerender fossiler Lobbypolitik heruntergespielt. Autobahn-Neubauten gehören zu den katastrophalsten Naturzerstörungsprojekten.“ Er fordert: „Die Bundesregierung muss endlich verfassungs- und EU-rechtskonform den Erhalt unserer Lebensgrundlagen sicherstellen.“

Jonas Korn vom VCD Elbe-Heide ergänzt: „Der Zugverkehr wird von Jahr zu Jahr unzuverlässiger. Es gibt massive Fahrgastpotenziale, wenn endlich wieder ein verlässlicher Nah- und Fernverkehr ermöglicht wird. Dafür sind viele Bau- und Sanierungsmaßnahmen notwendig – und genau hier muss die Priorität der Verkehrspolitik liegen!“

Demonstration unterstützen: Petition gegen A39 unterschreiben

An der Fahrrad-Demonstration beteiligten sich viele Einzelpersonen und Gruppen. Zu diesen gehören: KlimaKollektiv Lüneburg, Lastenräder für Lüneburg, Fridays for Future, ADFC Lüneburg, Parents for Future, Bündnis 90/Die Grünen, Robin Wood, BI keine A39, JANUN, Widerstandskollektiv, Öko?Logisch!, Klimaentscheid, VCD Elbe-Heide, BUND Elbe-Heide und SCHLAU Lüneburg.

Wer auch ein Zeichen gegen den Bau der Autobahn setzen möchte, hat die Möglichkeit eine Petition an den Bundesverkehrs- und den Bundesfinanzminister zu unterschreiben.

BUND Regionalverband Elbe-Heide: Spendenaufruf zur Unterstützung der Klage gegen die A39

BUND Elbe-Heide: Spendenaufruf A39. Sharepic.

BUND Elbe-Heide: Spendenaufruf A39. Sharepic

Am 17. Januar 2025 wurde bekannt gegeben, dass ein Planfeststellungsbeschluss zu Abschnitt 1 der A39 erlassen wurde. Der BUND hat Klage gegen den Planfeststellungbeschluss im Lüneburger Abschnitt 1 eingereicht. Für diese Klage werden Spenden benötigt. Im südlichen Abschnitt 7 läuft eine solche Klage bereits zum zweiten Mal, nachdem der BUND 2018 in der Sache gewonnen hatte. Jeder Betrag hilft!

BUND Regionalverband Elbe-Heide
IBAN: DE09 2405 0110 0006 0022 99
BIC: NOLADE21LBG
Betreff: Spende Klage A39

Foto: XKP Projektatlas. Visualisierung des Bauvorhabens A39, Autobahn AG. Standort: Ilmenauquerung. Der Neubau der A39 ist doppelt so breit geplant wie die derzeitige Ostumgehung: Statt den bisherigen zwei Streifen gibt es in jede Richtung einen Standstreifen, zwei Fahrstreifen und einen Einfädelstreifen, nötig durch den engen Kurvenradius.

Foto: XKP Projektatlas (mehr). Visualisierung des Bauvorhabens A39, Autobahn AG. Standort: Ilmenauquerung. Der Neubau der A39 deutlich breiter als die derzeitige Ostumgehung: Statt den bisherigen zwei Streifen gibt es in jede Richtung einen Standstreifen, zwei Fahrstreifen und einen Einfädelstreifen, nötig durch den engen Kurvenradius.

Foto: KlimaKollektiv. Demonstration gegen die A39 am 26. April 2026. Startkundgebung auf dem Marktplatz Lüneburg.

Foto: KlimaKollektiv. Demonstration gegen die A39 am 26. April 2026. Startkundgebung auf dem Marktplatz Lüneburg.

Foto: Lünedrohne. Demonstration gegen die A39 auf der Ostumgehung Lüneburg am 26. April 2026 - mit den Hochhäusern von Kaltenmoor im Hintergrund. Luftbild.

Foto: Lünedrohne. Demonstration gegen die A39 auf der Ostumgehung Lüneburg am 26. April 2026 – mit den Hochhäusern von Kaltenmoor im Hintergrund. Luftbild.

Foto: KlimaKollektiv. Demonstration gegen die A39 am 26. April 2026 auf der Ostumgehung Lüneburg: Info-Halt unterwegs.

Foto: KlimaKollektiv. Demonstration gegen die A39 am 26. April 2026 auf der Ostumgehung Lüneburg: Info-Halt unterwegs.

Lünepedia: A39

Die Bundesautobahn 39 liegt in Niedersachsen und besteht derzeit aus zwei Teilstücken, nämlich einem zwischen Seevetal und Lüneburg sowie einem bei Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter. Der nördliche Teil der A39 ist durch Umwidmung der A250 entstanden.
Seit 01.01.2021 ist die Autobahn GmbH für Planung, Finanzierung, Bau und Instandhaltung der Autobahn verantwortlich. Zwischen 2027 und 2030 soll die so bezeichnete „Lücke“ geschlossen werden und damit über 100 km Autobahn neu gebaut werden. Gegen dieses Bauvorhaben gibt es erheblichen Widerstand, insbesondere auch in der Lüneburger Bevölkerung.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/A39

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