Grafik: ver.di. Kundgebung in Hannover am 10.06.2026. Sharepic.

Bündnis Starker Sozialstaat: Lebenshilfe Lüneburg am 10. Juni 2026 in Hannover

Die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Sozialbereich wecken vielerorts Sorge und Protest. Ein Zuhause, Arbeitsplatz, Zugang zu Bildung und soziales Leben seien Grundpfeiler eines selbstbestimmten Lebens, so Inge Seiler-Päpper von der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Die Lebenshilfe nimmt an der Kundgebung am 10. Juni 2026 in Hannover teil. Für die gemeinsame Fahrt steht ein Bus bereit. Wer mitfahren möchte, kann sich anmelden.


Mitteilung von: Lebenshilfe Lüneburg-Harburg / Bündnis starker Sozialstaat – Am: 01.06.2026
Online:https://landesarmutskonferenz-niedersachsen.de/ – Grafik: ver.di, Sharepic.


Lebenshilfe Lüneburg-Harburg verurteilt geplante Sparmaßnahmen – Teilnahme an Demonstration in Hannover am 10. Juni 2026

Busabfahrt: Mittwoch, 10. Juni 2026, 9:30 Uhr – ZOB (Bahnhof) Lüneburg
Kundgebung in Hannover: 12:30-14:00 Uhr – Platz der Menschenrechte, Hannover

Eine Streichliste der Bundesregierung hat siebzig Vorschläge für Sparmaßnahmen gesammelt, darunter erhebliche Einschnitte im sozialen Bereich. Die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg, vertreten durch Geschäftsführerin Inge Seiler-Päpper, der Betriebsrat der Lebenshilfe und die Gewerkschaft ver.di verurteilen die Maßnahmen scharf.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gefährdet

„Die aktuellen Sparpläne der Politik gefährden die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderungen. Ein eigenes Zuhause, ein Arbeitsplatz, Zugang zu Bildung, ein soziales Leben – all das sind keine Privilegien, sondern Grundpfeiler eines selbstbestimmten Lebens für alle Menschen. Das kann und darf kein Spar-Thema sein“, so Inge Seiler-Päpper.

Kürzungen und Druck bei Beschäftigten

Der Betriebsratsvorsitzende Volker Pfeiffer ergänzt: „Die geplanten Kürzungen bzw. Einschränkungen bei der Eingliederungshilfe und bei der Refinanzierung von Tariflöhnen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf die Träger immens. Die Konsequenzen für uns Beschäftigte sind klar: drohender Arbeitsplatzabbau, noch mehr Arbeitsverdichtung, schlechtere Löhne – dagegen wehren wir uns mit aller Kraft!“

„Die geplanten Sozialstaatsreformen treffen die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitswesen in ihrer Rolle als Arbeitnehmer*innen. Aber eben auch uns alle: Als Patient*innen, Angehörige und Versicherte und als Menschen, die auf funktionierende öffentliche Versorgung angewiesen sind“, erklärt ver.di-Gewerkschaftssekretärin Karin Wagner.

„Stark! Sozial! Gerecht!“: Kundgebung in Hannover am 10. Juni 2026

Am 10. Juni 2026 tagt in Hannover die Gesundheitsminister-Konferenz. Von 12:30 bis 14:00 Uhr soll dort eine große Kundgebung stattfinden unter dem Motto „Stark! Sozial! Gerecht!“ Die Verbände wollen gemeinsam teilnehmen. „Wir wollen der Politik zeigen: Statt Leistungskürzungen und immer höheren Belastungen für die Menschen in diesem Land fordern wir eine starke öffentliche Daseinsvorsorge und eine solidarische Finanzierung des Sozialstaats“, so Wagner.

Mehr Information und Anmeldung zur gemeinsamen Busfahrt nach Hannover

Aus Lüneburg fährt am 10. Juni um 9:30 Uhr ein Bus vom ZOB nach Hannover. Wer mitfahren möchte, kann sich anmelden.

Hintergrund: Bündnis starker Sozialstaat

„Wir rufen zur Teilnahme an der Kundgebung anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz auf!“ Am 25.2.2026 wurde in Hannover die Gründungserklärung des Bündnis Starker Sozialstaat der Öffentlichkeit vorgestellt. In Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Ein starker Sozialstaat ist die Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben. In jüngster Zeit wird dieser Sozialstaat auf unterschiedlichen Ebenen in Frage gestellt und angegriffen. Deshalb haben sich in Niedersachsen knapp zwanzig Verbände und Gewerkschaften zusammengeschlossen, um für den Sozialstaat einzutreten. Dazu gehören unter anderem DGB Niedersachsen Bremen, Caritas und Diakonie Niedersachsen, SoVD und VdK und weitere.

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Grafik: Hans-Böckler-Stiftung. Im Vergleich zur Wirtschaftsleistung sind die Ausgaben auch im geschichtlichen Vergleich und im Vergleich zum Euroraum nicht auffällig gestiegen. Im Gegenteil: Im Vergleich zu 2020 gab es einen Rückgang. Hans-Böckler-Stiftung: Der Sozialstaat in Deutschland

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