Foto: Ruben Wiltsch. Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz kommt wieder nach Lüneburg. Gegen eine Kostenbeteiligung von zwölf Euro testet er Nitrat-, Säure- und Salzgehalt von Brunnenwasser. Die Ergebnisse erhalten Brunnenbesitzer bereits noch am Infostand.

Brunnenwasser testen: VSR-Labormobil kommt am 20. Juli 2026 wieder nach Lüneburg

Viele nutzen im Garten Wasser aus dem eigenen Brunnen. Ist das Wasser in Ordnung? Können die Kinder damit unbesorgt plantschen, kann man es vielleicht sogar trinken? Am Montag, 20. Juli 2026, kommt Harald Gülzow vom gemeinnützigen VSR-Gewässerschutz mit seinem Labormobil wieder auf den Marktplatz in Lüneburg. Zum Testen kann man eine Halbliter-Flasche auf den Lüneburger Marktplatz bringen und erfährt gleich vor Ort erste Ergebnisse. Messwerte aus mehreren Jahren machen deutlich, dass eine Untersuchung sinnvoll ist.


Mitteilung von: VSR-Gewässerschutz – Am: 08.07.2026
Online: https://vsr-gewaesserschutz.de/ – Foto: Ruben Wiltsch.


Brunnenwasser testen: Labormobil macht am 20. Juli 2026 Station auf dem Marktplatz Lüneburg

Foto: Ruben Wiltsch. Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz kommt wieder nach Lüneburg. Gegen eine Kostenbeteiligung von zwölf Euro testet er Nitrat-, Säure- und Salzgehalt von Brunnenwasser. Die Ergebnisse erhalten Brunnenbesitzer noch am Infostand.

Montag, 20. Juli 2026, 9-11 Uhr – Marktplatz Lüneburg

Die Brunnenwasser-Analysen am gelben Labormobil sorgten in den letzten Jahren für reges Interesse. Zahlreiche Interessierte kamen mit ihren Brunnenwasserproben zum Infostand vom VSR-Gewässerschutz, um zu erfahren, wofür sie das Wasser verwenden können. Am Montag, 20. Juli 2026, macht das Labormobil wieder von 9 bis 11 Uhr auf dem Marktplatz in Lüneburg Station. Harald Gülzow und Frank Hage, die sich in der gemeinnützigen Organisation engagieren, nehmen in dieser Zeit wieder die Proben der Bürger entgegen.

Gießen mit Brunnenwasser statt kostbarem Leitungswasser

In den heißen und trockenen Phasen des Sommers wird im Garten viel Wasser benötigt. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt dem kostbaren Leitungswasser verwendet wird. Aber: „Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Harald Gülzow. Im Labormobil untersucht er daher gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer bereits noch am Infostand am Ende der Aktion.

Kann das Wasser vielleicht sogar getrunken werden?

Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können auch zusätzliche Parameter analysiert werden. Dadurch erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Frank Hage. Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. 

Als Probe eine gefüllte Halb-Liter-Flasche mitbringen

Eine Beprobung des Gartenbrunnens ist ganz einfach. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme eine 0,5 Liter Mineralwasserflasche aus Kunststoff zu nutzen. „Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen – ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Harald Gülzow.

Messwerte aus mehreren Jahren zeigen, dass Untersuchung sinnvoll ist

Der VSR-Gewässerschutz führt bereits seit längerem Analysen in der Region durch. „Unser Nitratdiagramm verdeutlicht, dass die Nitratbelastung nicht so gesunken ist, wie gehofft“, zeigt Harald Gülzow im Infomobil auf einem Bildschirm. Die gemeinnützige Organisation stellte auch fest, dass nach Starkregenfällen Belastungen wie Bakterien zunehmen. „In Gesprächen mit den Brunnenbesitzern wird häufig klar, dass verschmutztes Regenwasser in den undichten Brunnen eindringen kann“, erklärt Harald Gülzow.

Die Ergebnisse zeigen, dass es für die Nutzung im Garten sinnvoll ist, das Brunnenwasser regelmäßig untersuchen zu lassen. So können Brunnenbesitzer ausschließen, dass es dadurch zu Gesundheitsrisiken kommt. 

  • VSR-Gewässerschutz: Brunnenwasser im Kreis Lüneburg
    Hier sind die Analyseergebnisse für Nitrat, Bakterien und Eisen im Landkreis Lüneburg jeweils über mehrere Jahre hinweg zu finden.
  • Telefonische Beratung: Donnerstag, 10-14 Uhr, Telefon 02831 976 3342

Information: VSR-Gewässerschutz

Der VSR-Gewässerschutz e.V. ist eine gemeinnützige Umweltschutzorganisation. Seit über 40 Jahren engagiert sich der Verein für den Schutz von Gewässern und Grundwasser und führt Untersuchungen durch. Mit den Messergebnissen setzt er sich für eine Verbesserung der Wasserqualität ein.

  • VSR-Gewässerschutz: https://vsr-gewaesserschutz.de/
  • Landkreis Lüneburg: Grundwasser – ein wertvolles Gut 
    Aktuell: Seit 23. Juni 2026 ist die Feldberegnung in der Landwirtschaft bei Windgeschwindigkeiten über 7 m/s oder bei Temperaturen von mehr als 28 Grad zwischen 10:00 und 20:00 Uhr untersagt. Die Verfügung kann auf der Internetseite heruntergeladen werden.
  • tagesschau.de: Verband fordert Umdenken beim Umgang mit Wasser – 12.07.2026
    Wasser ist in manchen Regionen ein knappes Gut, aber private Gärten dürfen in Deutschland ohne Genehmigung auch in Trockenphasen reichlich bewässert werden. Der Verband Kommunaler Unternehmen fordert ein Umdenken.

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    80 Proben aus mitgebrachtem Brunnenwasser untersuchte der gemeinnützige Verein VSR-Gewässerschutz im August 2025 in Lüneburg. Das Ergebnis: Jede achte Probe war über dem Grenzwert mit Nitrat belastet – und das teils deutlich.
  • BI Unser Wasser: Wasserrechtliche Erlaubnis für Fa. Dr. Paul Lohmann – mit offenen Fragen – 30.03.2026
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    Regional sind in Niedersachsen deutlich sinkende Grundwasserstände zu beobachten. Eine im Dezember 2023 veröffentlichte Studie zeigt, „dass wir zukünftig sehr sorgsam mit der wertvollen Ressource Wasser umgehen müssen“, fasst Christian Meyer, Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, die Schlussfolgerungen aus dem Bericht zusammen.
Foto: Ruben Wiltsch. Frank Hage im Gespräch mit einem Brunnenbesitzer. Harald Gülzow im Labormobil untersucht eine Brunnenwasserprobe.

Foto: Ruben Wiltsch. Frank Hage im Gespräch mit einem Brunnenbesitzer. Harald Gülzow im Labormobil untersucht eine Brunnenwasserprobe.

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