Foto: Hansestadt Lüneburg. Von links: Thomas Knötsch, Abteilungsleiter Grinding der Firma Feind, und Stefan Hammer, der das Projekt für die Hansestadt begleitet, haben diese Woche bereits die Bereiche markiert, in denen das Pflaster angeschliffen werden soll.

Mehr Barrierefreiheit: Hansestadt startet Pilotprojekt „Grinding“ am Marktplatz

Kopfsteinpflaster wirkt historisch, schränkt die Mobilität von Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl aber erheblich ein. Die Hansestadt testet nun am Marktplatz ein Verfahren, bei dem die Steine abgeschliffen werden. So entstehen etwa zwei Meter breite Übergänge mit glatterer Oberfläche. Wenn es sich bewährt, soll das Verfahren an weiteren Stellen im Stadtbereich angewandt werden.


Mitteilung von: Hansestadt Lüneburg – Am: 28.08.2026
Online: https://www.hansestadt-lueneburg.de – Foto: Hansestadt Lüneburg.


Mehr Barrierefreiheit auf Lüneburgs Kopfsteinpflaster: Hansestadt startet Pilotprojekt „Grinding“ am Marktplatz

Foto: Hansestadt Lüneburg. Von links: Thomas Knötsch, Abteilungsleiter Grinding der Firma Feind, und Stefan Hammer, der das Projekt für die Hansestadt begleitet, haben diese Woche bereits die Bereiche markiert, in denen das Pflaster angeschliffen werden soll.

Kopfsteinpflaster prägt das Stadtbild Lüneburgs – doch für Radfahrende und mobilitätseingeschränkte Menschen ist die unebene Oberfläche eine Hürde. Ein neues Verfahren namens „Grinding“ soll hier Abhilfe schaffen: Durch das Anschleifen der Steine werden Höhenunterschiede reduziert und die Flächen ebener – ohne dass das Pflaster vorher ausgebaut werden muss. Als Pilotprojekt werden nun ausgewählte Querungsstellen rund um den Marktplatz bearbeitet.

Bei positivem Ergebnis Anwendung an anderen Stellen möglich

„Mit dem Grinding-Verfahren verbinden wir zwei wichtige Anliegen: Den Erhalt unseres historischen Stadtbildes und zugleich mehr Barrierefreiheit verbunden mit mehr Verkehrssicherheit“, sagt Alexander Matz, Fachbereichsleiter für Tiefbau und Grün bei der Hansestadt. Die Initiative für das Pilotprojekt entstand aus einem gemeinsamen Termin der Stadtverwaltung mit dem Verein FUSS e.V.

Das Projekt am Marktplatz hat Pilotstatus: Die Hansestadt will hier Erfahrungen mit dem Verfahren und dessen Nutzen im Alltag sammeln. Sollte sich das Grinding-Verfahren bewähren, sind weitere Anwendungen in anderen Bereichen der Innenstadt denkbar.

Zwei Querungsstellen werden abgeschliffen – Arbeiten starten am 8. September 2026

Gemeinsam mit dem Baudezernat der Hansestadt Lüneburg wurden die konkreten Querungsstellen festgelegt, an denen das Grinding-Verfahren erstmals zum Einsatz kommen soll. Hierbei wird ein jeweils zwei Meter breiter Streifen abgeschliffen. Zum Einsatz kommt beim Grinding eine spezielle Schleifmaschine, die nur einen begrenzten Teil der oberen Steinoberfläche abnimmt. Dadurch werden Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Pflastersteinen reduziert, hochstehende Kanten beseitigt und die Oberfläche insgesamt ebener.

Geplant sind die Schleifarbeiten für Dienstag, 8. September 2026. Bereits am Montag wird die Baustelle eingerichtet. Am Dienstag sind ab 7 Uhr Sperrungen für den Fahrzeugverkehr in den betroffenen Straßen Waagestraße, An der Münze, Am Markt geplant. Für den Fuß- und Radverkehr bestehen nur leichte Einschränkungen. Alle Geschäfte und Hauseingänge bleiben erreichbar.

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