Friedensbündnis: 85 Jahre deutscher Überfall auf die Sowjetunion – Vortrag und Austausch am 22. Juni 2026
Zum 85. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion lädt das Friedensbündnis Lüneburg ein zu Vortrag und Diskussion. Unter dem Titel „85 Jahre deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Nie wieder! – Wege aus der aktuellen Konfrontation“ sprechen der Lüneburger Geschichtsforscher Peter Raykowski und Aktivist Reiner Braun aus Berlin. Dessen Positionen sind teils umstritten.
Mitteilung von: Friedensbündnis Lüneburg – Am: 24.11.2025
Online: https://www.friedenskooperative.de/ – Grafik: Friedensbündnis Lüneburg, Sharepic.
„85 Jahre deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Nie wieder! – Wege aus der aktuellen Konfrontation“
Montag, 22. Juni 2026, 19 Uhr – Mensa Wilhelm-Raabe-Schule, Feldstr. 30, 21335 Lüneburg
Am 22. Juni 2026 jährt sich der deutsche Überfall auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Aus diesem Anlass lädt das Friedensbündnis Lüneburg ein zu Vortrag und Diskussion zum Thema „85 Jahre deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Nie wieder! – Wege aus der aktuellen Konfrontation“.
Geschichtlicher Rückblick – Wege zu Frieden und Entspannung
Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Zugleich geht es um Perspektiven für Frieden und Verständigung in den heutigen deutsch-russischen Beziehungen. Der Historiker und Friedensaktivist Reiner Braun (Berlin) beleuchtet die historischen Hintergründe des deutschen Vernichtungskrieges und die Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen bis in die Gegenwart.
Peter Raykowski (Lüneburg) berichtet über die Beteiligung Lüneburger Wehrmachtseinheiten an Kriegsverbrechen und regionale Erinnerungskultur. Die Veranstaltung erinnert an die Opfer des Krieges und stellt die Frage, welche Wege heute zu Frieden, Dialog und Entspannung führen können. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Diskussionen.
Die Referenten: Reiner Braun und Peter Raykowski
Reiner Braun (Berlin) ist Historiker und seit vielen Jahren in der Friedensbewegung aktiv. Er gehört dem Vorstand des International Peace Bureau an, engagiert sich in Deutschland in der Initiative „Abrüsten statt Aufrüsten“ und veröffentlicht regelmäßig Beiträge zu Friedens- und Abrüstungsfragen. Wikipedia vermerkt im Eintrag über ihn Äußerungen und Aktivitäten zu Israel, dem russischen Überfall auf die Ukraine und rechten Bewegungen, die von verschiedenen Seiten kritisch betrachtet werden.
- Wikipedia: Reiner Braun (Aktivist)
Peter Raykowski (Lüneburg) ist pensionierter Lehrer und engagiert sich im Friedensbündnis Lüneburg. Er forscht zur Militärgeschichte und Erinnerungskultur in Lüneburg nach 1945 und wurde 2024 mit dem Forschungspreis Lüneburger Geschichte ausgezeichnet für seine Arbeit „Wolfgang Mirosch und seine Mutter Katharina Czaja – verfolgt als Sinti in Adendorf und Lüneburg“.*
- VVN-BdA Lüneburg: Jahresrückblick 2024 – Forschungspreis des Museumsvereins für Peter Raykowski
Im Rahmen einer würdevollen Feier erhielten die Professorin Dr. Carola Schormann und Peter Raykowski den Forschungspreis des Lüneburger Museumsvereins.
Mehr Information und Kontakt
Die Veranstaltung findet statt am Montag, 22. Juni 2026, um 19 Uhr in der Mensa der Wilhelm-Raabe-Schule, Feldstr. 30, 21335 Lüneburg. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
- Friedensbündnis Lüneburg: https://www.friedenskooperative.de/
E-Mail: friedensbuendnis-lueneburg@posteo.de – Instagram: Friedensbündnis Lüneburg
*Siehe dazu auch: Geschichte. Bewusst. Sein. Biografien von Opfern der Deportationen 1941-1945: Wolfgang Helmut Mirosch (auch Mirusch)
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Wenn die Friedenskooperative an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion erinnert ist das ehrenwert. Wir sollten dabei erinnern, dass vor allem die Ukraine wesentlicher Kriegsschauplatz und somit das Hauptopfer dieses Krieges und des Terrors deutscher Besetzung war, und dass ukrainische Soldaten maßgeblich, wenn nicht sogar mehr mehrheitlich, daran beteiligt waren, unter immensen Verlusten die nationalsozialistische deutsche Armee zu besiegen.
Wenn nun anscheinend aber unsere „besondere historische Verantwortung“ nur gegenüber Russland beschworen wird, nicht aber gegenüber der Ukraine, hat das schon ein sehr starkes Geschmäckle der Parteinahme für den Angreifer. Es ist auch befremdlich, dass erstmalig in der Geschichte der deutschen Friedensbewegung durch Rekurs auf eine sogenannte „Vorgeschichte“ um Verständnis für die angreifende Macht geworben wird.
Parteilicher Pazifismus ist zwar möglich, aber dann doch auf der Seite der Angegriffenen!