Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im Juni 2026
Von Kinderversen bis Marmorblöcken, dem Kampf um das Internet und um die Demokratie in Ostdeutschland handelt die Bandbreite der Lesungen im Literaturbüro Lüneburg im Juni 2026. Freien Eintritt gibt es bei Judith Schalanskys Lesung am 18. Juni 2026 in der Leuphana Universität: „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“.
Mitteilung von: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Online: https://www.literaturbuero-lueneburg.de/
Foto: Lüne-Blog. Literaturbüro Lüneburg, Ochsenmarkt 1a, Lüneburg
Literaturbüro Lüneburg: Lesungen im Juni 2026
Das Literaturbüro Lüneburg ist zentraler Ort für Literaturförderung und -vermittlung in Lüneburg und der Region. Über 30 Abendveranstaltungen im Jahr mit Autor*innen aus Deutschland und der Welt laden ein zu interessanten Begegnungen und Austausch über Literatur und aktuelle gesellschaftspolitische Themen.
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Ulrike Draesner und Emma Braslavsky: „Literatur und KI“
Montag, 1. Juni 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Der Band „Schreiben nach KI“, herausgegeben von Hannes Bajohr und Ann Cotten, versammelt Texte von Autorinnen und Autoren, darunter Ulrike Draesner und Emma Braslavsky, die den schreibmedialen Schwellenmoment reflektieren, an dem wir uns gerade befinden.Ulrike Draesner ist Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Emma Braslavskys Erzählung „Ich bin dein Mensch“, diente als Vorlage für den gleichnamigen Film. Es moderiert Alexandra Friedrich.
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Jana Hensel: „Es war einmal ein Land“
Mittwoch, 3. Juni 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun mächtig in Zweifel gezogen und droht, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann.
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Martin Andree: „Krieg der Medien“
Montag, 8. Juni 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Im Internet herrscht ein Krieg: Um Aufmerksamkeit, Macht und Vorherrschaft. Der international renommierte Medienwissenschaftler Martin Andree zeigt, wie eine Koalition aus Dark Tech, Trump und Rechtspopulisten offen nach autokratischer Macht greift. Über digitale Monopole kontrolliert sie zunehmend die Öffentlichkeit. Prof. Dr. Martin Andree lehrt Medienwissenschaft an der Universität Köln.
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„Seifenblasen zu verkaufen“ – Zum 100. Geburtstag von James Krüss
Dienstag, 9. Juni 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
James Krüss ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Der literarische Abend zum Gedenken an seinen 100. Geburtstag lädt ein, seine Auseinandersetzung mit Sprache, Fantasie, Freiheit und dem Bösen und die vielen Facetten seines Schaffens (neu) zu entdecken. Ab 14 Jahren.
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Judith Schalansky: „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“ – Eintritt frei!
Donnerstag, 18. Juni 2026, 19:00 Uhr – Hörsaal 3, Leuphana Universität
Judith Schalansky lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin. In diesem Frühjahr erscheint ihr neues Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“, drei Texte, mal Essay, mal Erzählung, in denen sie die materiellen Bedingungen des Lebens erkundet. Ein weißer Block, ein fast 17 Tonnen schweres Ungetüm aus massivem Marmor, lässt sie nicht los: Der Stein führt sie in Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers und durch die dunkle, oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung und Weltaneignung.
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Juan S. Guse: „Tausendmal so viel Geld wie jetzt“
Dienstag, 23. Juni 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Der Autor und Soziologe Juan S. Guse hat sich ein Jahr lang mit Männern getroffen, die mit Kryptowährungen reich geworden sind. „Tausendmal so viel Geld wie jetzt“ handelt von ihnen und davon, was ein solcher Klassensprung mit ihnen gemacht hat. Welche Versprechungen haben sie angezogen? Warum sind es immer Männer sind und wie passt der Wunsch nach schnellem Geld zu einer Gesellschaft im Krisenmodus?
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Ilija Matusko und Matthias Nawrat: „Verdunstung in der Randzone“ und „Das glückliche Schicksal“
Dienstag, 30. Juni 2026, 19:30 Uhr – Heinrich-Heine-Haus
Ilijas Eltern betreiben eine Gastwirtschaft in Bayern. Er hilft schon als Kind in der Küche, wächst mit Pommes und Fritteusen auf. „Es riecht nach Pommes, Ilija kommt!“ – Der Satz eines Mitschülers wird zum Ausgangspunkt einer Selbstbefragung: Verrät der Geruch die eigene soziale Herkunft? Der Autor Ilija Matusko arbeitet u. a. für die taz.
Im Jahr 1983 reist die junge polnische Psychologin Wanda Karłowska nach Venedig, um den dort im Exil lebenden Henryk Mrugalski zu seiner Forschung zu befragen. Der Roman handelt vom Leben und Überleben östlich und westlich des Eisernen Vorhangs. Autor Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, wurde vielfach ausgezeichnet.
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- Anschrift: Literaturbüro Lüneburg e.V. – Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1a, 21335 Lüneburg
Telefon: 04131 309 3687
E-Mail: literaturbuero@stadt.lueneburg.de
Das Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus
Mit der Eröffnung des restaurierten Heinrich-Heine-Hauses am Ochsenmarkt in Lüneburg am 15. Januar 1993 nahm auch das Literaturbüro Lüneburg hier seine Tätigkeit auf. Heinrich Heines Besuche bei seinen Eltern, die von 1822 bis 1826 im zweiten Obergeschoss des Hauses wohnten, führten zur Namensgebung und dazu, hier einen Ort für Literatur und Literaturvermittlung zu schaffen.
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Der Besuch lohnt auch aus architektonischen Gründen. Eingangshalle im Heinrich-Heine-Haus. Foto: Lüne-Blog
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