Sichere Straßen im Landkreis Rotenburg: Maßnahmen der Unfallkommission zeitnah umgesetzt
Am 15. April 2026 befasste sich die Unfallkommission im Landkreis Rotenburg mit der Unfallstatistik des Jahres 2025 und aktuellen Unfallhäufungsstellen. Gemeinsam beschloss man Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit, davon sind zahlreiche bereits umgesetzt. Man werde auch künftig alles daransetzen, den Straßenverkehr im Landkreis für alle Verkehrsteilnehmenden noch sicherer zu machen, versprach Polizeioberrat Daniel Dohmberg von der Polizeiinspektion Rotenburg. Die Polizeiinspektion Rotenburg ist eine Dienststelle im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg.
Mitteilung von: Polizeiinspektion Rotenburg – Am: 03.07.2026
Online: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59459/6307578 – Foto: Polizeiinspektion Rotenburg
Polizeiinspektion Rotenburg: Unfallkommission zieht Bilanz – zahlreiche Maßnahmen umgesetzt
Foto: Polizeiinspektion Rotenburg. Die Unfallkommission 2025/2026. Zur Unfallkommission gehören Vertreter*innen des Landkreises, der Straßenbaubehörden, der Kommunen, des ADAC und der Verkehrswachten. Die Tätigkeit der Kommission ist durch einen offiziellen Erlass geregelt.
Positive Entwicklung beim Unfallgeschehen
Die Sitzung der Unfallkommission im Landkreis Rotenburg fand statt am 15. April 2026 in der Polizeiinspektion Rotenburg. Polizeioberrat Daniel Dohmberg, Leiter des Einsatzbereichs der Polizeiinspektion Rotenburg, und Polizeihauptkommissar Michael Holsten, Leiter des Sachgebiets Verkehr, begrüßten die Teilnehmenden: Die Vertreter*innen des Landkreises, der Straßenbaubehörden, der Kommunen, des ADAC und der Verkehrswachten. Gemeinsam beriet das Gremium über das Unfallgeschehen und mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit. Ziel ist es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Verkehrsunfallstatistik Rotenburg: Leichter Rückgang bei der Zahl der Unfälle und Verletzten
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigt einen leichten Rückgang der Unfall- und Verletztenzahlen. Besonders erfreulich: Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle und die Zahl der Schwerverletzten war 2025 auf dem niedrigsten Stand der vergangenen Jahre. Unverändert blieb jedoch die Zahl der Verkehrstoten mit zwölf Verstorbenen.
Zu den häufigsten Unfallursachen zählen weiterhin Wildunfälle, überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit, unzureichender Sicherheitsabstand und Vorfahrtsverstöße. Auch die Zahl der Verkehrsunfallfluchten bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Zahl der verletzten Kinder und die Zahl schwerer Baumunfälle ging jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück.
Bewertung der Maßnahmen des Vorjahres
Die Unfallkommission bewertete die Wirksamkeit der Maßnahmen, die im Vorjahr vorgenommen worden waren. Mehrere bekannte Unfallhäufungsstellen konnten durch bauliche oder verkehrsregelnde Maßnahmen entschärft werden beziehungsweise werden weiterhin engmaschig beobachtet. Besonders intensiv beschäftigte sich die Unfallkommission mit folgenden Verkehrspunkten:
- Kreuzung L122 / K102 in Gnarrenburg
- Einmündung B71 / K130 in Zeven-Brauel
- Einmündung B75 / L131 in Scheeßel
- Einmündung Bremer Straße / Otto-von-Guericke-Straße in Rotenburg
- Ein- und Ausfahrten einer Tankstelle an der Mühlenstraße in Rotenburg
Zu den besonders sensiblen Verkehrsbereichen, die betrachtet wurden, gehörten auch die Bergstraße in Rotenburg, der Kreisverkehr in Visselhövede und Hinweise aus der Bevölkerung zur Wörpebrücke an der K113.
Jede Unfallhäufungsstelle wird erneut untersucht
„Einige Unfallhäufungsstellen beschäftigen uns bereits seit mehreren Jahren. Häufig sind abgefahrene Fahrbahnmarkierungen oder Gewöhnungseffekte in der Wahrnehmung dafür verantwortlich, dass sich das Unfallgeschehen erneut verschlechtert“, erläutert PHK Michael Holsten. „Dennoch wird jede Unfallhäufungsstelle mit der gleichen Sorgfalt neu bewertet, da sich die örtlichen Gegebenheiten jederzeit verändert haben können.“ Besprochen wurde auch eine möglichst einheitliche Beschilderung an Unfallhäufungsstellen und die verstärkte Überwachung von Rotlichtverstößen.
Zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt
Bereits Anfang Juli 2026 konnten mehrere der beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden.
- An der Kreuzung L122 / K102 in Gnarrenburg wurden unter anderem die Radfahrerfurt rot markiert, zusätzliche Verkehrszeichen aufgestellt und die Einmündung durch Sperrflächen und Minibaken optisch eingeengt.
- An der Einmündung B71 / K130 in Zeven-Brauel wurde eine großformatige Warntafel „Unfallhäufungsstelle“ installiert. Die Erneuerung der Fahrbahnmarkierungen ist bereits vorgesehen.
- An der Einmündung Bremer Straße / Otto-von-Guericke-Straße in Rotenburg wurden die Fahrbahnmarkierungen erneuert und die Verkehrsführung durch eine zusätzliche Minibake verbessert.
- Für die Ein- und Ausfahrten einer Tankstelle an der Mühlenstraße in Rotenburg wird derzeit gemeinsam mit der Betreiberin und dem Unternehmen an einer geeigneten Lösung gearbeitet, da sich der Bereich auf Privatgelände befindet.
Polizei: Anstrengungen dürfen nicht nachlassen
Polizeioberrat Daniel Dohmberg zieht ein positives Fazit: „Die Entwicklung der Unfallzahlen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig machen insbesondere die schweren Verkehrsunfälle und die Zahl der Verkehrstoten deutlich, dass unsere Arbeit nicht nachlassen darf. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir auch künftig alles daransetzen, den Straßenverkehr im Landkreis Rotenburg für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer noch sicherer zu machen.“
Die Unfallkommission wird die Entwicklung der Unfallhäufungsstellen auch künftig kontinuierlich beobachten und gemeinsam mit den zuständigen Behörden weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit entwickeln und begleiten. Die Polizeiinspektion Rotenburg ist eine Dienststelle im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg.
- Polizeidirektion Lüneburg: Polizeiinspektion Rotenburg
Hintergrund: Aufgaben der Unfallkommission
Die Unfallkommission beobachtet das Verkehrsgeschehen, wertet es aus, berät Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und beschließt daraus Umsetzungsempfehlungen. Die Sitzungen der Unfallkommission müssen in einem regelmäßigen Turnus, mindestens einmal jährlich, stattfinden. Bei Bedarf und anlassbezogen können weitere Sitzungen erfolgen. Die Unfallkommission unterrichtet regelmäßig und gezielt im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit über ihre Arbeit und die wichtigsten Ergebnisse.
- Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS): Örtliche Untersuchung der Straßenverkehrsunfälle; Einsatz von Unfallkommissionen
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- Polizei: Verkehrsunfallstatistik im Landkreis Lüneburg für 2025 – Tendenz steigend – 17.04.2026
Knapp 4500 Verkehrsunfälle gab es 2025 im Landkreis Lüneburg, das sind fast 5 Prozent mehr Unfälle als im Vorjahr. Rund 900 Menschen wurden 2025 im Landkreis verletzt, 10 Menschen – 7 mehr als im Vorjahr – starben. Eine hohe Zahl an Opfern und viel Leid. Die Polizei bemüht sich weiter um Prävention und Verkehrskontrollen. - Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt): Maßnahmenkatalog gegen Unfallhäufungen
Der vorliegende Katalog beruht auf aktuellen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen. Er erlaubt eine zielgerichtete und zielführende Bekämpfung von Unfallhäufungen und unterstützt die Unfallkommissionen bei ihrer Tätigkeit.
Grafik: Polizeiinspektion Lüneburg. Verkehrsunfallstatistik 2025 im Gesamtbereich der Polizeiinspektion im 10-Jahres-Verlauf. Im Landkreis Lüneburg gibt es die meisten Unfälle, die Zunahme ist deutlich.
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Landkreis Rotenburg? Der Bezug zu Lüneburg fehlt mir gerade.
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