Foto: Uwe Schlüter. Gewitterwolken und eine Schafherde auf dem Deich, nahe der Fährverbindung in Amt Neuhaus.

BI „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke e.V.“ und BUND: Klagebegründung eingereicht

Am 25. Juni 2026 beschloss der Kreistag des Landkreises Lüneburg, die Planungen für die Elbbrücke Darchau weiterzuführen. Dagegen klagt der BUND in enger Abstimmung mit der Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke e.V.“ Fristgerecht wurde nun die Klagebegründung gegen den Planfeststellungsbeschluss beim Verwaltungsgericht Lüneburg eingereicht. Die Kläger sehen gute Erfolgsaussichten.


Mitteilung von: Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ – Am: 02.07.2026
Online: https://keine-bruecke.de/ – Foto: Uwe Schlüter.


Bürgerinitiative und BUND sehen gute Erfolgsaussichten vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg

Klagebegründungen gegen Elbbrückenbeschluss eingereicht

Foto: Uwe Schlüter. Gewitterwolken und eine Schafherde auf dem Deich, nahe der Fährverbindung in Amt Neuhaus.

Im Rechtsstreit um den geplanten Bau einer Elbbrücke bei Darchau und Neu Darchau ist ein wichtiger nächster Schritt getan: Der BUND hat, in enger Abstimmung mit der Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke e.V.“, fristgerecht die Begründung seiner bereits erhobenen Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss beim Verwaltungsgericht Lüneburg vorgelegt. Die Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke e.V.“ und der BUND sehen nach umfassender Prüfung gute Erfolgsaussichten vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg. Damit ist der juristische Weg gegen das umstrittene Bauvorhaben endgültig beschritten.

Breiter Widerstand in der Region

Bereits zum Erörterungstermin des Planfeststellungsverfahrens im September 2025 waren mehr als 150 Einwendungen mit rund 1.400 Einwendungsgründen von privaten Einwender*innen und zudem Stellungnahmen des BUND, der Bürgerinitiative und des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) eingegangen – ein deutliches Zeichen für den breiten Widerstand gegen das Projekt in der Region.

Erfolgversprechende Klagegründe: Starke Position für die Klage

Diese umfangreiche Prüfung des Planfeststellungsbeschlusses entlang der eingereichten Einwendungen und Stellungnahmen hat sich jetzt ausgezahlt: Die beauftragten Fachanwälte konnten aus der Fülle der vorgebrachten Gründe eine ganze Reihe tragfähiger und erfolgversprechender Klagegründe gegen die in der Region stark umstrittene Großbrücke durch das UNESCO-Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue herleiten. Gemeinsam mit dem BUND und den Anwälten sieht die Bürgerinitiative dem gerichtlichen Verfahren mit Zuversicht entgegen.

„Wir haben gute Argumente, und sie sind belastbar“, sagt Thomas Böhlen, Vorstandssprecher der Bürgerinitiative. „Wer den Planfeststellungsbeschluss genau liest, findet reichlich Angriffsflächen. Entscheiden wird am Ende das Gericht – aber wir gehen aus einer starken Position in dieses Verfahren.“ Die Bürgerinitiative wird das gerichtliche Verfahren weiter eng begleiten und die Öffentlichkeit fortlaufend informieren.

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Foto: MOIN GmbH. Alte und neue Fähre nebeneinander am Fähranleger in Bleckede. Die neue Amt Neuhaus-Bleckede ist deutlich größer und leistungsstärker als Amt Neuhaus.

Foto: MOIN GmbH. Alte und neue Fähre nebeneinander am Fähranleger in Bleckede. Die neue Amt Neuhaus-Bleckede ist deutlich größer und leistungsstärker als Amt Neuhaus.

Foto: Uwe Schlüter. Aus der Elbe aus gebaggertes Sediment. Niedrigwasserstände bei Darchau waren nicht ursächlich für den länger andauernden Fährausfall. Wegen einer Sandbank auf der Strecke von Lauenburg konnte die Fähre nicht nach Neu Darchau gebracht werden. Zwischenzeitlich wurden in der Zufahrt zum Darchauer Fähranleger einige Tausend Kubikmeter Sand aus der Elbe gebaggert.

Foto: Uwe Schlüter. Aus der Elbe aus gebaggertes Sediment. Niedrigwasserstände bei Darchau waren nicht ursächlich für den länger andauernden Fährausfall im Jahr 2025. Wegen einer Sandbank auf der Strecke von Lauenburg konnte die Fähre nicht nach Neu Darchau gebracht werden. Zwischenzeitlich wurden in der Zufahrt zum Darchauer Fähranleger einige Tausend Kubikmeter Sand aus der Elbe gebaggert.

Lünepedia: Elbbrücke Neu Darchau

Seit der Rückgliederung 1993 zu Niedersachsen und zum Landkreis Lüneburg wird über den Bau einer Brücke über die Elbe in Neu Darchau (Landkreis Lüchow-Dannenberg) diskutiert. Bislang verbinden einzig Fähren Amt Neuhaus mit dem übrigen Landkreis Lüneburg. Die Gemeinde Amt Neuhaus setzt sich seit Jahren für eine Elbbrücke ein, während die Einwohner*innen der Gemeinde Neu Darchau überwiegend gegen den geplanten Bau sind. Besonders auf Neu Darchauer Seite werden unter anderem mehr Verkehr und Umweltschäden befürchtet.

Weiterlesen: https://www.luenepedia.de/wiki/Amt_Neuhaus#Elbbrücke_Neu_Darchau

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