Grafik: Nordost-Institut. Ankündigung der Lesung mit Lorenz Hemicker am 6. August 2026.

Nordost-Institut: „Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche“ – Autorenlesung am 6. August 2026

1941 ermordeten die SS und ihre Helfer über 27000 Juden in Lettland. Die Gruben, in denen die Menschen erschossen wurden, konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker. Verurteilt wurde er dafür nie. In seinem Buch „Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche“ setzt sich der renommierte Journalist Lorenz Hemicker mit der nationalsozialistischen Vergangenheit seines Großvaters auseinander.


Mitteilung von: Nordost-Institut – Am: 29.04.2026
Online: https://www.ikgn.de/veranstaltungen/ – Grafik: Nordost-Institut. Ankündigung (angepasst).


„Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche“ – Lesung mit Lorenz Hemicker am 6. August 2026

Donnerstag, 6. August 2026, 18:00 Uhr – Nordost-Institut, Lindenstr. 31, Lüneburg

Das Nordost-Institut und das Ostpreußische Landesmuseum laden am Donnerstag, 6. August 2026, um 18 Uhr zu einer Lesung mit Lorenz Hemicker ein. Der renommierte Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellt sein Buch „Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche“ (2025) vor. Darin setzt er sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit seines Großvaters auseinander.

1941 ermordeten die SS und ihre Helfer über 27000 Juden im Wald von Rumbula, Lettland. Die Gruben, in denen die Menschen erschossen wurden, konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker, der Großvater von Lorenz Hemicker. Verurteilt wurde er dafür nie. Als Lorenz Hemicker gemeinsam mit seinem Vater nach Lettland reisen will, um mehr über die Taten von Ernst Hemicker zu erfahren, stirbt der Vater unerwartet. Für Lorenz Hemicker wird diese Zäsur der Beginn einer jahrelangen Suche nach den Spuren seines Großvaters. Sie führt ihn an den Ort des Massakers, zu Überlebenden des Holocaust in Riga und in die Tiefen deutscher Weltkriegsarchive.

Hintergrund: Lorenz Hemicker

Lorenz Hemicker wurde 1978 in Gummersbach geboren und ist im Sauerland aufgewachsen. In Aachen studierte er zunächst Architektur, dann Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Von 2008 bis 2014 war er Chef vom Dienst des sicherheitspolitischen Magazins Loyal. 2014 wechselte er zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung und schrieb seit 2017 in der Politikredaktion. Seit Juli 2023 ist er Chef vom Dienst von FAZ.NET.

Mehr Information

Der Vortrag findet statt um 18:00 Uhr im Nordost-Institut in Lüneburg, Lindenstr. 31. Der Eintritt ist frei.
Hinweis: Viele Vorträge und Lesungen des Nordost-Instituts werden auf dem YouTube-Kanal des Instituts gestreamt und können dort nachträglich angeschaut werden. 

Vorschau: Kommende Veranstaltungen

„Coexistence“ – Filmvorführung im SCALA Programmkino
Datum: 25. August 2026, Uhrzeit: 19:30-21:30 Uhr
Ort: SCALA Programmkino, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg

Massaker von Palmnicken 1945: Eine Zeitzeugin erinnert sich
Ein Gespräch mit Margitta Sünwoldt und Claudia Vollmer
Datum: 3. September 2026, Uhrzeit: 18:00-20:00 Uhr
Ort: Nordost-Institut, Lindenstr. 31, 21335 Lüneburg

Tag der offenen Tür: 25-jähriges Jubiläum des Nordost-Instituts
Datum: 12. September 2026, Uhrzeit: 12:00-17:00 Uhr
Ort: Nordost-Institut, Lindenstr. 31, 21335 Lüneburg

Nordost-Institut Lüneburg

Das Nordost-Institut/Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN e.V.) nahm im Jahr 2002 seine Arbeit auf. Es initiiert, konzipiert und organisiert wissenschaftliche Veranstaltungen, Konferenzen, Workshops, Vortragsreihen etc. Stellungnahmen und Vorträge sind auch im YouTube-Kanal des Instituts zugänglich.

Zum 1. Oktober 2024 übernahm Frau PD Dr. Kirsten Bönker das Amt der Direktorin des Nordost-Instituts Lüneburg. Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Osteuropahistorikerin liegt auf der Kultur­geschichte des Russländischen Reiches des 19. und 20. Jahrhunderts, der Sowjetunion und den Transformationsprozessen der nachsowjetischen Zeit.

Nordost-Institut Lüneburg. Foto: Christine Böhm.

Foto: Christine Böhm. Das Nordost-Institut Lüneburg, Lindenstr. 31.

Wikipedia: Nordost-Institut

Das Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (Abk.: IKGN) ist ein An-Institut der Universität Hamburg in Lüneburg in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die Gründung war ein Teil der Konzeption zur Erforschung und Präsentation deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa, die die Bundesregierung im September 2000 beschlossen hatte.

Das Institut führt Forschungsprojekte und Tagungen durch, initiiert und betreut wissenschaftliche Publikationen, gibt jährlich das „Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte“ im Eigenverlag und die Publikationsreihe „Veröffentlichungen des Nordost-Instituts“ im Harrassowitz Verlag Wiesbaden heraus und führt die „Nordost-Bibliothek“ als Spezialsammlung wissenschaftlicher Literatur zur nordosteuropäischen Geschichte. Finanziert wird das Institut aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Hinzu kommen für einzelne Projekte Drittmittel.

Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Nordost-Institut

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